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Kleine Tiere vor dem Martinsfeuer warnen

Naturschutz darf in Feuer und Flamme nicht verbrennen

Wenn Jugendliche im gesamten Kreis Ahrweiler jetzt wieder ihre Martinsfeuer bauen und später abbrennen, sollte dies ohne Gefahr für Mensch und Natur ablaufen. Dazu einige Tipps aus der Kreisverwaltung Ahrweiler, damit neben dem Brauchtum auch die Umwelt gepflegt wird.

Geschützt werden müssen Tiere wie Reptilien, Frösche, Insekten, Mäuse und andere Kleinsäuger. Diese Lebewesen suchen einen geschützten Platz für die Winterruhe. Geeignet erscheint ihnen dafür das über Wochen aufgeschichtete organische Brennmaterial. Doch Vorsicht: Die Tiere können am Martinstag massenhafte Opfer des Flammentodes werden.

Daher sollten die "Bauherren" die gelagerten Hölzer und Sträucher einen Tag vor dem Abbrennen umschichten. Die Tiere lassen sich auch durch Klopfen und Schlagen mit Stöcken vertreiben. Sinnvoll ist es auch, das Feuer mit einigem Abstand zum Boden auf Ständern zu errichten. Das vermindert den Anreiz der Tiere, sich dort einzunisten.

Die Standorte der Feuer müssen mit den jeweiligen Gemeinde- und Stadtverwaltungen abgestimmt werden. Mitunter gab es Ärger, weil die Feuerstellen ohne Absprache mit den Anwohnern festgelegt wurden. Wer den alten Platz verlässt und einen neuen Standort wählt, muss dies zuvor mit der Kreisverwaltung klären (Abteilung Umwelt, Ruf 02641/975-232).

Das Abbrennen selbst muss drei Tage vorher ebenfalls gemeldet werden, und zwar bei der zuständigen Ortspolizeibehörde der Stadt oder Verbandsgemeinde. Die einzuhaltenden Mindestabstände betragen in der Regel 100 Meter von Wäldern, Mooren und Heiden sowie 50 Meter von Gebäuden und Verkehrswegen.

Reifen, Altöl und Sperrmüll haben nichts im Martinsfeuer zu suchen. Das Brennmaterial schürt zwar die Flammen. Der traditionsreiche Brand leuchtet dann hell und weit, und manch unliebsamer Abfall lässt sich auf diese Weise entsorgen. Dennoch: Die Kreisverwaltung nennt ein solches Verhalten "verantwortungslos". Verbrennende Reifen und Öle vergiften die Luft. Wer Traditionen pflegt, sollte auch seine Umwelt schützen, appelliert der Kreis an die Einsicht der Feuerbauer.



Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 02.11.2001

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