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Der Kreis Ahrweiler, Boom-Branchen, Bonn und Berlin

Landrat Dr. Pföhler: Zehn Jahre nach dem Umzugsbeschluss lĂ€uft der Strukturwandel auf Hochtouren - Neue Herausforderungen liegen im Wettbewerb der Regionen - Der Mittelstand als RĂŒckgrat, das `Medicin Valley` als Vision

Zehn Jahre nach dem Berlin-Bonn-Beschluss befindet sich der Kreis Ahrweiler mitten im wirtschaftlichen Strukturwandel. Die damals befĂŒrchteten EinbrĂŒche konnten aufgefangen werden. Mehr noch: Der Kreis steht heute "auf grundsoliden, ja sogar neuen, innovativen Standbeinen", wie Landrat Dr. JĂŒrgen Pföhler bekrĂ€ftigt. Jetzt gelte es, sich den neuen Herausforderungen zu stellen und sich im Wettbewerb der Regionen zu behaupten.

Als Teil der Großregion Bonn könne der AW-Kreis "optimistisch nach vorne blicken und seine Zukunft aktiv gestalten." Die Medizintechnik und die modernen Informationstechnologien seien SchlĂŒsselbranchen fĂŒr die kommenden Jahre, sagte Landrat Pföhler bei der Bilanzpressekonferenz zehn Jahre nach dem Beschluss des Deutschen Bundestages vom 20. Juni 1991. Damals wurde mit Ă€ußerst knapper Mehrheit entschieden, dass Parlament und Kernbereiche der Regierung von Bonn nach Berlin umziehen.

 

Wie geht es weiter?

Die Bonn-Berlin-Gelder im Kreis Ahrweiler seien fast vollstĂ€ndig abgeflossen. Bei der Fertigstellung der noch anstehenden Ausgleichsprojekte gehe es in erster Linie um den Neubau des Arp-Museums in Remagen-Rolandseck als dem "ambitioniertesten Kulturprojekt in Rheinland-Pfalz und in der Ausgleichsregion", den Bau des Technologieparks Grafschaft sowie den Aufbau des Innovations- und GrĂŒnderzentrums Sinzig (IGZ).

Beim Technologiepark Grafschaft sei das grĂŒne Licht fĂŒr den Autobahnanschluss gekommen. Die Bauarbeiten sollen bereits kommenden Monat beginnen. "Wir wollen dort echte Boom-Branchen fĂŒr die Zukunft ansiedeln", freut sich Landrat Pföhler ĂŒber Betriebe unter anderem aus der Biotechnologie und der Medizintechnik.

Bei der ersten Gesellschafterversammlung des IGZ Sinzig, die in diesen Tagen stattfand, sei die Auswahl der Architekten besprochen worden. Von 25 angemeldeten seien sechs ArchitektenbĂŒros in der engeren Auswahl. FĂŒr Anfang Oktober werde ein Vorentwurf erwartet, im kommenden Jahr soll das GebĂ€ude in Sinzig stehen.

Die Gewerbegebiete im Kreis Ahrweiler, die teilweise ĂŒber den Ausgleich finanziert worden seien, verbuchten insgesamt eine gute Auslastung. Zwei Beispiele: Im Gewerbepark Remagen-SĂŒd sei mittlerweile der zweite Bauabschnitt weitgehend belegt. Und Brohltal-Ost sei nötig geworden, weil das Gewerbegebiet "Scheid" in Niederzissen vollstĂ€ndig belegt sei; Brohltal-Ost bezeichnet Dr. Pföhler ĂŒbrigens als "Musterbeispiel eines gemeinsamen Gewerbepark-Projektes von mehreren Ortsgemeinden".

