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Die Caritas als "unverzichtbarer Partner des Kreises Ahrweiler"

Landrat Pföhler erhielt erstes Exemplar des neuen Jahreberichtes - Kreiszuschuss von 240.000 Mark - Schwangerenberatung, Netzwerk "Frau und Familie in Not" und Psychosoziale Beratungsstelle besprochen

Der Caritasverband stellt für den Kreis Ahrweiler einen festen Partner dar, dessen Leistungen in der Altenhilfe sowie in der Sozial- und Beratungsarbeit unverzichtbar sind. Dies sagte Landrat Dr. Jürgen Pföhler nach einem Gespräch mit der Führung des Caritasverbandes für die Region Rhein-Mosel-Ahr e.V.

Pföhler, der das erste Exemplar des Caritas-Jahresberichts 2000 von Regionaldekan Helmut Schmidt erhielt, unterstrich die Notwendigkeit, "dass Politik und Caritas auch in Zukunft eng zusammenarbeiten müssen." Der Grund: "Wir müssen alles daran setzen, den Sozialsektor zu stabilisieren. Gerade in der präventiven Arbeit leistet die Caritas wertvolle Dienste, wie der Jahresbericht zeigt." Solidarität und Mitgefühl mit den Schwachen müssten "feste Größen unserer Gesellschaft bleiben", forderte der Landrat.

Im Mittelpunkt dieser mehrstündigen Unterredung standen drei Themen: die Schwangerenberatung, das Netzwerk "Frau und Familie in Not" sowie die Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle für Abhängige. Diese drei Caritas-Projekte unterstützt der Kreis Ahrweiler mit jährlich rund 240.000 Mark.

Nachdem die Katholische Kirche aus der Schwangeren-Konfliktberatung ausgestiegen ist, betreibt die Caritas die "Katholische Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen" in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Für diese Stelle fließt im Jahr 2001 ein Kreiszuschuss von 33.500 Mark. Im Jahr 2000 seien 246 Frauen zum ersten Mal zur Beratung in die Ahrweiler Gartenstraße gekommen, berichtete Geschäftsführerin Wanda Schoenfelder. Die meisten dieser Frauen seien von Frauenärzten an die Caritas verwiesen worden.

Landrat Pföhler und die Caritas-Spitzen waren sich darin einig, dass die Caritas-Beratungsstelle nicht als Konkurrenz zu "Donum Vitae" gesehen werden solle, die ebenfalls als Ansprechstelle für schwangere Frauen fungiert und neben Schwangerenberatung auch Konfliktberatung anbietet. Beide Anlaufstellen seien wichtige und zuverlässige Partner für schwangere Frauen, bekräftigte Dr. Pföhler.

Das Netzwerk "Frau und Familie in Not" wurde nach den Worten des Landrats mit Hilfe des Kreises Ahrweiler im vergangenen Jahr von einem Modellprojekt zu einer Dauereinrichtung. Der Kreiszuschuss habe im Vorjahr 82.500 Mark betragen, erklärte Pföhler. Wanda Schoenfelder nannte drei Problemschwerpunkte, die sich bei 241 Klientenkontakten im Jahr 2000 für Frauen und Familien heraus kristallisierten: Trennungssituationen, Gewalterfahrung oder akute Gewaltsituationen sowie "Überforderungssituationen", die durch eine Mehrfachbelastung bedingt seien.

Eine stetig steigende Nachfrage registriere die Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle für Abhängige, hieß es weiter. Im Jahre 2000 seien 569 Klienten gezählt worden. Der Beratungsbedarf für alkoholauffällige Kraftfahrer sei gestiegen. Dieser Aufgabenbereich, den der Kreis mit einem Jahreszuschuss von 122.000 Mark unterstützt, steht für suchtkranke und suchtgefährdete Menschen zur Verfügung. In Einzel-, Paar-, Familien- und Gruppengesprächen werden Probleme mit Alkohol, Medikamenten, Drogen oder Essstörungen aufgearbeitet.

Der Caritasverband für die Region Rhein-Mosel-Ahr e.V. versteht sich als größter Wohlfahrtsverband in den Kreisen Ahrweiler und Mayen-Koblenz. Ein umfassendes Bild aus den drei Geschäftsstellen Ahrweiler, Andernach und Mayen zeichnet der Jahresbericht 2000, der unter dem Motto steht: " ... und die Armen?"

Regionalgeschäftsführer Werner Steffens sieht im Caritas-Bericht, den Eberhard-Thomas Müller aus Burgbrohl redaktionell betreut hat, ein geeignetes Medium, "um unsere Arbeit transparenter machen und gleichzeitig das Profil der einzelnen Geschäftsstellen klar herausstellen." - Info, auch zum Jahresbericht 2000: Caritasgeschäftsstellen Ahrweiler (Ruf 02641/759860), Andernach (Ruf 02632/25020) und Mayen (Ruf 02651/98690).

 

Hinweis an die Zeitungen: Zu diesem Artikel erhalten Sie in Foto. Bildunterzeile:

Caritas-Vorstand, Kreis-Spitzen und der neue Jahresbericht: Klaus Kniel, Dezernent für Jugend, Soziales und Gesundheit der Kreisverwaltung Ahrweiler, (v.l.n.r.), Hedi Thelen, Klaus Fickler, Dr. Alexander Saftig, Uwe Sengelhoff, Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Eberhard-Thomas Müller, Wanda Schoenfelder, Werner Steffens, Regionaldekan Helmut Schmidt und Werner Unkelbach.





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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 05.07.2001

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