BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

Das professionelle Beraterbüro ist gefunden

Landrat Pföhler zur Abfallwirtschaft: "Entscheidung fiel über Parteigrenzen hinweg"

Den Weg in die Zukunft der Abfallentsorgung ab dem Jahr 2005 geht der Kreis Ahrweiler gemeinsam mit der Unternehmensberatung Schmidt/Bechtle aus Herdecke. Für dieses Unternehmen hat sich der Werksausschuss des Abfallwirtschaftsbetriebs (AWB) entschieden.

"Das Votum fiel einstimmig und über die Parteigrenzen hinweg", äußerte sich Landrat Dr. Jürgen Pföhler zufrieden über die Entscheidung zugunsten des externen Berater-Teams und ergänzte: "Wir haben jetzt ein professionelles Beratungsunternehmen an unserer Seite." Schmidt/Bechle soll die verschiedenen Varianten der Restmüllbehandlung und -entsorgung, die Wirtschaftlichkeit sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen aufzeigen.

Der Kreistag habe das letzte Wort und werde die Entscheidungen über das abfallwirtschaftliche Gesamtkonzept der Zukunft zu treffen haben. Die Erarbeitung der Strategie ab 2005 bezeichnet der Landrat als "die herausragende Entscheidung in der Abfallwirtschaft des Kreises Ahrweiler".

Insgesamt hatte der AWB 13 Ingenieur-, Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften um die Abgabe eines Angebotes gebeten. Wesentliche Kriterien für die Entscheidung, welches Beratungsunternehmen beauftragt wird, waren vergleichbare Projekte bei EU-weiten Ausschreibungen von Entsorgungsdienstleistungen, vor allem bei der Restabfallbehandlung und -entsorgung, sowie der Angebotspreis.

Konkret geht es um die Fragen: Wie sieht die Entsorgung der Restabfälle aus dem Kreis Ahrweiler ab dem Jahr 2005 aus? Baut der Kreis Ahrweiler eine eigene Deponie oder baut er sie nicht? Mit einer finanziellen Größenordnung von 70 bis 80 Millionen Mark in einem Zehn-Jahres-Zeitraum sei diese Entscheidung auch mit Blick auf die künftige Entwicklung und Stabilität der Abfallgebühren von besonderem Gewicht. Dr. Pföhler plädiert dafür, "die für den Kreis aus ökonomischer und ökologischer Sicht bestmögliche Lösung anzustreben."

Seit der damaligen Entscheidung des Kreistags von 1997, den Bau der Reststoffdeponie mit mechanisch-biologischer Aufbereitungsanlage (MBA) zurückzustellen, haben sich die Rahmenbedigungen nach den Worten Pföhlers grundlegend geändert. Als wesentliche Punkte nennt er den Rückgang der Müllmengen, neue umweltrechtliche Anforderungen, Überkapazitäten in anderen Anlagen sowie neue Entsorgungstechniken. Für die Zeit nach 2005 sei beispielsweise eine Lösung zu wählen, die den Vorschriften der zum 1. März 2001 in Kraft getretenen Verordnung über die umweltverträgliche Ablagerung von Siedlungsabfällen und der bundesweiten Technischen Anleitung Siedlungsabfall (TASi) entspreche.



Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 08.03.2001

<< zurück