Die kreiseigenen Förderprogramme: Der Kreis Ahrweiler unterstĂŒtze den Bereich seines Gebietes, den die Bonn-Berliner Ausgleichsgelder nicht abdecken, mit dem eigenen "Zinszuschussprogramm AW-West". Dieses 5,5 Millionen Mark schwere Förderpaket laufe bis 2004. Derzeitiger Stand: 74 Bewilligungen erteilt, Kreditvolumen 9,4 Millionen Mark, Investitionsvolumen 72 Mio Mark, 140 ArbeitsplĂ€tze geschaffen. Pföhler: "Gemeinsam mit dem seit Januar 2001 laufenden Förderprogramm `Innovativer Fremdenverkehr` stĂ€rken wir damit die Wirtschaftskraft des Kreises und den lĂ€ndlichen Raum dauerhaft und nachhaltig."

Dass der Kreis Ahrweiler "attraktiv war und ist und absolut gesund dasteht", beweist fĂŒr den Landrat ein Blick auf die Bevölkerungszahl. Der Kreis verbuche seit 1991 (rund 117.000 Einwohner) einen Zuwachs um 12.000 auf derzeit rund 129.000 Menschen. Dr. Pföhler: "Das bedeutet in zehn Jahren einen Nettozuwachs, der in der GrĂ¶ĂŸenordnung der gesamten Verbandsgemeinde mit der Stadt Bad Breisig liegt."

Weitere Positiv-Indikatoren: Die Dynamik der BetriebsneugrĂŒndungen zeichne fĂŒr den Kreis Ahrweiler ein Ă€ußerst positives Bild. Von 1991 bis 1998 ĂŒbertraf die Zahl der Gewerbeanmeldungen die der Abmeldungen um 49,8 Prozent. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig BeschĂ€ftigten habe zwischen 1991 und 1998 konstant um 1,8 Prozent auf 28.200 zugenommen - und das in einem Zeitraum, in dem die Bundesrepublik Deutschland ihre bislang schwerste Arbeitsmarktkrise durchgemacht habe. Und die Investitionsfreudigkeit der Wirtschaft sei daran erkennbar, dass in den vergangenen Jahren mehr als eine Milliarde Mark privat und öffentlich investiert wurden. Noch einmal die gleiche Summe soll bis 2005 investiert werden, sagte Landrat Dr. Pföhler.

Das Pilotprojekt "Gesundheits- und Fitnessregion" befinde sich nach dem Übergang von Koordinator Maternus Fiedler auf die Tourismus & Service GmbH (TSG) in der nĂ€chsten Phase. Viele Ideen seien realisiert (Ansiedlung des Forschungsinstituts der Arzneimittelbranche in Sinzig, Einrichtung des Deutschland-weit einzigen "Studien- und Forschungsinstituts Wein, LebensqualitĂ€t und Gesundheit", das Projekt "QualitĂ€tsmanagement in Hotellerie und Gastronomie", mehrere thematische Wanderrouten, das "Dorf der offenen Höfe" in Gelsdorf oder das Sportangebot der Vereine fĂŒr GĂ€ste). Jetzt gelte es, den Blick nach vorne zu richten. Ein Schwerpunkt mĂŒsse auf dem Außenmarketing liegen - unter anderem ĂŒber die neue Dachmarke "WohlSein 365" oder Multimedia- und Internetvorhaben.

Der Kreis brauche solche Ideen dringend, um die EinbrĂŒche bei den GĂ€stezahlen, die vor allem die Gesundheitsreform im Kurwesen verursacht hĂ€tten, aufzufangen, erklĂ€rte Dr. Pföhler.

 

Rechtzeitig fĂŒr die Zeit nach 2004 positionieren

Der Ausgleichsvertrag des Bundes mit der Region ende am 31. Dezember 2004. Pföhler: "Die Region muss weiter zusammenwachsen und die LĂ€ndergrenze zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ĂŒberspringen. Wir mĂŒssen uns rechtzeitig positionieren, um unsere regionalen Interessen auch fĂŒr die Zeit nach Auslauf des Bonn-Berlin-Ausgleichs zu bĂŒndeln, beispielsweise durch einen regionalen Kooperationsvertrag."

