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Die Sinziger Linde kann doch erhalten werden

Landrat Dr. Pföhler: "Endgültige und positive Klarheit" - Drittes Gutachten liegt vor

Die Sinziger Linde kann erhalten werden, wenn bestimmte Sanierungsmaßnahmen vorgenommen werden. Zu diesem Ergebnis kommt ein Obergutachten, das die Kreisverwaltung Ahrweiler in Auftrag gegeben hatte und das jetzt vorliegt.

Landrat Dr. Jürgen Pföhler zeigte sich "erleichtert, dass wir dieses wichtige Naturdenkmal erhalten können". Das Geld für die Gutachten habe sich bezahlt gemacht. Der Landrat: "Jetzt haben wir endgültige und positive Klarheit." Zugleich richtet Dr. Pföhler einen "Dank an die Sinziger Bürgerinnen und Bürger sowie den Förderverein, die uns helfen wollen".

Die Sanierungsarbeiten werden nach Angaben der Kreisverwaltung in nächster Zeit in Auftrag gegeben. Die Arbeiten sollen in Zusammenarbeit mit dem "Förderverein Naturdenkmal Sinziger Linde" laufen.

Bisher lagen zwei Gutachten von Sachverständigen vor, die sich in entscheidenden Punkten widersprachen. Ein Gutachter kam zu dem Schluss, der mehr als 400 Jahre alte Baum müsse "gefällt werden" - ein zweiter Sachverständiger hielt das Naturdenkmal ohne besondere Sanierungsmaßnahmen für "erhaltungsfähig". Die Kreisverwaltung wollte die Winterlinde wegen ihrer hohen Bedeutung als Naturdenkmal für den Kreis Ahrweiler und als Wahrzeichen für die Stadt Sinzig erhalten, wenn die Sicherheit von Fußgängern und des Verkehrs gewährleistet werden kann.

 

Die Fakten des jetzigen Obergutachtens: Die Lebenserwartung des Baumes liege bei noch 30 bis 50 Jahren. Sein Erhalt und seine Verkehrssicherheit seien möglich, wenn Folgendes geschehe: Standortverbesserung durch Bodenbelüftung und Düngung; Ersatz der alten Stahlseil-Anbindungen durch neue Schlinggurt-Verbindungen, welche die Statik der Krone sichern und nicht ins Holz einwachsen; Einbau von weiteren drei Aststützen, um das Gewicht der Hauptäste von unten zu stützen; Entfernung des teerartigen Schutzanstrichs im Stamm und den Großastansätzen sowie Entfernung des durchgefaulten Holzanteils unter dem Anstrich; Entfernung der funktionslosen Rohreisenverbindung (das Holz, in dem das Eisen steckt, ist weggefault); Schnitt der Krone durch Entfernung eines Teils der Fein- und Schwachholzäste, um die Krone zu entlasten und den Widerstand bei Sturm und Schnee zu reduzieren; Einkürzen eines abgestützten Astes.

Der Baum werde nach diesen Arbeiten nur geringfügig anders aussehen als bisher. Er behalte seinen Charakter und bleibe Stadtbild prägend, heißt es in dem Obergutachten.

(Bereits am 26.06.2001 erschienen)



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 28.06.2001

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