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Mindestmengen für Raps und Silomais festgelegt

Nachwachsende Rohstoffe auf stillgelegten Ackerflächen: Infos beim Kreis

Landwirte, die auf konjunkturell stillgelegten Flächen nachwachsende Rohstoffe angebaut haben, müssen die gesamte Ernte von diesen Flächen an die Erstverarbeiter beziehungsweise Aufkäufer abliefern. Dabei dürfen die für Rheinland-Pfalz festgesetzten Mindesterträge nicht überschritten werden. Auf diese EU-Bestimmung weist die Kreisverwaltung Ahrweiler hin.

Für die Ernte 2001 wurden für Rheinland-Pfalz Mindesterträge festgelegt. Beim Winterraps sind dies 26 Doppelzentner pro Hektar, beim Sommerraps 18 dz/ha. Diesen Erträgen wurde ein Feuchtegehalt von neun Prozent und ein Fremdbesatzanteil von zwei Prozent zugrunde gelegt.

Für den Anbau von Silomais zur Verwendung in Biogasanlagen gilt der Mindestertrag von 43 Kubikmetern je Hektar an siliertem, stark verdichtetem, festgefahrenem Mais. Die repräsentativen Erträge für Sonnenblumen werden später festgelegt.

Vertragsänderungen sind im Prinzip nicht mehr zulässig. Unter bestimmten Voraussetzungen, insbesondere nach Vorlage eines Sachverständigengutachtens, kann die Kreisverwaltung in Sonderfällen jedoch Ausnahmen zulassen.

Wenn die Mindestablieferermengen etwa witterungsbedingt nicht erreicht werden, muss die Fehlmenge von den übrigen Anbauflächen ersetzt oder zugekauft werden. In begründeten Einzelfällen, die schriftlich darzulegen sind, kann die Kreisverwaltung eine Fehlmenge von bis zu zehn Prozent anerkennen. Voraussetzung dafür ist, dass keine Fahrlässigkeit beim Anbau vorliegt und der Verdacht des Missbrauchs ausgeschlossen wird.

Unverzüglich nach dem Abliefern des Ernteguts müssen die Landwirte Lieferscheine beziehungsweise Wiegescheine vorlegen, damit die Kreisverwaltung prüfen kann, ob die Ernte vollständig abgeliefert wurde. Die Nachweise müssen Angaben enthalten über die abgelieferte Erntemenge nach Art und Sorte, Gewicht, Feuchtegehalt und Besatzwerten nach Vorreinigung. Die Ablieferungsdokumente müssen vom Abnehmer beziehungsweise Erstverarbeiter unterzeichnet sein.

Landwirte, die bereits vor der Ernte wissen, dass sie den festgelegten Mindestertrag nur geringfügig (bis zehn Prozent) unterschreiten, sollten der Kreisverwaltung diese Fälle schriftlich mitteilen und begründen. Bei jeder Unterschreitung ist Vorsorge für den Ersatz der Fehlmenge zu treffen, weil sich nur dadurch Sanktionen vermeiden lassen.

Falls die Fehlmenge nicht ausgeglichen werden kann, müssen die Stilllegungsflächen anteilig abgelehnt werden. Dann verliert der Antragsteller nicht nur die Stilllegungsprämie, sondern möglicherweise auch die Prämie für sonstige Kulturpflanzenflächen. In gravierenden Fällen muss der gesamte Betrieb von den Ausgleichszahlungen ausgeschlossen werden.

Die Landwirte werden daher gebeten, kein unnötiges Risiko einzugehen, die Ernte vollständig abzuliefern und insbesondere die festgelegten repräsentativen Mindesterträge zu erfüllen. Bei weiteren Fragen steht die Kreisverwaltung Ahrweiler gerne zu Verfügung (Ruf 02641/975-288).



Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 19.07.2001

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