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Wissen und Wandern in den Wäldern des AW-Kreises

"Historische Straße": Landrat Dr. Pföhler stellt neue Routen vor - Dank an Rudolf Leisen - Idee der Kreis-Landespflege in die Tat umgesetzt

Im Herzen des Kreises Ahrweiler sind drei neue Wanderwege entstanden, wobei jede einzelne Etappe Einheimischen wie Gästen dreierlei vermittelt: historisches Wissen und ökologische Zusammenhänge - und dies gepaart mit einem unmittelbaren Naturerlebnis. "Historische Straße" heißt das Gesamtprojekt zwischen Ramersbach, Schalkenbach, Heckenbach und Ahrweiler.

"Diese Idee der Landespflege vereint mehrere Sichtweisen und läuft vor allem über kommunale Grenzen hinweg", äußerte sich Landrat Dr. Pföhler "sichtlich stolz über diese Initiative der Kreisverwaltung Ahrweiler." Pföhler sagte dies bei der Vorstellung des "Eisenweges", der zwischen Ahrweiler und Ramersbach angelegt ist. Diesen Teilabschnitt der Historischen Straße präsentierte Landrat Pföhler jetzt gemeinsam mit Vertretern der beteiligten Gemeinden und Institutionen.

Zugleich wurde der "Wacholderweg" in der Gemarkung Heckenbach vorgestellt. Und bereits im vergangenen Jahr wurde - als dritter im Bunde der thematischen Wanderwege - der "Köhler- und Loheweges" in Schalkenbach feierlich eröffnet.

Zum Eisenweg. Einen markanten, geschichtsträchtigen Ort entlang dieser zehn Kilometer langen Wanderstrecke hatten die Verantwortlichen für die Präsentation ausgesucht: die römische Eisenschmelze oberhalb des Stadtgebiets. Dort, im Wald zwischen Ahrweiler und Ramersbach, wurde bereits in römischer Zeit Eisenerz nahe der Erdoberfläche abgebaut - unter anderem auf dem "Breiten Kopf", einem lang gezogenen Bergrücken. Etwa 100 Meter weiter unterhalb dieser Stelle verhütteten unsere Vorfahren den gewonnenen Rohstoff in der Eisenschmelzanlage.

Die Anlage wurde in den 1960er Jahren ausgegraben und teilweise wieder aufgebaut. In der ehemaligen Zisterne hat sich ein Tümpel gebildet, in dem seltene Amphibien wie beispielsweise der Fadenmolch ihren Lebensraum gefunden haben. "Die römische Eisenschmelze ist gewiss der touristische Höhepunkt des zehn Kilometer langen Eisenweges", fasste Dr. Pföhler die Bedeutung dieses Platzes zusammen.

Die Historische Straße stellt ein Gemeinschaftsprojekt dar. Sie wurde von der Kreisverwaltung Ahrweiler geplant und zusammen mit Kommunen und Dienststellen in die Tat umgesetzt. Als Mitakteure zeichneten verantwortlich die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, die Verbandsgemeinde (VG) Brohltal und die Ortsgemeinde Schalkenbach, die VG Altenahr und die Ortsgemeinde Heckenbach sowie die Forstämter Adenau und Ahrweiler. Finanzielle Zuschüsse kamen auch vom Land Rheinland-Pfalz.

"Die Planung wurde intensiv begleitet und unterstützt durch den bekannten Heimatforscher Rudolf Leisen aus Ramersbach", nannte Landrat Pföhler einen aktiven Befürworter und Unterstützer des Projekts. Mit zahlreichen Fachkenntnissen und persönlichem Engagement

habe Rudolf Leisen geholfen, dieses Vorhaben zu verwirklichen.

Eine kostenlose Broschüre informiert über alle Einzelheiten der Historischen Straße. Noch ein Tipp vorab: Am Samstag, 5. Mai, wird der Eisenweg offiziell mit einer Veranstaltung eingeweiht.

 

Hinweis an die Zeitungen: Zu diesem Artikel empfiehlt sich ein Foto vom Termin 5. April 2001, 14.00 Uhr, an der römischen Eisenschmelze.



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 05.04.2001

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