Die Region mĂŒsse ihre Zusammenarbeit aber weiter ausbauen. Ansatzpunkte fĂŒr eine solche regionale Kooperation sieht Dr. Pföhler insbesondere in folgenden Bereichen: ÖPNV: In diesen Tagen wurde die Durchbindung der Ahrtalbahn bis Bonn mit einer Eröffnungsfahrt gefeiert; FahrgĂ€ste mĂŒssen nicht mehr in Remagen umsteigen. Die Anbindung an den Flughafen Köln/Bonn wird verfolgt.Dies wĂŒrde einen erheblicher Standortvorteil auch fĂŒr den Kreis Ahrweiler bedeuten. Wissenschaft: Die Zusammenarbeit der Fachhochschule Remagen, der FH Rhein-Sieg und die Uni Bonn schreitet voran. Einzelhandel: Der Regionale Arbeitskreis (rak), dem die Stadt Bonn sowie die Kreise Rhein-Sieg und Ahrweiler angehören, hat ein Einzelhandels- und Zentrenkonzept in Angriff genommen. Ziel: die Sicherstellung der Versorgung in den InnenstĂ€dten sowie die wohnortnahe Versorgung im lĂ€ndlichen Raum. Erste konkrete Handlungsempfehlungen fĂŒr die Politik werden fĂŒr kommenden Herbst erwartet. Wohnungsmarkt: Eine Untersuchung des rak zeigte, dass in der Region ein erheblichen Bedarf an FlĂ€chen fĂŒr den Wohnungsbau besteht. Bei der FlĂ€chenauswahl sollen ökologische Kriterien und die Anbindung an die Schiene berĂŒcksichtigt werden. Im AW-Kreis fĂŒhrte die Wohnungsmarktuntersuchung zu 145 Hektar zusĂ€tzlicher WohnbauflĂ€chen. Ein in diesem Rahmen initiierter Architektenwettbewerb prĂ€mierte die meisten GebĂ€ude im kleinsten Kreis, nĂ€mlich Ahrweiler (dort vier Auszeichnungen, jeweils drei in der Stadt Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis). Internet: Der regionale Internetauftritt mit imposanter Luftbildkarte gilt als vorbildlich (zu finden unter anderem in www.kreis.aw-online.de , Infos fĂŒr NeubĂŒrger). Eine Internet-Fortsetzung sei geplant. Regio Rheinland: Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss der StĂ€dte Köln und Bonn sowie der umliegenden Kreise, um regionale Planungen zu koordinieren. Der Kreis Ahrweiler hat Gaststatus.

Dies stellen fĂŒr den Ahrweiler Landrat gemeinsame Aufgabenfelder fĂŒr die kommenden Jahre dar.

 

Der Bund und die Region

Was muss der Bund fĂŒr die Zukunft tun? "VerlĂ€sslich sein und Wort halten", antwortet der Ahrweiler Landrat und nennt ein Beispiel: den Umzug der KassenĂ€rztlichen Vereinigung, der in den HĂ€nden der Bundesgesundheitsministerin liege. Pföhler: "Es kann doch nicht sein, dass der Bund mit der rechten Hand Ausgleichsgelder zahlt - auch mit der Ausrichtung auf den Gesundheitssektor - und mit links den Umzugstross von InteressenverbĂ€nden in Richtung Berlin in Gang setzt."

Die VerlÀsslichkeit und die Sicherheit, dass alle im Rahmen des Bonn-Berlin-Ausgleichs gegebenen Zusagen vollstÀndig eingehalten werden, sei die wesentliche Voraussetzung zum Erhalt bestehender und zur Schaffung neuer ArbeitsplÀtze als Ausgleich der Sonderbelastungen, "die unsere Region durch den Regierungsumzug erfÀhrt."

Jedes RĂŒtteln an den getroffenen Vereinbarungen verunsichere die Menschen und mögliche Investoren. Pföhler: "Wir wollen kein neues Gesetz und wir wollen keine zusĂ€tzlichen Ausgleichsmittel. Geld ersetzt keine Institutionen. Finanzspritzen sind irgendwann aufgebraucht. Was langfristig zĂ€hlt, sind ArbeitsplĂ€tze."

