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Im AW-Kreis betroffene Kommunen ins Konversionsprogramm aufnehmen

Bundeswehrreform: Landrat und drei B├╝rgermeister fordern finanzielle Unterst├╝tzung aus Mainz - Gemeinsames Schreiben an Kurt Beck

Die im Kreis Ahrweiler von der Bundeswehrreform betroffenen Kommunen sollen in das Konversionsprogramm des Landes aufgenommen werden. Diese Forderung richten Landrat Dr. J├╝rgen Pf├Âhler und die drei B├╝rgermeister der St├Ądte Bad Neuenahr-Ahrweiler und Remagen sowie der Verbandsgemeinde Adenau, Edmund Flohe, Lorenz Denn und Hermann-Josef Romes, in einem gemeinsamen Schreiben an den alten und neuen Ministerpr├Ąsidenten in Mainz, Kurt Beck.

Ein solcher Schritt stelle ein Signal des Landes dar, auch kleineren Kommunen zu helfen. Au├čerdem w├╝rde die gezielte finanzielle Unterst├╝tzung f├╝r Ausgleichsprojekte die zu erwartende zus├Ątzliche Belastung der angespannten Haushalte zumindest teilweise ausgleichen, hei├čt es in dem Brief an Beck. F├╝r den Kreis Ahrweiler und seine Kommunen gelte die Belastung in besonderer Weise.

Als Begr├╝ndung f├╝r die bereits erlittenen Nachteile des AW-Kreises f├╝hren Dr. Pf├Âhler und die drei B├╝rgermeister mehrere Fakten an: die kreisweit fast 400 entfallenden Bundeswehr-Dienstposten (Bad Neuenahr-Ahrweiler 200, Remagen 170, Adenau 20) sowie die vollst├Ąndige Aufl├Âsung der Standorte Remagen (Amt f├╝r Wehrmedizinalstatistik) und Adenau (Druckereizug Breidscheid).

Und: "Die sachlichen Argumente f├╝r die Ansiedlung des neuen Logistikzentrums im jetzigen Materialamt des Heeres in Bad Neuenahr-Ahrweiler blieben unber├╝cksichtigt", kritisieren Landrat und B├╝rgermeister. Auch sei mit dem Beschluss, das Logistikzentrum in Wilhelmshaven aufzubauen, eine Entscheidung gegen den Kreis Ahrweiler und dessen Kreisstadt getroffen worden.

Gerade der AW-Kreis sei in den vergangenen Jahren von erheblichen Ver├Ąnderungen betroffen worden, so der Schlie├čung des "Regierungsbunkers" in Marienthal, der Schlie├čung von Kulturamt und Amtsgericht in Adenau sowie der Stra├čenmeisterei Altenahr oder von den Auswirkungen des Bonn-Berlin-Umzugs.

Der erneute Verlust von Arbeitspl├Ątzen und Kaufkraft stelle den Kreis Ahrweiler und vor allem die direkt betroffenen Kommunen vor weitere Probleme. F├╝r Kreis und Kommunen gelte es nunmehr erneut, "Kr├Ąfte zu b├╝ndeln, Alternativen f├╝r die Bev├Âlkerung zu entwickeln und umzusetzen, kurzum, ┬┤Konversion┬┤ zu betreiben", hei├čt in dem gemeinsamen Papier nach Mainz weiter. Die damit verbundenen Belastungen d├╝rften nicht den betroffenen Kreisen und Gemeinden alleine ├╝berlassen werden.

Zwar habe sich Kurt Beck bei der Bundeswehrreform f├╝r den Erhalt der Bundeswehrstandorte im Kreis Ahrweiler eingesetzt, wof├╝r die vier Politiker dem Ministerpr├Ąsidenten dankten. Dennoch h├Ątten die vorgebrachten Sachargumente und der Hinweis auf die "Vorleistungen" nicht das erhoffte Ergebnis gebracht.

Im Rahmen des Landesprogramms unter dem Schlagwort "Konversion - Chancen f├╝r zivile Nutzung" seien mittlerweile mehr als zwei Milliarden Mark investiert worden. Dabei liege der Schwerpunkt auf ehemaligen Bundeswehr-Gro├čstandorten wie dem Flughafen Hahn. Kleinere Standorte d├╝rften dabei aber nicht au├čen vor bleiben, fordern Pf├Âhler, Flohe, Denn und Romes von Ministerpr├Ąsident Beck.



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 29.03.2001

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