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Erste große Landrats-Rundreise führte durchs Adenauer Land

Dr. Pföhler nahm sich einen Tag Zeit - Betriebe klagen über Azubi-Mangel - Abschlussgespräch mit Bürgermeistern

Die wirtschaftliche Entwicklung in den Gemeinden und den direkten Kontakt zu den Menschen stellte Landrat Dr. Jürgen Pföhler in den Mittelpunkt seines ersten großangelegten Informationsbesuchs durch die Verbandsgemeinde Adenau. Diese Rundreise bildete den Auftakt zu weiteren Besuchen in den Städten und Verbandsgemeinden des AW-Kreises.

"Probleme und Ideen lassen sich vor Ort und in Ruhe einfach besser erörtern als am Telefon oder vom Schreibtisch aus", sagte Pföhler nach seinem rund achtstündigen Besuch im Adenauer Land, der ihn nach sieben Einzelstationen durch Gemeinden und Gewerbebetriebe am Abend zu einem Abschlussgespräch mit den Ortsbürgermeistern zusammenbrachte.

Eine Erkenntnis: Die Betriebe haben Probleme, Facharbeiter und vor allem Auszubildende zu finden. "Hier gibt es eindeutig mehr Angebote an Ausbildungsplätzen als Nachfragen", bestätigte Bürgermeister Hermann-Josef Romes. "Diese Entwicklung kann gefährlich werden", warnte Landrat Pföhler mit Blick auf Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze, "die gerade im ländlichen Raum eine enorme Schrittmacherfunktion haben". 60 Prozent aller Arbeitnehmer pendeln täglich aus der VG Adenau heraus zu ihren Arbeitsplätzen.

Und was können die Betriebe gegen den Azubi-Mangel tun? "Verstärkt in die Öffentlichkeit gehen und werben", schlug Dr. Pföhler einen möglichen Schritt vor. Insbesondere viele Handwerksbetriebe wollten ausbilden, was aber nicht bis an die breite Öffentlichkeit vordringe. Landrat Pföhler, der den Betrieb Rekofa, den Geflügelhof Haberecht (beide Antweiler) sowie das Unternehmen RoPi (Rolf Pitzen, Dümpelfeld, weltweiter Export von Klebemaschinen für Verpackungen) besichtigte, sagte zu, mit diesem Anliegen der Unternehmen auf die Industrie- und Handelskammer zuzugehen. Außerdem empfahl er die Internet-Lehrstellenbörse der IHK ( www.ihk-koblenz.de ; unter "Börsen").

Bürgermeister Hermann-Josef Romes lobte die "ausgezeichnete Zusammenarbeit" zwischen dem Kreis Ahrweiler und der Verbandsgemeinde Adenau. Ein Beispiel von mehreren: Die neue Außenstelle der Kfz-Zulassung des Kreises in Adenau boome. Bereits fünf Monate nach dem Start dieses neuen Bürgerservice mussten die Öffnungszeiten wegen des starken Besucherandrangs erweitert werden, erklärten Dr. Pföhler und Romes.

Bei der ersten Landrats-Rundreise durch eine Verbandsgemeinde standen Ortsbegehungen und Gespräche mit Bürgern und Gemeindevertretern in Kaltenborn, Jammelshofen, Antweiler, Fuchshofen und Dümpelfeld auf dem Programm.

Bürgermeister Romes ging unter anderem auf die Agrarstrukturelle Entwicklungsplanung (AEP) ein, die in der VG Adenau Flächen deckend erstellt wurde und sich zurzeit in der Umsetzungsphase befindet. Die angepeilte Zielmarke: Konfliktpotentiale aufspüren und wenn möglich beheben, beispielsweise im Spannungsfeld zwischen dem Flächenbedarf der Landwirtschaft auf der einen sowie dem Gewässerschutz oder dem Flächenbedarf für Häuser, Gewerbe und Straßen auf der anderen Seite.

Beim abschließenden Gespräch mit den Ortsbürgermeistern in Dümpelfeld wurden dem Landrat Anliegen aus den einzelnen Gemeinden vorgetragen, beispielsweise zu Fördermöglichkeiten für Dorfgemeinschaftshäuser oder zu Straßenbaumaßnahmen.

 

Hinweis an die Zeitungen: Zu diesem Artikel erhalten Sie ein Foto. Bildunterzeile: Gruppenbild mit den Ortsbürgermeistern, dem Landtagsabgeordneten Walter Wirz und Bürgermeister Hermann-Josef Romes: Landrat Dr. Pföhler informierte sich in der Verbandsgemeinde Adenau.





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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 21.06.2001

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