Zur Zukunft der Strukturförderungsgesellschaft Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (SFG). Dr. Pföhler fordert eine klare Definition zu Inhalt und Abgrenzung der SFG fĂŒr die Zeit nach 2004. Die Hauptausrichtung könne in den Aufgabenfeldern Wissenschafts- und Innovationsmarketing, Regionalmarketing und Internationales Marketing liegen. Die ĂŒberregionale Wirtschaftsförderung mĂŒsse "professionell ablaufen und Hand in Hand gehen" mit den kreisweiten und den kommunalen AktivitĂ€ten. Was die SFG fĂŒr die Gesamtregion als Makrostandort in Gang setze, soll eine kreisweite Wirtschaftsförderung am Mikrostandort leisten. "Wir mĂŒssen uns frĂŒhzeitig positionieren", fordert Dr. Pföhler mit Blick auf wirtschaftliche RĂŒckschlĂ€ge durch die Gesundheits- oder die Bundeswehrreform.

 

Damals und heute

Pföhler blickt zurĂŒck: "Vor zehn Jahren stellte der öffentliche Dienst mit zahlreichen Ministerien in Bonn ein entscheidendes Fundament fĂŒr den Arbeitsmarkt auch im Kreis Ahrweiler dar. Fast jeder BĂŒrger im Kreisgebiet hat ein Familienmitglied oder kennt jemanden, der nach Berlin umsiedeln musste."

Heute und vor allem morgen hingegen seien Jobs in der Informations- und Kommunikationstechnik (IT-Branche), der Wissenschaft und eben der Medizin zu finden. Der Landrat fordert daher: "Wir haben unsere wirtschaftliche Zukunft teilweise selbst in der Hand. Wir mĂŒssen unsere Leute qualifizieren. Vor allem mĂŒssen wir unsere Kinder und Jugendlichen fit machen fĂŒr die Herausforderungen des Internet-Zeitalters."

"Unser traditionelles RĂŒckgrat bildet nach wie vor der Mittelstand mit seinem gesunden Branchenmix, der den ĂŒberwiegenden Teil aller ArbeitsplĂ€tze schafft", stellt Dr. Pföhler klar. "Und das ist gut so. Denn dadurch können konjunkturelle Schwankungen besser aufgefangen werden, als wenn wir von Monopol- oder Großindustriestrukturen abhĂ€ngig wĂ€ren." Mit Blick auf Ausbildungs- und ArbeitsplĂ€tze sowie die heimische Wirtschaftskraft von morgen mĂŒssten die mittelstĂ€ndischen Unternehmen daher nachhaltig unterstĂŒtzt werden.

 

Nicht ohne Blessuren ĂŒberstanden

Der Kreis Ahrweiler habe jene "emotional gefĂ€llte Bundestagsentscheidung" (Pföhler) von 1991 nicht ohne Blessuren ĂŒberstanden. Als ein Indiz fĂŒhrt der AW-Landrat die Arbeitslosenquote an, die im Kreis zum Jahresende 1991 bei knapp fĂŒnf Prozent und Ende 2000 bei 6,6 Prozent lag. "Allerdings liegen wir mit diesen 6,6 Prozent immer noch deutlich unter dem Landes- und vor allem unter dem Bundesdurchschnitt."

Und: Anfang der 90er Jahre galt immerhin mindestens ein Viertel der 46.000 BeschĂ€ftigten im AW-Kreis als vom Umzug betroffen; neben den BeschĂ€ftigten der Bundes- und Landeseinrichtungen waren darin auch diejenigen aus Botschaften, VerbĂ€nden oder betroffenen Handwerksbetrieben eingerechnet. Pföhler: "Der befĂŒrchtete Einbruch wurde gottseidank verhindert."

 

243 Millionen Mark fĂŒr den AW-Kreis

Der Bund habe fĂŒr die Gesamtregion Bonn 2,81 Milliarden Mark an Ausgleichsmitteln vorgesehen, die sich in sechs Blöcke unterteilten: Wissenschaft, Kultur, Wirtschaftsstruktur, Verkehr, Soforthilfe und GrundstĂŒcke. Der Anteil fĂŒr den kleinsten Partner, den AW-Kreis, betrage rund 243 Millionen Mark. Dies sei maßgeblich das Verdienst des verstorbenen damaligen Landrats Joachim Weiler, der die GrundzĂŒge des Vertrags mit ausgehandelt habe.

