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Die ersten Gelder für die Vereine fließen

Fördertopf ist angezapft - Zuschüsse nach Remagen, Kesseling und Walporzheim - Landrat Pföhler appelliert: "Weitere Anträge einreichen"

Eine mobile, luftgefüllte Großmatte zum Bodenturnen, drei Rhönräder für Kinder und Jugendliche, ein neues Zelt für die Jugendfeuerwehr sowie die Sanierung eines Vereinsheims. Für diese Projekte erhalten vier Vereine aus dem Kreis Ahrweiler jetzt Geld. Geld aus dem neuen kreiseigenen Förderprogramm für Vereine und das Ehrenamt. Landrat Dr. Jürgen Pföhler überreichte die entsprechenden Bewilligungsbescheide jetzt persönlich an die Vorstandsmitglieder der Clubs.

"Sehr gut angelaufen" sei die neue Förderinitiative, äußerte sich Landrat Pföhler sichtlich zufrieden und ergänzte: "Wir wollen damit mehrere Ziele erreichen. Wir wollen den Vereinen im Kreis Ahrweiler auf einer möglichst großen Bandbreite helfen, indem wir ihnen finanziell unter die Arme greifen. Und wir wollen den ehrenamtlich Tätigen danken und ihnen zugleich einen Motivationsschub für die Zukunft geben."

Die Vereine könnten gerne weitere Anträge bei der Kreisverwaltung einreichen, sagte Dr. Pföhler weiter. Die Förderung laufe gezielt ab und orientiere sich am konkreten Bedarf. Diesen Bedarf für konkrete Projekte haben die ersten Vereine, die jetzt einen Zuschuss aus dem Vereinsfördertopf des Kreises erhielten, nachgewiesen.

Je nach Vorhaben flossen unterschiedliche Beträge - insgesamt rund 7.300 Mark - an den Postsportverein Remagen, den Turnverein Remagen, den Kameradschaftsverein der Freiwilligen Feuerwehr Kesseling und die Karnevalsgesellschaft "Bunte Kuh" Walporzheim. Dem fünften Verein, dem Traditionstrompeterkorps "Husarenregiment König Wilhelm I" aus Remagen, hatte Dr. Pföhler die Bewilligung bereits in diesen Tagen bei einer Veranstaltung ausgehändigt; die Husaren renovieren ihr Jugendhaus.

Weitere Anträge lägen vor und sollen in Kürze bearbeitet werden, berichtete Jürgen Pföhler weiter. 100.000 Mark stünden bereit: 70.000 Mark für Vereine, die in der Jugendarbeit tätig sind; und 30.000 Mark für Schulungen ehrenamtlich Tätiger.

Für was gibt der AW-Kreis im Einzelnen Geld? Vereine und Gruppierungen, die im Sinne der Jugendhilfe anerkannt sind oder mindestens fünf jugendliche Mitglieder zwischen sechs und 21 Jahren haben, können Zuwendungen erhalten. Unter die Förderung fallen Baumaßnahmen an vereinseigenen Anlagen (Kreiszuschüsse bis 2.600 Euro) sowie deren Einrichtung mit Möbeln und sonstigen Gegenständen (bis 1.100 Euro).

Kreiszuschüsse werden insbesondere gewährt für die Beschaffung von Zelten, Zeltlagerzubehör, Sport- und anderen Geräten für den Verein, Musikinstrumente, Notenmaterial oder die Ausstattung der Theatervereine. Von der Förderung ausgeschlossen sind Geräte mit kurzfristigem Verschleiß, Kostüme (außer für Theatervereine) sowie Fahrzeuge.

Die 30.000 Mark für das Ehrenamt fließen in die Aus-, Fort- und Weiterbildung für Personen oder Gruppen, die solche Veranstaltungen anbieten oder an ihnen teilnehmen. Der maximale Zuschuss liegt bei 105 Euro. Diese Ehrenamts-Zuschüsse sind für bestimmte Zielgruppen gedacht: Selbsthilfeorganisationen (beispielsweise Telefonseelsorge, Hospizvereine, Kreuzbund, Besuchsdienste von Pfarreien), kirchliche und caritative Organisationen, Wohlfahrtsverbände, Kultur- und Theatervereine, Eifel- und Heimatvereine sowie Landfrauen, Gesangvereine, Kirchenchöre und Musikvereine, Büchereien, Karnevalsvereine, historische Schützenbruderschaften, Bürgervereine oder ähnliche Gruppen.

Nicht gefördert werden unter anderem Übungsleiter-Veranstaltungen, die bereits vom Sportbund Rheinland gefördert werden, sowie politische Parteien und deren Jugendorganisationen.

Weitere Info: Internetseiten der Kreisverwaltung ( www.kreis.aw-online.de; unter "Bürger-Info", dann unter "Förderung für Vereine und Ehrenamt" sowie unter "Richtlinien des Kreises Ahrweiler"), Ruf 02641/975-0, Fax 975-437 E-Mail: info@kreis-ahrweiler.de.

(Bereits zur Pressekonferenz am 04.07.2001 erschienen)



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 05.07.2001

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