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Schweinepest bei Wildschwein festgestellt

Bei einem vor wenigen Tagen im Revier Müllenbach erlegten Wildschwein wurde jetzt erstmals im Kreis Ahrweiler ein Fall von Schweinepest festgestellt. Obwohl die Jäger mit einem vermehrten Abschuß erhebliche Anstrengungen unternommen hatten, das Ausbreiten der Schweinepest zu verhindern, wurde der Erreger offensichtlich in die heimischen Wildschweinbestände eingeschleppt. Für den Menschen ist die Schweinepest ungefährlich.

Die Kreisverwaltung Ahrweiler hat aufgrund des jetzt vorliegenden Befundes das Gebiet der Gemeinde Müllenbach als "Wildschweinepest gefährdeten Bezirk" festgelegt. Weiter hat die Kreisverwaltung das bisher bestehende "Überwachungsgebiet" mit den Gemeinden Hoffeld, Barweiler, Wiesemscheid, Trierscheid, Dankerath, Senscheid und Pomster um die Gemeinden Nürburg, Quiddelbach, Herschbroich, Kottenborn und Meuspath erweitert. Nähere Informationen sind in einer entsprechenden tierseuchenrechtlichen Anordnung enthalten, die in den nächsten Tagen öffentlich bekanntgemacht wird.

Die Amtstierärzte weisen darauf hin, dass es bei der jetzigen Lage vor allem darauf ankommt, unbedingt ein Verschleppen der Schweinepest in Hausschweinbestände zu vermeiden. Daher weisen die Veterinäre nochmals auf Vorsichtsmaßnahmen hin, die von allen Schweinehaltern berücksichtigt werden sollen. Schweinehalter sowie die Jäger in den betroffenen Gebieten müssen darüber hinaus die Auflagen der tierseuchenrechtlichen Anordnung beachten. Dies betrifft zum einen die Pflicht, alle erlegten Wildschweine über die vom Kreis eingerichtete Wildsammelstelle untersuchen zu lassen, zum anderen Beschränkungen bei der Vermarktung der Hausschweine. Die betroffenen Jagdausübungsberechtigten sowie die Schweinehalter werden direkt von der Kreisverwaltung informiert.

Die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen für Schweinehalter im Überblick: Keine Verfütterung von Speise- oder Jagdabfällen an Schweine oder andere Klauentiere korrekte Führung des Bestandsregisters und korrekte Kennzeichnung der Tiere Reduzierung des Personenverkehrs und der Tiertransporte so weit wie möglich Fernhalten von Hunden und Katzen aus den Schweinestallungen mindestens tägliche Überprüfung des Gesundheitszustandes der Schweine völliger Verzicht auf Freilandhaltung Futtermittel in geschlossenen Räumen lagern oder sicher einzäunen Desinfektionswannen oder -matten sollen an den Stalleingängen bereitgestellt werden strikte Trennung von Jagd- und Stallkleidung bei Landwirten, die auch jagen Zukauf nur aus wenigen, bekannten, gesunden Beständen Überprüfung und eventuelle Intensivierung der Mäuse- und Rattenbekämpfung Reinigung und Desinfektion der Transportfahrzeuge nach der Fahrt kein Befahren des Hofgeländes durch Fahrzeuge der Tierkörperbeseitigungsanstalt.

(Bereits am 16.10.2001 erschienen)



Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 22.10.2001

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