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Die weitaus meisten Fahrpreise bleiben stabil oder sinken sogar

Fahrg├Ąste k├Ânnen Busse und Bahn im Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) mit nur einem Ticket nutzen

Der neue Gemeinschaftstarif im n├Ârdlichen Rheinland-Pfalz schafft ein einheitliches Fahrkarten-Angebot f├╝r verschiedene Verkehrsmittel - und das auf eine einfache Art und Weise f├╝r eine Gesamtfl├Ąche von rund 5.000 Quadratkilometern mit fast einer Million Einwohner. Die Vor- und Nachteile des neuen Tarifs wurden in den politischen Gremien des AW-Kreises ausf├╝hrlich er├Ârtert.

Jetzt k├Ânnen Fahrg├Ąste Busse und Bahn im Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) mit nur einem Ticket nutzen und damit beispielsweise von Grafschaft-Gelsdorf oder Adenau bis Koblenz fahren. Weitere wesentliche Vorteile des neuen Tarifs: ein deutlich breiteres Sortiment an Fahrausweisen (Rheinland-Pfalz-Ticket, Tageskarten, Minigruppen-Karten, Wochen- und Monatskarte, 9-Uhr-Monatskarte und Sch├╝lerkarten als preisg├╝nstige Alternativen zum Einzelfahrpreis). Die Monatskarte, 9-Uhr Monatskarte und die Sch├╝lerkarten sind im Abo noch g├╝nstiger. Diese Angebote sind, abgesehen von den Sch├╝lerkarten, auf andere Personen ├╝bertragbar.

Mehr als 40 Tarife werden auf einen Schlag ersetzt. In der Startphase steht eine Telefoninfo-Hotline des VRM f├╝r Fragen und Anregungen von Fahrg├Ąsten zur Verf├╝gung (01805/986 986).

Die Tarifharmonisierung und Durchtarifierung bewirkt bei den Verkehrsunternehmen Mindererl├Âse. Diese werden vom Land Rheinland-Pfalz und den Gesellschaftern der VRM-GmbH - unter anderem dem Kreis Ahrweiler - ausgeglichen. Die hierauf entfallende Summe betr├Ągt in den ersten beiden Verbundjahren j├Ąhrlich rund 3,5 Miliionen Euro.

Die hierbei auch vom Kreis Ahrweiler aufzuwendenden Finanzmittel tragen dazu bei, dass nach dem Berechnungen der VRM GmbH auf ├╝ber 80 Prozent aller Verbindungen (Relationen) die Fahrpreise stabil bleiben bzw. absinken. Nur in rund 20 Prozent aller Reiserelationen kommt es zu einem Tarifanstieg.

Beispielsweise wird der Einzelfahrschein f├╝r Erwachsene auf der Ahrtalbahn zwischen Ahrbr├╝ck und Bad Neuenahr von 3,07 auf 3,60 Euro ansteigen. Preiswerter wird jedoch zum Beispiel die Busfahrt zwischen Bad Bodendorf und wiederum Bad Neuenahr von bisher 2,20 auf 1,75 Euro.

Zu der recht unterschiedlichen Preisentwicklung tr├Ągt unter anderem die Systematik des Fl├Ąchenzonentarifes bei. Bei der Zonierung der Ahrtalstrecke waren grunds├Ątzlich die parallel verlaufenden Buslinien zu ber├╝cksichtigen, die teilweise ein ganz erhebliches Verkehrsaufkommen aufweisen. Dies f├╝hrt leider - wie in den vorerw├Ąhnten F├Ąllen - zu einer Verteuerung f├╝r direkt fahrende Bahnkunden mit Standardfahrausweisen wie Einzelfahrschein, Monatskarte, aber auch BahnCard-Nutzer.

Die Absenkung der BahnCard-Rabattierung von 50 Prozent auf 25 Prozent des normalen Fahrpreises ist eine Vorgabe des Bahnkonzerns und wird am 15. Dezember 2002 bundesweit umgesetzt werden.

Dem gegen├╝ber steht jedoch die Verf├╝gbarkeit der BahnCard bei zuk├╝nftig allen am Verkehrsverbund Rhein-Mosel teilnehmenden Verkehrsunternehmen. Somit kann die Preisbildung im Verbundtarif auch als Kompromiss zwischen den bisher vorhandenen Tarifniveaus bei Bus und Bahn bezeichnet bzw. verstanden werden.

Auch wird bei allen Fahrten, bei denen mehr als ein Verkehrsmittel benutzt wird, die Nutzung des ├ľPNV deutlich preiswerter, als dies bisher der Fall war.

Insgesamt steht fest: Die Vorteile ├╝berwiegen die Nachteile. Au├čerdem sind in allen bisherigen Verkehrsverb├╝nden Fahrgaststeigerungen zu verzeichnen. Und dies wiederum bedeutet neue Pluspunkte f├╝r umweltfreundliche Verkehrstr├Ąger. Deshalb hat der Kreistag bereits im Juni 2000 dem Beitritt des Kreises Ahrweiler zum Verkehrsverbund Rhein-Mosel mit gro├čer Mehrheit zugestimmt.

Die Kreisverwaltung weist zudem darauf hin, dass die mit dem ├ťbergangstarif zum Verkehrsverbund Rhein-Sieg verbundenen Tarifverg├╝nstigungen weiter bestehen bleiben.



Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 08.01.2002

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