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SFG: Landrat schreibt an Dieckmann

L├╝ckenlose Aufkl├Ąrung gefordert - Zusch├╝sse an die SFG weitgehend eingefroren

Gro├če Sorge ├Ąu├čert Landrat Dr. J├╝rgen Pf├Âhler jetzt in einem Schreiben an die Aufsichtsratsvorsitzende der Strukturf├Ârdergesellschaft Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (SFG), die Bonner Oberb├╝rgermeisterin B├Ąrbel Dieckmann. Grund seien die Vorg├Ąnge der vergangenen Tage und Wochen um die SFG einschlie├člich der Presseberichterstattung zum Start-Up-Center. Der dadurch f├╝r die SFG eingetretene Imageschaden sei nach Einsch├Ątzung des Landrates "nicht mehr vertretbar".

"Angesichts der immensen Bedeutung der Strukturf├Ârderung f├╝r die Ausgleichsregion Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler" fordert Dr. Pf├Âhler: "Die von mir bereits in der Aufsichtsratssitzung am 13. Dezember eingeforderte schnellstm├Âgliche umfassende Aufkl├Ąrung der Vorg├Ąnge im Bereich "Ostasien-Marketing" hat h├Âchste Dringlichkeit. Sie muss jetzt ganz kurzfristig und schnellstm├Âglichst erfolgen. Die weitere Entwicklung, insbesondere die j├╝ngste Haltung des Bundes, sowie die neue Berichterstattung ├╝ber das Start-Up-Centrum l├Ąsst mich bef├╝rchten, dass eine entsprechende Aufkl├Ąrungsarbeit im Grunde genommen f├╝r s├Ąmtliche Bereiche der SFG angezeigt ist. Jedenfalls muss jetzt schnellstm├Âglichst sichergestellt werden, dass die mit ├Âffentlichen Mitteln finanzierte Institution von jeglichem Verdacht von Unregelm├Ą├čigkeiten frei ist. Mit anderen Worten: Die SFG muss jetzt "raus aus den Schlagzeilen", um sich ihren eigentlichen Aufgaben widmen zu k├Ânnen."

Weiter unterstreicht der Landrat: "Bis ein neuer Gesch├Ąftsf├╝hrers gefunden und ein von mir als unabdingbar angesehenes neues Unternehmenskonzept erstellt ist, halte ich es f├╝r geboten, die Zuwendungen an die SFG auf das unabweisbar notwendige Ma├č zu beschr├Ąnken. Deshalb bitte ich Sie um Verst├Ąndnis daf├╝r, dass wir die Zahlungen f├╝r den Bereich Aussenmarketing bis zur endg├╝ltigen Kl├Ąrung der Vorw├╝rfe vollst├Ąndig einstellen und die institutionelle F├Ârderung an die Handhabung des Bundes koppeln und entsprechend reduzieren."

Die nunmehr eingetretene Entwicklung best├Ątigten Dr. Pf├Âhler in seiner Auffassung, dass die Aufgaben und die gesamte Struktur der SFG schnellstm├Âglichst auf v├Âllig neue Beine gestellt werden m├╝├čten, "um auch in Zukunft die durch den Bonn-Berlin-Beschluss entstandenen strukturellen Nachteile f├╝r unsere Region erfolgreich auffangen zu k├Ânnen".

Schlie├člich macht der Landrat nochmals seine Ver├Ąrgerung dar├╝ber deutlich, dass er hinsichtlich der Vorg├Ąnge im Bereich Ost-Asien-Marketing der SFG in keinster Weise ausreichend informiert worden sei. Dies habe er bereits in der Aufsichtsratssitzung am 13. Dezember deutlich gemacht. Entsprechendes gelte f├╝r die jetzt in der Presse ver├Âffentlichten Bonn-internen Entwicklungen zum geplanten Start-Up-Zentrum. Nachdr├╝cklich ersucht er daher die Bonner Oberb├╝rgermeisterin, "den gebotenen Informationsfluss zwischen den Gesellschaftern und den weiteren Aufsichtsratsmitgliedern k├╝nftig im Sinne einer vertrauensvollen Zusammenarbeit sicherzustellen".



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 21.12.2001

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