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Das Bestandsbuch für Tier-Arzneimittel ist jetzt Pflicht

Schärfere Regelung gilt für Tierhalter und Tierärzte - Infos bei Kreisverwaltung

Die Nachweispflichten zur Verwendung von Arzneimitteln bei Nutztieren wurden verschärft. Die Neuregelung gilt ab sofort für Tierhalter und Tierärzte. Das meldet die Kreisverwaltung Ahrweiler.

Grund für die strengere Nachweispflicht ist der mehrfach entdeckte Missbrauch von Arzneimittel-Anwendungen in Tierbeständen. Die geänderten Rechtsvorschriften sollen die Kontrollmöglichkeiten erhöhen und damit auch die Sicherheit von Lebensmitteln steigern.

Halter von Tieren, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen, müssen folgende Neuregelungen beachten: Arzneimittel-Anwendungen sind im Bestandsbuch zu vermerken. Die behandelten Tiere beziehungsweise die Tiergruppe müssen identifizierbar sein. Standort und Standortveränderungen dieser Tiere sind zu dokumentieren. Das Bestandsbuch kann auch als elektronische Datei geführt werden. Das Bestandsbuch wird zusammen mit Belegen, die der Tierarzt ausfüllt, fünf Jahre aufbewahrt.

Für Tierärzte gilt: Bei der Behandlung von Tieren und Tierbeständen, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen, muss ein Arzneimittel-Anwendungs- und Abgabebeleg ausgestellt und dem Tierhalter ausgehändigt werden. In diesem Beleg hat der Tierarzt unter anderem ausführliche Angaben zu Diagnose, Behandlungsart und -dauer, Dosierung der Medikamente und Wartezeit festzuhalten.

Wie die Amtstierärzte der Kreisverwaltung weiter betonen, richten sich diese Neuregelungen an alle Tierhalter, die Tiere zur Lebensmittelgewinnung halten. Dies gilt für kleine und große Bestände gleichermaßen.

Weitere Infos können bei der Kreisverwaltung Ahrweiler (Veterinäramt, Ruf 02641/975-225) erfragt oder im Internet nachgelesen werden ( www.verbraucherministerium.de ). Unter dieser Adresse lassen sich auch Muster zum Bestandsbuch und zum Abgabebeleg herunterladen.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 05.10.2001

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