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Geschützte Tiere auch wirklich schützen

Mikrochip gegen illegale Geschäftemacher - Für Exoten und heimische Arten

Geschützte Tierarten müssen unverwechselbar gekennzeichnet werden, um einen Missbrauch zu verhindern. Das gilt für bestimmte, gesetzlich festgelegte Säugetiere, Vögel und Reptilien. Was sich hinter dieser neuen Bestimmung der Bundesartenschutzverordnung verbirgt, erklärt die Kreisverwaltung Ahrweiler.

Zu den geschützten Arten zählen nicht nur Exoten wie der Leopard oder die echte Karettschildkröte. Die Schutzregel gilt auch für einheimische Arten wie Eisvogel, Siebenschläfer und Sperber. Die neue Verordnung richtet sich gegen illegale Geschäftemacher. Sie legt die Kennzeichnungsmethode für jede in Gefangenschaft gehaltene und geschützte Tierart verbindlich fest.

Vögel sind in der Regel mit geschlossenen Ringen, alle anderen Tiere mit einem Transponder (einem implantierbaren Mikrochip) zu kennzeichnen. Diese Kennzeichnungspflicht gilt auch für Tiere, die nicht gehandelt, getauscht oder verschenkt werden.

 

Die Kennzeichen können ab sofort bei zwei Stellen bezogen werden:

erstens dem Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz e.V. (BNA), Postfach 1110, 76707 Hambrücken, Ruf 07255/2800, Fax 0725/58355;

zweitens dem Zentralverband zoologischer Fachhandel, vertreten durch die Wirtschaftsgemeinschaft zoologischer Fachbetriebe GmbH (Ringstelle) Postfach 1420, 63204 Langen, Ruf 06103/910724, Fax 06103/910733.

Wer die Kennzeichen anfordert, muss nachweisen, dass er sein Tier in Übereinstimmung mit den geltenden Vorschriften besitzt. Die Transponder müssen von dafür zugelassenen Tierärzten unter die Haut - bei Vögeln in den Brustmuskel - eingesetzt werden.

Unabhängig von dieser Kennzeichnungspflicht nach der Bundesartenschutzverordnung besteht seit Dezember 1999 die Meldepflicht für alle Halter von Tieren, die nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt sind. Dies Tiere müssen der Kreisverwaltung Ahrweiler (Umweltabteilung) gemeldet werden. Verstöße gegen diese Bestimmungen werden mit Bußgeldern bis 20.000 Mark geahndet. - Noch Fragen? Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung helfen gerne weiter und versenden ein Infoblatt: Ruf (vormittags) 02641/975-233 oder -442.



Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 08.03.2001

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