Der Betrag fĂŒr den AW-Kreis gliedert sich in folgende Ausgleichsprojekte: RheinAhrCampus Remagen: 185 Millionen Mark; Gewerbegebiete: Erwerb, Planung, Erschließung der Projekte in Remagen, Sinzig, Grafschaft-Gelsdorf, Kempenich, Spessart, Bad Breisig fĂŒr 26 Mio Mark; das wichtigste, noch ausstehende Projekt hier: der Techologiepark Grafschaft; Arp-Museum: 13 Mio Mark; Pilotprojekt "Gesundheits-und Fitnessregion": 710.000 Mark; Dienstleistungszentrum "Gesundheit und Fitness": 2,3 Mio Mark; Innovations- und GrĂŒnderzentrum Sinzig: 4,5 Mio Mark; Anteilig fĂŒr Marktananalysen, Maßnahmen der Wirtschaftsförderung und die SFG: 11 Mio Mark.

 

"FH Remagen als Flaggschiff"

Landrat Pföhler weiter: "Diese reinen Ausgleichsprojekte haben bislang rund 1.300 ArbeitsplĂ€tze im Kreis Ahrweiler geschaffen und gesichert. DarĂŒber hinaus sehe ich die Chance, uns mit anderen innovativen Ideen und Projekten als namhaften Standort der Medizintechnik in Rheinland-Pfalz zu etablieren." DafĂŒr gebe es "enorme Potentiale".

Im Einzelnen nennt der Landrat die FH Remagen - "unserem Flaggschiff des Strukturwandels" -, die Forschungsvereinigung der Arzneimittel-Hersteller in Verbindung mit dem Zentralinstitut Arzneimittelforschung in Sinzig, das IGZ Sinzig, den Technologiepark Grafschaft, die EuropĂ€ische Akademie fĂŒr TechnikfolgenabschĂ€tzung in Bad Neuenahr-Ahrweiler, das Pilotprojekt "Gesundheits- und Fitnessregion" sowie die zahlreichen Einrichtungen des Kur- und Gesundheitswesens im AW-Kreis. Pföhler: "Wir können ein echtes ÂŽMedicin ValleyÂŽ werden."

Und ĂŒber die noch zu grĂŒndende Wirtschaftsförderungsgesellschaft habe es der Kreis gemeinsam mit den Kommunen selbst in der Hand, "ein eigenes, professionelles und die Gemeinden ĂŒbergreifendes Planungs- und Vermarktungsinstrument auf die Beine zu stellen." Zwar könne die neue WFG "keine automatische Jobmaschine werden". Aber Pföhler erwartet "ein modernes Instrument der effizienten Firmenakquise und des professionellen Marketings fĂŒr unsern Kreis."

 

SolidaritÀt in der Region

Die damalige Bundestagsentscheidung habe die Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler noch enger als zuvor zusammengeschweißt. Diese Region spreche mit einer Stimme gegenĂŒber dem Bund als Verursacher des Umzugs von Parlament und Teilen der Regierung. Detailfragen wĂŒrden anschließend innerhalb der Region geklĂ€rt.

Landrat JĂŒrgen Pföhler: "Auf das Ausgleichsministerium des Bundes war und ist Verlass. Das gilt fĂŒr die gesamten vergangenen zehn Jahre." Ein Garant fĂŒr diese ZuverlĂ€ssigkeit sei Ministerialdirigent Klaus Westkamp aus dem zustĂ€ndigen Bundesbauministerium. Westkamp ist Leiter des Stabes des Beauftragten der Bundesregierung fĂŒr den Berlin-Umzug und den Bonn-Ausgleich.

Mehrere hochkarĂ€tige gemeinsame Projekte der Region hĂ€tten sich etabliert, so die Strukturförderungsgesellschaft Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (SFG) oder die Tourismus und Congress GmbH Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler - fĂŒr den Ahrweiler Landrat "zwei Vermarktungsinstitutionen von internationaler Schlagkraft".


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 15.06.2001

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