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Eine neue Chance für die Sinziger Linde

Obergutachten soll Entscheidung bringen

Wird die Sinziger Linde weiter saniert und gestützt oder muss sie gefällt werden? Diese Frage soll jetzt durch ein Obergutachten geklärt werden. Die beiden bisherigen Gutachten, die die Kreisverwaltung Ahrweiler zur Zukunft des Naturdenkmals in Auftrag gegeben hatte, kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Ein Gutachter kommt zu dem Schluss, die Winterlinde befinde sich "in keinem verkehrssicheren Zustand" und müsse "gefällt werden". Bei einer Baumsanierung müsse die Krone um 70 Prozent eingekürzt werden, "wodurch der Charakter der Winterlinde als Naturdenkmal verlorenginge" und nur eine "Baumruine" übrig bliebe.

Wie die Kreisverwaltung weiter meldet, heißt es hingegen im zweiten Gutachten, die Linde sei "gesund, erhaltungswürdig und erhaltungsfähig"; der Baum sei "derzeit verkehrssicher" und könne bei bestimmten Maßnahmen "verkehrssicher erhalten werden, solange keine gravierenden Vitalitätseinbußen oder Gesundheitseinschränkungen auftreten". Zu diesen Maßnahmen zählen nach Ausssage des zweiten Sachverständigen-Gutachtens eine Baumstütze, eine neue Gurtsicherung sowie Astkürzungen.

Die Kreisverwaltung will die schätzungsweise mehr als 400 Jahre alte Linde wegen ihrer hohen Bedeutung als Naturdenkmal für den Kreis Ahrweiler und als Wahrzeichen für die Stadt Sinzig erhalten, wenn die Sicherheit von Fußgängern und des Verkehrs gewährleistet werden kann.

Aus diesem Grund will der Kreis die Linde weiter unter Naturschutz belassen und auch die Kosten für das neue Gutachten tragen. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord in Koblenz (SDG) hat es abgelehnt, den Baum mit Landesmitteln zu sanieren. Die SGD spricht von "erheblichen vorhandenen Schäden", eine "nachhaltige Sanierung und damit eine Erhaltung des Baums auf Dauer" sei "nicht zu erwarten".


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 16.03.2001

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