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Kunst hilft helfen

Hans Nicolaysen präsentiert Landschaftsgemälde im Kreishaus - Verkaufserlös für "Nachbar in Not" - Landrat Pföhler: "Kreatives und Caritatives vereint"

In Öl und Pastell hat der Künstler Hans Nicolaysen den Kreis Ahrweiler in seinen verschiedenartigen Landschaften und zu unterschiedlichen Jahreszeiten festgehalten. 13 Gemälde sind bis Ende August im Foyer der Kreisverwaltung in der Ahrweiler Wilhelmstraße zu sehen. Das Besondere der Nicolaysen-Ausstellung: Der Künstler spendet seine Werke für den Hilfsfonds "Nachbar in Not".

Nicolaysens Kunst-Präsentation ist ein Novum. "Wir hatten schon zahlreiche Ideen für den kreisweiten Hilfsfonds ´Nachbar in Not´", sagte Landrat Dr. Jürgen Pföhler bei der Ausstellungseröffnung. "Aber eine solche Initiative ist bislang einzigartig."

Hans Nicolaysen war an den Landrat mit dem Vorschlag heran getreten, die Bilder im Kreishaus-Foyer auszustellen, zum Verkauf anzubieten und den Verkaufserlös für "Nachbar in Not" zu spenden. Diese Aktion unter der Schirmherrschaft des Landrats greift Menschen im AW-Kreis unter die Arme, die ohne eigenes Verschulden in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind.

"Spontan und gerne zugesagt" hatte Landrat Dr. Pföhler dem Maler, der, so Pföhler, "kreative Kunst und caritatives Engagement in vorbildlicher Weise vereint". Jetzt hofft Pföhler auf einen Erfolg der Aktion: "Jede Mark, die wir durch den Verkauf der Kunstwerke einnehmen, kommt bedürftigen Menschen zugute."

Neben dem Bilderverkauf werden auch gerne zusätzliche Spenden für "Nachbar in Not" angenommen. Dazu hat sich Nicolaysen etwas Besonderes ausgedacht: Eines der 13 Bilder soll nicht verkauft, sondern unter allen Teilnehmern, die sich an der Spendenaktion beteiligen, verlost werden. In der Ausstellung liegen entsprechende Infoblätter mit Überweisungsträgern aus.

Hans Nicolaysen: "Ich hoffe, dass viele Menschen meine Initiative unterstützen, damit ein stattlicher Betrag für die Hilfe in Not geratener Menschen zusammenkommt." Neben dem Schirmherrn Dr. Pföhler dankte Nicolaysen der Kreissparkasse Ahrweiler für eine finanzielle Unterstützung der Aktion.

Die besondere Liebe des Künstlers, der 1935 in Schleswig-Holstein geboren wurde, gilt der Pastell- und Ölmalerei. Auch Werke in Aquarell gehören zu seinem Repertoire. Die Motive, die ihm während eines Spazierganges oder im Urlaub in der Natur begegnen, hält er zunächst fotografisch fest. Später setzt er sie zu Hause in gemalte Bilder um.

"Anfangs faszinierte mich nur die Ölmalerei. Später begann ich, Aquarelle zu malen und habe mich dann der Pastellmalerei zugewandt," berichtet Nicolaysen. Beruflich war er als Kaufmann, Zeichner und Grafiker in Husum und Flensburg und bei der Bundeswehr als Softwareentwickler für Großrechneranlagen tätig. 1978 zog ihn die Bundeswehr nach Bad Neuenahr-Ahrweiler. Seit 1998 befindet er sich im Ruhestand.

Während seines Berufs kam er aus Zeitgründen kaum zu seinem Hobby. Dafür fotografierte er fleißig. "Wenn ich in Rente gehe, werde ich wieder malen und meinen Hobbys nachge

hen" - diesen Gedanken habe er immer im Hinterkopf getragen und nach nunmehr 20 Jahren Malpause in die Tat umgesetzt.

Seine ausgestellten Bilder widmen jedem Monat ein Motiv. Es beginnt mit dem Januar und dem "Nürburg im Schnee"; der Februar zeigt einen "Wintermorgen bei Dümpelfeld", der März das "Niedertor in Ahrweiler", der April die "Maria-Hilf-Brücke in Bad Neuenahr", der Mai die "Kirche ´St. Peter´ in Sinzig", der Juni ein "Mohnfeld mit Aremberg", der Juli ein "Rapsfeld bei Glees", der August die "Burg Olbrück mit Ort Hain", der September den "Laacher See", der Oktober "Weinberge bei Dernau", der November den "Nebel bei Kaltenborn". Das Jahr endet mit dem "Schneefeld bei Müllenbach". Und: Das Bild, das unter den Spendern verlost wird, zeigt einen Mohnblütenstand an einem Baggersee in der Eifel.

Der Maler besitzt ein ausgeprägtes Gefühl für seine neue Heimat, in der er seit mehr als 23 Jahren lebt. Unter anderem hält Hans Nicolaysen Vorträge über die Heimatgeschichte von Bad Neuenahr. Ein weiteres Hobby ist die Holzschnitzerei, die er in einer Tiroler Schnitzschule erlernte.

(Bereits am 01.08. erschienen)



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 02.08.2001

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