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Moderne Lern-EDV für Schulen bedeutet mehr als "nur" das Internet

Michael Lambert heißt der erste Systemkoordinator - Landrat Dr. Pföhler: "Bindeglied zwischen Schulträger und Schulen"

Der erste EDV-Systemkoordinator für die elf Schulen in Trägerschaft der Kreises Ahrweiler, Michael Lambert, hat seinen Dienst begonnen. "Wir haben einen ausgewiesenen Computer-Fachmann eingestellt, der das Internet und andere Neue Medien in unseren Schulen systematisch nach vorne bringen soll", erklärte Landrat Dr. Jürgen Pföhler, der den 40-jährigen Lambert in der Kreisverwaltung persönlich begrüßte.

Die Aufgabe des Systemkoordinators ist an der Nahtstelle zwischen den Schulen und der Kreisverwaltung angesiedelt. Lambert, der das Fach Nachrichtentechnik mit Schwerpunkt Informationsverarbeitung an der Fachhochschule Köln studierte und zuletzt als EDV-Unternehmensberater in der freien Wirtschaft tätig war, soll nach den Worten Dr. Pföhlers "das entscheidende Bindeglied zwischen dem Kreis Ahrweiler als Schulträger und den einzelnen Schulen sein".

Der AW-Kreis investiere "nicht nur in Schulgebäude, sondern ebenso in die pädagogische EDV-Landschaft und damit in die Köpfe der Schüler", fuhr Dr. Pföhler fort. Dafür nehme der Kreis Ahrweiler "einen erheblichen finanziellen Kraftakt" auf sich - "und dies langfristig", unterstrich der Landrat.

Mehrere Schulen leisteten bereits seit Jahren wertvolle Aktivitäten bei den Neuen Medien, lobte Dr. Pföhler Schulleiter und Fachlehrer. Mit dem neuen Fachmann in Diensten des Kreises sei aber noch mehr möglich. Zudem solle Lambert helfen, die technische Ausstattung an den einzelnen Schulstandorten zu systematisieren und den Austausch von Fachinformationen zwischen den Schulen zu intensivieren.

Michael Lambert stammt aus Mönchengladbach, wohnt seit zehn Jahren in Sinzig, ist verheiratet und hat zwei Söhne im Alter von sechs und acht Jahren. Konkret wird er den Auf- und Ausbau der Informationstechnologie in den Schulen unterstützen und begleiten. Dazu zählen die ständige Fortschreibung der EDV-Bestandsanalyse in den Schulen, die Erstellung eines Konzeptes zum Einsatz von Betreuungsmitteln, die Mitwirkung bei schulischen EDV-Projekten - derzeit ganz aktuell die Verkabelung - sowie der ständige Kontakt zu den betreuenden Lehrkräften.

Wie packt der neue Mann seine Aufgabe an? "Ich werde auf die Schulen und die dortigen Fachleute zugehen und die Arbeitsschwerpunkte im gemeinsamen Gespräch festlegen", schildert Lambert sein Vorgehen." Das Internet stelle dabei einen wesentlichen Akzent dar. "Aber es geht nicht um´s Internet alleine", schränkt der EDV-Experte ein. "Das wäre zu einseitig. Die Neuen Medien bieten gerade für den Schulunterricht viel mehr." Dazu nennt Systemkoordinator Lambert drei Bereiche: Präsentationsmedien, E-Learning und das Intranet.

Bei den Präsentationsmedien können Lehrer beispielsweise aktuelle EDV-Programme der Landesmedienanstalt neben herkömmlichen Lehrfilmen verwenden. Im Erdkunde-Unterricht lässt sich mit elektronischem Kartenmaterial am Bildschirm oft mehr an Information und Wissen vermitteln als an der traditionellen Landkarte aus der Kartenkammer.

Ähnliches gilt für das elektronische Lernen. Hier vermitteln didaktisch aufgebaute EDV-Programme einen bestimmten Stoff per Bildschirm. Beispiel Sprachunterricht in Englisch oder Französisch: Zunächst führt eine Lektion ins neue Thema ein und vertieft dann die soeben gewonnenen Spezialkenntnisse. Dann testen sich die Schüler per Kontrollprogramm auf das Gelernte, während ihnen eine hinterlegte Lexikon-Software einzelne Lösungsmöglichkeiten anbietet.

Und das jeweils hausinterne Intranet überträgt beispielsweise das Schwarze Brett aus der Pausenhalle mit den Lehrervertretungsplänen oder den neuesten Getränken am Hausmeister-Kiosk auf den Bildschirm. Eine andere interessante Möglichkeit des Intranets: die Schülerzeitung online.

"Für mich ist es wichtig, das Internet als herkömmlichen Schwerpunkt an den Schulen zu differenzieren." Er wolle möglichst die komplette Bandbreite der modernen EDV aufzeigen, wünscht sich Lambert. Dazu gehöre "mehr als das bloße Hinstellen und Einrichten von Netz und Computern". Konzepte müssten gemeinsam erarbeitet werden.

Von seinem Büro in der Kreisverwaltung aus hat Michael Lambert damit begonnen, die einzelnen Schulen in Trägerschaft des Kreises mit ihren insgesamt rund 6.400 Schülerinnen und Schülern zu besuchen. Dies sind das Erich-Klausener-Gymnasium Adenau, das Peter-Joerres-Gymnasium Ahrweiler, das Are-Gymnasium Bad Neuenahr, das Rhein-Gymnasium Sinzig, die Realschule Ahrweiler, die Berufsbildende Schule Bad Neuenahr-Ahrweiler; Sonderschulen: Schule für Lernbehinderte Wimbach, Burgweg-Schule Burgbrohl, Don-Bosco-Schule und Levana-Schule Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie Janusz-Korczak-Schule Sinzig.

Kontakt: Kreisverwaltung Ahrweiler, Wilhelmstraße 24-30, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Michael Lambert, Ruf 02641/975-301, Mail: Michael.Lambert@kreis-ahrweiler.de .

 

Hinweis an die Zeitungen: Zu diesem Artikel erhalten Sie ein Foto. Bildunterzeile:

Landrat Dr. Jürgen Pföhler (stehend) begrüßte den neuen Systemkoordinator für die Schulen, Michael Lambert (links), der in die Abteilung "Informations- und Kommunikationstechnik" von Detlev Kess (rechts) eingegliedert ist.





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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 02.11.2001

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