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Schweinepest in Königsfeld festgestellt

Was ist zu tun? Die Amtstierärzte der Kreisverwaltung Ahrweiler informieren

Bei einem vor wenigen Tagen im Revier Königsfeld tot aufgefundenem Wildschwein wurde die Schweinepest festgestellt. Dies ist der erste Fall in der Verbandsgemeinde Brohltal. Einzelheiten erklärt die Kreisverwaltung Ahrweiler in einer Pressemeldung. Für den Menschen ist die Schweinepest ungefährlich.

Drei Seuchenfälle im südwestlichen Bereich der Verbandsgemeinde Adenau gingen diesem Fall in Königsfeld voraus. Obwohl die Jäger durch intensive Bejagung erhebliche Anstrengungen unternahmen, das Ausbreiten der Schweinepest zu verhindern, kam es jetzt zu diesem neuen Fall der Tierseuche. Ob es sich um einen Einzelfall handelt, werden weitere Untersuchungen im gesamten Kreis Ahrweiler, dem so genannten Monitoring-Gebiet, zeigen. Die Untersuchungen laufen bereits.

Die Kreisverwaltung Ahrweiler hat aufgrund des jetzt vorliegenden Befundes das Gebiet der Gemeinde Königsfeld als "Wildscheinepest-gefährdeten Bezirk" festgelegt. Zudem wurde ein zusätzliches Überwachungsgebiet im Bereich Königsfeld eingerichtet. Nähere Informationen über die Gebietsgrenzen nennt eine tierseuchenrechtlichen Anordnung, die in den nächsten Tagen öffentlich bekannt gemacht wird.

Das Land Rheinland-Pfalz beabsichtigt, als zusätzliche Bekämpfungsmaßnahme in den betroffenen Gebieten ab Frühjahr 2002 die Wildschweine per Impfköder gegen die Schweinepest zu impfen. Die Vorbereitungen dazu laufen. Die Amtstierärzte der Kreisverwaltung Ahrweiler werden die Jägerschaft in den Hegeringversammlungen entsprechend informieren, weil der Erfolg der Maßnahmen die intensive Mitarbeit der Jäger voraussetzt.

Die Kreis-Amtstierärzte weisen darauf hin, dass es bei der jetzigen Lage vor allem darauf ankommt, unbedingt ein Verschleppen der Schweinepest in Hausschweinbestände zu vermeiden. Schweinehalter sowie die Jäger in den betroffenen Gebieten müssen die Auflagen der tierseuchenrechtlichen Anordnung beachten. Dies betrifft zum einen die Pflicht, alle erlegten Wildschweine über die vom Kreis eingerichtete Wildsammelstelle untersuchen zu lassen; zum anderen gelten Beschränkungen bei der Vermarktung der Hausschweine. Die betroffenen Jäger sowie die Schweinehalter werden direkt von der Kreisverwaltung informiert.

Die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen für Schweinehalter stichwortartig im Überblick: Keine Verfütterung von Speise- oder Jagdabfällen an Schweine oder andere Klauentiere; korrekte Führung des Bestandsregisters und korrekte Kennzeichnung der Tiere; Reduzierung des Personenverkehrs und der Tiertransporte so weit wie möglich; Fernhalten von Hunden und Katzen aus den Schweinestallungen; mindestens tägliche Überprüfung des Gesundheitszustandes der Schweine; völliger Verzicht auf Freilandhaltung; Futtermittel in geschlossenen Räumen lagern oder sicher einzäunen; Desinfektionswannen oder -matten an den Stalleingängen bereitstellen; strikte Trennung von Jagd- und Stallkleidung bei jagenden Landwirten; Zukauf nur aus wenigen bekannten gesunden Beständen; Überprüfung und eventuelle Intensivierung der Mäuse- und Rattenbekämpfung; Reinigung und Desinfektion der Transportfahrzeuge nach der Fahrt; kein Befahren des Hofgeländes durch Fahrzeuge der Tierkörper-Beseitigungsanstalt.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 10.12.2001

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