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Personalmangel bei der Polizei kritisiert

Landrat Pföhler sprach mit Gewerkschaftern - Keine betriebsbedingten Kündigungen bei der Bundeswehr

Der Personalmangel bei der Polizei im Kreis Ahrweiler stand im Mittelpunkt eines Gesprächs zwischen Landrat Dr. Jürgen Pföhler und dem Kreisverband Ahrweiler des Deutschen Beamtenbundes (DBB). Ein weiteres wesentliches Thema zwischen Pföhler und der neunköpfigen DBB-Delegation unter Führung des stellvertretenden Kreisverbandsvorsitzenden Helmut Kremer aus Remagen: die Situation bei der Bundeswehr.

Landesweit fehlten mehr als er 400 Einsatzkräfte der Polizei, berichtete Hubert Palz von der Polizeiinspektion Adenau, der zugleich Mitglied der Polizeigewerkschaft ist. Die Unterbesetzung gelte auch für die Dienststellen im Kreis Ahrweiler. Die Personalplanung des Landes sehe ab 2003 jährlich 300 Einstellungen im Polizeidienst vor. Dies reiche nach Ansicht der Polizeigewerkschaft aber nicht aus, weil in den nächsten zehn Jahren 4.500 Polizeibeamte altersbedingt ausscheiden.

Das Mainzer Innenministerium hat nach den Worten von Landrat Dr. Pföhler bei der Polizeiinspektion Remagen "zum Teil bereits Abhilfe geschaffen". Fakt bleibe jedoch, "dass die Personalstärke der Polizei im Kreis Ahrweiler noch längst nicht ausreichend ist." Das Sicherheitsbedürfnis der Menschen werde nicht erfüllt, bestätigte Pföhler auch die Meinung der Gewerkschafter und forderte von der Mainzer Landesregierung eine "nachhaltige Personalaufstockung bei der Polizei".

Bundeswehr-Mitarbeiter Jürgen Schmidt, Personalratsmitglied beim Amt für Nachrichtenwesen in Grafschaft-Gelsdorf, schilderte die Situation bei den Streitkräften und Zivilangestellten im Rahmen der geplanten Strukturreform. Im Gegensatz zum Materialamt des Heeres, in dem die Reduzierung von rund 200 Dienststellen vorgesehen sei, soll das Grafschafter Amt in voller Stärke bestehen bleiben.

Landrat Pföhler stimmte mit den DBB-Vertretern darin überein, dass Bund und Land die betroffenen Kommunen im Anschluss an die Reform unterstützen müssten. Der Kreis Ahrweiler sei durch die Bundeswehrreform ohnehin stark betroffen. Dies gelte für die Verlegung des Amtes für Wehrmedizinalstatistik Remagen mit 170 Dienstposten sowie des Druckereizuges Breidscheid mit 20 Dienstposten an Standorte außerhalb des Kreises Ahrweiler. Einhellig begrüßt wurde in der Runde, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben und alle Personalmaßnahmen sozialverträglich erfolgen sollen.

 

Hinweis an die Zeitungen: Zu diesem Artikel erhalten Sie ein Foto. Bildunterzeile:

Gewerkschafter und Kreis-Chef im Gespräch (v.l.n.r.): Jürgen Schmidt (Verband der Bundeswehr), Josef Hessler (Deutsche Steuergewerkschaft), Hubert Palz (Polizeigewerkschaft), Helmut Kremer, (Kreisverband des Deutschen Beamtenbundes), Rudolf Vallendar (Philologenverband), Stephan Braun (Bund Deutscher Forstleute), Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Bert Bertram (Bund Deutscher Kommunalbeamten und Angestellten), Heribert Stein (Verband Bildung und Erziehung), Engelbert Grün (DBB-Kreisverband).



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 16.03.2001

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