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Neues Wohngeldgesetz führt zu zahlreichen Rückfragen

Freibetrag für allein Erziehende entfällt und für Schwerbehinderte geändert

Wegen zahlreicher Rückfragen zur Umstellung beim Wohngeld geht die Kreisverwaltung Ahrweiler in einer Pressemeldung auf Einzelheiten zu diesem Thema ein. Beim Wohngeld hat der Bundesgesetzgeber die Miet- beziehungsweise Belastungshöchstbeträge sowie die Wohngeldsätze zum 1. Januar erhöht.

Wohngeld, das Mieter und Eigenheimbesitzer in Anspruch nehmen können, wird auf Antrag gewährt. Die Anträge sind erhältlich bei der Kreisverwaltung oder der zuständigen Verwaltung der Städte und Verbandsgemeinden. Bezieher von laufendem Wohngeld müssen nach dem neuen Gesetz für die Berechnung des Zuschusses einen Erhöhungsantrag stellen.

Durch die neue Gesetzgebung haben sich unter anderem folgende Änderungen ergeben: Unterhaltsverpflichtungen können künftig in voller Höhe vom Einkommen abgezogen werden, wenn eine notariell beurkundete Unterhaltsvereinbarung, ein Unterhaltstitel oder ein Bescheid vorliegt. Freiwillige Unterhaltszahlungen können nur in der gesetzlich festgelegten Höhe abgezogen werden.

Nach dem neuen Wohngeldgesetz wird der Schwerbehindertenfreibetrag seit 1. Januar 2001 nur noch für Personen gewährt, deren Grad der Behinderung 100 Prozent beträgt, oder wenn die Person häuslich pflegebedürftig ist. Der Freibetrag für allein Erziehende entfällt.

Personen, die vom Einkommen nur Beiträge zu einer Kranken- und Pflegeversicherung oder nur Beiträge zu einer Rentenversicherung entrichten, wird ein pauschaler Abzug von zehn Prozent des Jahreseinkommens gewährt.

Für Bezieher von laufendem Wohngeld entfällt das Erinnerungsschreiben zum Beantragen des Wohngeldes. Dieses Schreiben wurde bisher zwei Monate vor Ablauf des Bewilligungszeitraumes versandt. Die Wohngeldempfänger müssen daher selbst darauf achten, wann der Zeitraum abläuft. Der Wiederholungsantrag muss rechtzeitig gestellt werden, und zwar zwei Monate vor Ablauf des Bewilligungszeitraumes bei der Kreis- oder der kommunalen Verwaltung. Für weitere Informationen stehen die Mitarbeiter der Kreisverwaltung Ahrweiler (Wohngeldstelle) gerne zur Verfügung: Ruf 02641/975- 433, -434 und -454.



Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 26.04.2001

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