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Der Zeit- und Bauplan für die Schulen steht

Umfassende Baumaßnahmen für 29 Mio Euro - Landrat Dr. Pföhler: "Klare Perspektiven und Planungssicherheit" - Bis 2009 rund 10.200 Schüler

Die Schulen in Trägerschaft des Kreises Ahrweiler stehen im Mittelpunkt der Finanzplanung bis zum Jahr 2005. Vorgesehen sind Erweiterungs-, Umbau- und Sanierungsarbeiten im Wert von 29 Millionen Euro. Wo die Handwerker wann anrücken, verrät ein Fahrplan, den Landrat Dr. Jürgen Pföhler jetzt vorstellte.

Alle Baumaßnahmen und deren Prioritäten basierten auf einem "soliden und professionellen Schulentwicklungsplan", den ein renommiertes Gutachterbüro erstellt habe, erklärte Dr. Pföhler. Dabei gehe der Kreis Ahrweiler in einem Überkreuz-Verfahren vor. Dieser Fahrplan sei mit den Schulleitern abgestimmt, von dort sei "eine breite Zustimmung gekommen".

Konkret: In den Jahren 2002/2003 werden die Erweiterungen an der Realschule Ahrweiler und dem Are-Gymnasium Bad Neuenahr finanziert. Dann soll auch der

Bau von zwei Klassen für das Erich-Klausener-Gymnasium Adenau über die Bühne gehen. Anschließend folgen die Erweiterungen des Peter-Joerres-Gymnasiums, der Realschule Remagen, des Rhein-Gymnasiums Sinzig und der Berufsbildenden Schule Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Landrat: "Zeitlich umgekehrt zu diesen Baumaßnahmen im Außenbereich laufen die Sanierungen in den Innengebäuden des Rhein-Gymnasiums 2002 und an der Berufsbildenden Schule 2002/2003."

Diese Philosophie des Investitionskonzeptes - an Schulen, bei denen mit Anbauten außen begonnen werde, erfolge der Umbau innen später und umgekehrt - mache "alle Schulen zu Gewinnern". Auf der Basis der Schulentwicklungsplanung und der auf seine, Pföhlers, Initiative hin erstellten Bausubstanzanalyse liege jetzt ein Investitionskonzept vor, dass den Schulen des AW-Kreises klare Perspektiven und Planungssicherheit biete, fuhr der Landrat fort.

Die Modernisierung der Kreisschulen stelle "eine echte Herkulesaufgabe" dar, vor allem angesichts der dramatischen Finanzlage des Kreises Ahrweiler, der durch die geplante Finanzreform der Mainzer Landesregierung verursacht werde. Pföhler: "Fast 60 Prozent aller in unserem Investitionsprogramm vorgesehenen Ausgaben bis 2005 fließen in die Schulen." Dadurch steige die Neuverschuldung des Kreises. "Im Interesse der Schulen und der Zukunft unserer Kinder ist dies aber unverzichtbar." Wenn diese "riesige Aufgabe" gemeistert sei, könne der Kreis den Abbau der Verschuldung angehen.

Der Hauptgrund für die notwendigen Baumaßnahmen sind steigende Schülerzahlen im AW-Kreis. Derzeit besuchen rund 9.200 Schülerinnen und Schüler die Haupt- und Realschulen sowie die Gymnasien. Nach der mittel- und längerfristigen Entwicklung steigen die Zahlen bis zum Schuljahr 2008/2009 jedes Jahr kontinuierlich auf rund 10.200 Schüler. Erst danach sinkt die Kurve und erreicht bis 2013/14 eine Zahl von rund 9.500 Mädchen und Jungen. Den größten Zuwachs verbuchen die Realschulen.

Derzeit stehen zehn Klassen-Container bereit, um alle Schüler unterzubringen. Diese befinden sich an der Realschule Ahrweiler, dem Are-Gymnasium Bad Neuenahr und dem Rhein-Gymnasium Sinzig. Mittel- bis langfristig gelten solche Container jedoch als unwirtschaftlich und sollen durch Festbauten ersetzt werden.

Der Fahrplan im Einzelnen, zunächst die Erweiterungsbauten: Realschule Ahrweiler: 2001/2002: 2 Mio DM, 2002/03: 8,5 Mio DM, 2003/04: 5,5 Mio DM; Maßnahmen: 6 Klassenräume, Fachräume, eine Drei-Feld-Sporthalle, Sanierung des Altgebäudes Are-Gymnasium: 2002/03, 6,8 Mio DM, 6 Klassenräume, Umbau im Bestand und eine Zwei-Feld-Sporthalle Erich-Klausener-Gymnasium: 2002/03, 255.000 DM, 2 Klassenräume und Umbau im Bestand Peter-Joerres-Gymnasium: 2003/04, 4 Mio DM, 8 Klassenräume Rhein-Gymnasium: 2004/05, 2 Mio DM, 4 Klassenräume und Umbau im Bestand Berufsbildende Schule: 2004/05, 5 Mio DM, 10 Klassenräume und Umbau im Bestand.

Die Innensanierungen: Rhein-Gymnasium: 2002, 490.000 DM Berufsbildende Schule: 2002/03, 500.000 DM Are-Gymnasium: 2003/04, 1 Mio DM Realschule Ahrweiler: 2005/06, 4 Mio DM.

An zwei weiteren Schulen, den Realschulen in Remagen und Adenau, die nicht in Kreisträgerschaft stehen, beteiligt sich der Kreis Ahrweiler an den ebenfalls anstehenden Investitionskosten mit 90 Prozent. Für die fünf Sonderschulen des AW-Kreises folgt eine Organisationsüberprüfung, sobald das Land Rheinland-Pfalz über die Einführung beantragter Ganztagsangebote entschieden hat und feststeht, ob es zu sonstigen Erweiterungen der Angebote in den Sonderschulen kommt.



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 14.12.2001

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