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Jetzt sollen die historischen Wandmalereien restauriert werden

Apollinariskirche Remagen besichtigt - Landrat Pföhler: Weitere 20.000 Mark für ein "herausragendes kulturhistorisches Bauwerk"

Die Restaurierung der Apollinariskirche Remagen schreitet voran. In diesem Jahr sind weitere Arbeiten an der Außenfassade und im Kircheninnern geplant. Über Einzelheiten ließ sich jetzt Landrat Dr. Jürgen Pföhler bei einem Ortstermin unterrichten.

Dabei bezeichnete Pföhler den erneuten Zuschuss des Kreises Ahrweiler als "wichtigen Beitrag für den Erhalt eines herausragenden kulturhistorischen Bauwerkes". Dem Kulturdenkmal Apollinariskirche komme eine solch hohe und überregionale Bedeutung zu, dass der Kreis trotz seiner angespannten Haushaltslage hier freiwillig helfe, sagte Dr. Pföhler bei der Besichtigung.

Dieses Jahr stehen 20.000 Mark aus dem Kreishaushalt bereit. Insgesamt wurden damit seit 1986 knapp 600.000 Mark aus der Ahrweiler Wilhelmstraße für die Remagener Kirche überwiesen.

Im Rahmen der Innensanierung geht es jetzt um die Wandmalereien. Zunächst steht eine Untersuchung der historischen Farbigkeit an. Anschließend werden diese Kunstwerke restauriert, wie die Experten des Landesamtes für Denkmalpflege in Mainz vor Ort erklärten. Dabei handelte es sich um Professor Dr. Wolfgang Brönner, Dr. Ulrich Kerkhoff und Dr. Paul-Georg Custodis. Weitere Gesprächsteilnehmer waren der Guardian der Apollinariskirche Remagen, Pater Christoph Mingers, Architekt Karl Josef Ernst (Zülpich) sowie der zuständige Abteilungsleiter der Kreisverwaltung, Helmut Kniel.

Die Sanierung der Apollinariskirche Remagen läuft seit 1986. Bisher wurde das Außenmauerwerk restauriert, in den Jahren 1995 und 96 das Dach und zusätzlich seit 1997 das Kircheninnere. An den Kosten von bislang rund 5,8 Millionen Mark beteiligen sich der Bund, das Land Rheinland-Pfalz, das Bistum Trier, die Kölnische Franziskanerprovinz in Düsseldorf als Träger der Kirche einschließlich einem Förderverein, der Kreis Ahrweiler und die Stadt Remagen.

Bei der St. Apollinariskirche Remagen handelt es sich um eine neugotische Wallfahrtskirche, die von 1839 bis 1843 errichtet wurde. Das Landesamt für Denkmalpflege bezeichnet die Kirche als den "wohl prominentesten neugotischen Sakralbau am Rhein".

Am 27. und 28. April befasst sich ein Kolloquium mit der Baugeschichte und der Denkmalpflege der Kirche. Für diese großangelegte Veranstaltung kündigt das Landesamt für Denkmalpflege rund 20 Vorträge, Führungen und sonstige Programmpunkte an. Tagungsort ist die Fachhochschule RheinAhrCampus in Remagen.

 

Hinweis an die Zeitungen: Zu diesem Artikel haben Sie ein Foto erhalten (Vollrath).



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 29.03.2001

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