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Neuer Kreisjagdbeirat bis 2006 konstituiert

Landrat lobt ehrenamtlichen Einsatz - Dieter Stich weiter an der Spitze -Rotwildbestand zu hoch

Der neue Kreisjagdbeirat f├╝r den Kreis Ahrweiler um den alten und neuen Vorsitzenden Dieter Stich aus Sinzig steht offiziell fest. Das 15 Mitgliedern plus Stellvertreter umfassende Gremium traf sich jetzt zu seiner konstituierenden Sitzung in der Kreisverwaltung, wo Landrat Dr. J├╝rgen Pf├Âhler mit den Amtsinhabern sprach.

Der Kreisjagdbeirat stelle eine "unerl├Ąssliche Hilfe" f├╝r die Kreisverwaltung Ahrweiler als Untere Jagdbeh├Ârde dar, richtete Pf├Âhler einen "ausdr├╝cklichen Dank" an den Vorsitzenden und Kreisjagdmeister Dieter Stich und seine Kollegen. Alle seien ehrenamtlich aktiv, unterstrich der Landrat.

Die Jagd stehe im Spannungsfeld zwischen Hege einerseits sowie der Verantwortung f├╝r Mensch und Umwelt andererseits, fuhr Pf├Âhler fort. Im Kreis Ahrweiler mit seiner ├╝berdurchschnittlich hohen Walddichte von 52 Prozent nehme das Jagdwesen einen hohen Stellenwert ein.

Bei dieser ersten Sitzung des Beirates wurden die Abschuss-Ergebnisse des vergangenen Jagdjahres und die Abschuss-Festsetzungen f├╝r das neue Jagdjahr beraten. Bei den Abschusspl├Ąnen f├╝r Rotwild waren sich die Beteiligten einig, dass der Rotwildbestand immer noch deutlich ├╝ber der zul├Ąssigen Wilddichte liegt. Dies gelte insbesondere f├╝r das Rotwild-Kerngebiet um Heckenbach und Kesseling bis in den Adenauer Raum. Erneut hohe Abschusszahlen wurden f├╝r jene Jagdbezirke beschlossen, in denen das waldbauliche Betriebsziel gef├Ąhrdet ist, weil das Rotwild Verbiss- und vor allem Sch├Ąlsch├Ąden verursacht.

Wegen der nach wie vor bestehenden Schweinepestgefahr sei ein intensives Bejagen des Schwarzwildes, insbesondere der Frischlinge und ├ťberl├Ąufer, dringend geboten, hie├č es weiter. Die Jagdexperten appellierten an die J├Ąger im Kreis Ahrweiler, angesichts der "mittlerweile entspannten, aber noch nicht bereinigten Situation von BSE sowie der Maul- und Klauenseuche alles zu tun, damit unzul├Ąssige F├╝tterungspraktiken in den Revieren unterbleiben."

Der Kreisjagdbeirat ist f├╝r die n├Ąchsten f├╝nf Jahre bis 31. M├Ąrz 2006 t├Ątig. Er setzt sich zusammen aus dem Kreisjagdmeister als Vorsitzendem und je zwei Vertretern aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft, den Jagdgenossenschaften, den Jagdschein-Inhabern, den Jagdp├Ąchtern und den anerkannten Naturschutzverb├Ąnden sowie je einem Vertreter der Gemeinden und der Eigenjagdbesitzer. Im AW-Kreis gibt es rund 1.000 Jagdschein-Inhaber sowie 300 Jagdp├Ąchter und Eigenjagdbesitzer.

 

Hinweis an die Zeitungen. Zu diesem Artikel erhalten Sie ein Foto. Bildunterzeile:

Ehrenamtlich f├╝r das Jagdwesen im Kreis Ahrweiler aktiv: Franz Leenen als Vertreter der Jagdgenossenschaften (stehend von links), Joachim Polch (f├╝r die Jagdscheininhaber), Albert Leuers, Christian Havenith und Dr. Ralf Rombach (alle drei Vertreter der anerkannten Naturschutzverb├Ąnde), Landrat Dr. J├╝rgen Pf├Âhler, Kreisjagdmeister und Vorsitzender Dieter Stich, Reinhard Sch├╝tz und Eugen Sch├Ąfer als Vertreter der Landwirtschaft, Eduard Ruhs (Kreisverwaltung) sowie Martin Kaiser und Hansj├Ârg Pohlmeyer als Vertreter der Forstwirtschaft; sitzend von links: Egon Seibert als Vertreter der Jagdp├Ąchter, Roderich Graf von Spee als Vertreter der Eigenjagdbesitzer sowie der stellvertretende Kreisjagdmeister Rudolf Nohles.





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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 17.05.2001

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