BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

Trittbrettfahrern droht sofortige Haftstrafe

Mögliche Milzbrand-Anschläge: Sensibilität ja, Aufregung nein

Nach der Entwarnung bei einem zumindest theoretisch denkbaren Milzbrand-Verdachtsfall im Bahnhof Bad Neuenahr gibt die Kreisverwaltung Ahrweiler einige Hinweise. Die wesentliche Botschaft: Trotz aller Sensibilität gegenüber biologischen oder chemischen Anschlägen bestehe keinerlei Grund zur Aufregung oder gar Panik.

Die Einsatzkräfte im Kreis Ahrweiler sind nach den Worten von Landrat Dr. Jürgen Pföhler "sehr gut auf Verdachtsfälle und mögliche Einsätze vorbereitet." Dies gelte für die Polizei, den Katastrophenschutz und das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung; diese Stellen arbeiteten koordiniert und in enger Abstimmung, erklärte Dr. Pföhler in einer Pressemeldung aus dem Kreishaus.

Bei aller Vorsicht müsse in der breiten Öffentlichkeit "eine realistische Sicht der Dinge herrschen", betonte der Landrat weiter. Immerhin gebe es bislang in ganz Deutschland nicht einen Fall mit gefährlicher Substanz oder gar Milzbrand-Erregern.

Der größte Schaden gehe derzeit von Fehlalarmen und kriminellen Trittbrettfahrern aus, heißt es weiter aus dem Kreishaus. Häufige Einsätze gingen zu Lasten der Polizei und der Feuerwehren. Diese Kräfte seien dann für andere Einsätze nicht verfügbar. Trittbrettfahrer, die beispielsweise makabere Post verschickten, müssten mit drastischen Strafen rechnen. Die rheinland-pfälzische Justiz gehe mit beschleunigten Verfahren vor. Den Tätern drohe eine sofortige Haftstrafe bis zu drei Jahren sowie Schadenersatz.

Bei begründeten Anhaltspunkten für Gefahren sollten besorgte Bürger folgendes beachten: Ruhe bewahren, verdächtige Postsendungen keinesfalls öffnen, diese in eine durchsichtige Plastikhülle stecken (Gefrier- oder Müllbeutel), am Auffindeort ablegen, die Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen, den Ort verlassen und gegen weiteres Betreten absichern sowie die Polizei informieren. Postsendungen mit beschädigter Hülle sollten nicht weiter geöffnet werden, und man solle nicht daran riechen.

(Bereits am 24.10.2001 erschienen)



Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 25.10.2001

<< zurück