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Grünes Licht für den neuen AW-Kreishaushalt

Landrat Dr. Pföhler: "Zahlenwerk ganz im Zeichen von Investitionen" - Verschuldung liegt zum Jahresende bei 93 Millionen Mark

Der Haushalt des Kreises Ahrweiler für das Jahr 2001 ist genehmigt. "Jetzt können wir über alle geplanten und im Kreistag beschlossenen Mittel verfügen", verkündet Landrat Dr. Jürgen Pföhler, nachdem die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier (ADD) grünes Licht für das neue Zahlenwerk gegeben hat.

Dieser Kreishaushalt, der erste, der die Handschrift von Landrat Pföhler trägt, wird von Trier an mehreren Punkten kommentiert und bewertet. Positiv äußert sich die ADD als kommunalaufsichtliche Genehmigungsinstanz der rheinland-pfälzischen Landkreise, dass die laufenden Ausgaben aus dem Verwaltungshaushalt gegenüber dem Vorjahr lediglich um knapp über ein Prozent gestiegen sind. Diese geringe Steigerung entspreche den Empfehlungen des Finanzplanungsrates beim Bund und damit den Vorgaben der allgemeinen Finanzpolitik in vollem Umfang, betont die ADD.

Außerdem begrüßen es die Trierer Finanzaufseher, dass der Kreis Ahrweiler im Verwaltungshaushalt über die Kredittilgung hinaus einen Betrag von rund einer Million Mark erwirtschaftet, der zur Finanzierung von Investitionsmaßnahmen verwendet werden kann.

Der Kreishaushalt mit einem Gesamtvolumen von 192 Millionen Mark, der gegenüber dem Vorjahr um 17 Millionen Mark steigt, steht nach den Worten Pföhlers "ganz im Zeichen von Investitionen". Alleine 12 Millionen Mark fielen in den Bereich der investiven Ausgaben und ermöglichten damit "neue Impulse für die Belebung des Arbeitsmarktes". Der Landrat weiter: "Die neuen Kredite fließen in erster Linie in den Neubau und die Erweiterung der Schulen, in Kindergärten, für deren Angebot uns andere Regionen beneiden, und in die Verbesserung unserer Kreisstraßen."

Kritisch setzt sich die ADD mit der Verschuldung des AW-Kreises auseinander, die bis Ende 2001 einen Stand von 93 Millionen Mark erreichen werde. Dazu Landrat Dr. Pföhler: "Die Verschuldung des Kreises Ahrweiler bereitet in der Tat Sorgen. Deshalb müssen wir sehr sorgsam wirtschaften. Aber auch in schwierigen Zeiten müssen wir in die Zukunft investieren." Pföhler weiter: "Wir geben kein unnützes Geld aus. Wir investieren in unsere Kinder und unsere Jugend, in die Infrastruktur und in die Wirtschaft unseres Kreises."

Dies ist nach den Worten Pföhlers "auch deshalb verantwortbar, weil wir unsere Schuldendienstverpflichtungen ohne Finanzierungsprobleme erfüllen können." Auch die ADD sehe hierzu beim Kreis Ahrweiler ausreichende Reserven. Zu einer solchen Schuldendienstverpflichtung seien nicht mehr alle rheinland-pfälzischen Landkreise in der Lage, betont Pföhler weiter. Von den 24 Kreisen konnten neun ihre Haushalte 2001 nicht ausgleichen, und die Hälfte der Kreise konnte eine so genannte "freie Finanzspitze" nicht mehr ausweisen.



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 08.03.2001

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