BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

Jugendliche sind heiß auf den Brandschutz

Landrat Pföhler: "Die aktive Feuerwehr von morgen" - Jürgen Göllner: "Wir haben keine Personalsorgen" - Kreisverband Ahrweiler geht ins Internet

Die Zukunft der Feuerwehren im Kreis Ahrweiler steht auf gesunden Füßen. Denn die Jugend-Feuerwehren präsentieren einen deutlich nach oben zeigenden Mitgliedertrend und darüber hinaus neue, eigene Ideen.

Den Stellenwert der Jugendfeuerwehren kann man nach den Worten von Landrat Dr. Jürgen Pföhler "gar nicht hoch genug einschätzen." Seine Begründung: "Die Jugendlichen entwickeln ein soziales Gewissen, sie lernen Gefahren realistisch einzuschätzen, und sie werden für den Ernstfall vorbereitet." Aus diesem Grund will Landrat Pföhler die Jugendfeuerwehren im Kreis Ahrweiler auch in den kommenden Jahren unterstützen.

Zwei Beispiele veranschaulichen den aktuellen Aufwärtstrend. Derzeit engagieren sich 413 Mädchen und Jungen in den Nachwuchsorganisationen der Blauröcke - so viele wie noch nie im AW-Land. Und in diesen Tagen startet der Kreisverband Ahrweiler der Jugendfeuerwehr mit eigenen Internet-Seiten eine Offensive in Sachen Öffentlichkeitsarbeit. Die Online-Adresse www.kreisjugendfeuerwehr-ahrweiler.de wird in Kürze freigeschaltet.

Landrat Pföhler besuchte jüngst das Zeltlager der Kreis-Jugendfeuerwehr in Hönningen. An diesem Freizeit- und Übungscamp nahmen 260 Mädchen und Jungen teil. Dabei erklärte Pföhler den jungen Menschen: Jede Freiwillige Feuerwehr, die über eine Jugendfeuerwehr verfüge, können darüber stolz sein. Denn die Jugendfeuerwehr von heute sei die aktive Feuerwehr von morgen. Und dies gebe "unserem Alltag ein Stück mehr Sicherheit". In einer hoch technisierten Welt seien die Freiwilligen Feuerwehren "wichtige, ja unverzichtbare Institutionen", sagte Pföhler und bat die jungen Menschen, "den Feuerwehren in den Dörfern und Städten die Treue zu halten."

Jürgen Göllner aus Remagen ist Kreisjugend-Feuerwehrwart. Von Beruf Rettungsassistent und als Hauptbrandmeister selbst aktiver Feuerwehr-Experte, kennt er das Innenleben zahlreicher Wehren. "Während das allgemeine ehrenamtliche Engagement in vielen Vereinen wie auch den Feuerwehren mitunter zu wünschen übrig lässt, haben wir mit den Jugendfeuerwehren keine Personalsorgen," berichtet Göllner.

Derzeit hat Göllner 413 Jugendliche zwischen zehn und 16 Jahren in 28 Jugendfeuerwehren registriert, 330 Jungen und 83 Mädchen. Diese 413 jungen Leute bedeuten 110 mehr als im Jahr zuvor. Dieser enorme Anstieg innerhalb nur eines Jahres liege hauptsächlich in der Verbandsgemeinde Adenau begründet. "Dort haben im vergangenen Jahr sechs neue Jugendfeuerwehren aufgemacht", freut sich Jürgen Göllner.

Was steckt hinter der Organisation "Jugendfeuerwehr"? Dabei handelt es sich um eine selbständige Jugendgruppe einer Freiwilligen Feuerwehr, um ein praktisches Übungsfeld und um eine Nachwuchsschmiede für den freiwilligen sozialen Dienst in der Helfergemeinschaft Feuerwehr. Diese Jugendgruppen stehen auf zwei Standbeinen.

Zum einen nehmen die Jungen und Mädchen an den theoretischen und praktischen Ausbildungen der Feuerwehren teil. Neben dem Unterricht kommen der Geselligkeit und dem Vereinsleben zentrale Funktionen zu. Die Trupps widmen sich der Jugendarbeit, lebendiges Gruppenleben wird groß geschrieben. Wanderungen, Zeltlager und Sport stehen regelmäßig auf dem Programm.

In der Kreisverwaltung Ahrweiler ist der Jugendfeuerwehr-Kreisverband als förderwürdig in Sinne des Kinder- und Jugendhilfegesetzes anerkannt. 821 Stunden für die "feuerwehrtechnische Ausbildung" wurden für das Jahr 2000 in den 28 Vereinen aufgelistet, 569 Stunden für die "allgemeine Jugendarbeit". Das jährliche Zeltlager der Jugendfeuerwehr wird daher bezuschusst. Gut 2.600 Mark gab der Kreis für die Hönninger Aktion.

 

Hinweis an die Zeitungen: Zu diesem Artikel erhalten Sie ein Foto:

Flagge zeigen für die Jugendfeuerwehren: Landrat Dr. Jürgen Pföhler (Mitte) beim Zeltlager in Hönningen. Fachkundige Gäste und Betreuer waren Bürgermeister Achim Haag (v.l. neben Pföhler), Kreisfeuerwehrinspekteur Rudi Mönch, Kreisjugend-Feuerwehrwart Jürgen Göllner und sein Stellvertreter Gerd Knieps.





Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 02.08.2001

<< zurück