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Die Gesundheits- und Fitnessregion setzt auf "aktuelle Schwerpunkte"

Landrat Dr. Pf├Âhler weist die Kritik von Dr. Thomae als "Wahlkampfget├Âse auf dem R├╝cken der Region" zur├╝ck

"Die Pilotphase der ┬┤Gesundheits- und Fitnessregion Kreis Ahrweiler┬┤ ist erfolgreich abgeschlossen, die wichtigen und wertigen Leitprojekte sind entscheidend vorangekommen. Jetzt gilt es, diese Projekte fertigzustellen, sinnvoll zu vermarkten und miteinander zu vernetzen." Mit diesen Worten fasst Landrat Dr. J├╝rgen Pf├Âhler den aktuellen Sachstand des seit 1996 laufenden Entwicklungsprozesses zusammen.

In seiner Fr├╝hphase habe sich die "hervorragende Leitidee" prim├Ąr auf das Kur- und Gesundheitswesen fixiert. Doch sp├Ątestens mit dem Kreisentwicklungsprogramm "Zukunft AW 21", das der Kreistag im vergangenen Jahr beschlossen habe und das die planerische Richtschnur f├╝r die kommenden Jahre im Kreis Ahrweiler spanne, sei "die Leitdee unserer Gesundheits- und Fitnessregion breiter angelegt und auf weitere Bereiche der Wirtschaft ausgedehnt worden".

Damit weist der Landrat zugleich die j├╝ngsten ├äu├čerungen des FDP-Bundestagsabgeordneten Dr. Dieter Thomae als "vorgezogenes Wahlkampfget├Âse auf dem R├╝cken der Region" zur├╝ck. Dieser habe sich in der Vergangenheit gewiss um das Projekt verdient gemacht. Die Zeit sei jedoch "├╝ber Herrn Dr. Thomae hinweg gegangen", erkl├Ąrte Dr. Pf├Âhler. Mit seinen kritischen ├äu├čerungen laufe der FDP-Politiker Gefahr, eine erfolgreiche Initiative schlecht zu reden.

"Herausragende Projekte" wie beispielsweise der Tag der offenen H├Âfe in Grafschaft-Gelsdorf, das Dienstleistungszentrum Gesundheit- und Fitness oder das Institut f├╝r Lebensqualit├Ąt, Wein und Gesundheit der Deutschen Weinakademie seien mittlerweile Selbstl├Ąufer. Es sei das gro├če Verdienst seines Vorg├Ąngers, Landrat Joachim Weiler, das Projekt ┬┤Gesundheits- und Fitnessregion┬┤ im Rahmen des Bonn-Berlin-Ausgleichs seit 1996 "als Initialz├╝ndung ma├čgeblich vorangetrieben" zu haben", bekr├Ąftigte Dr. Pf├Âhler. Diese erste vom Bund mitfinanzierte Phase sei jedoch zum 31. Dezember 2000 ausgelaufen.

In der damaligen Startphase seien mehrere ├Âffentliche und private Einzelprojekte angesto├čen worden, die sich jetzt in jeweils selbstst├Ąndigen Entwicklungsstadien bef├Ąnden. Daher liegen "die aktuellen Schwerpunkte f├╝r die weitere Zukunft" nach den Worten Dr. Pf├Âhlers "nunmehr woanders". Jetzt gelte es in erster Linie, durch die Vernetzung und koordinierte Vermarktung hochkar├Ątiger wissenschaftlicher und technologischer Einrichtungen optimale Rahmenbedingungen zu schaffen, "damit neue Investitionen und Arbeitspl├Ątze in unserer Region entstehen k├Ânnen". Dazu nennt Pf├Âhler Einzelheiten.

 

RheinAhrCampus Remagen: Die neue Fachhochschule sei das Herzst├╝ck des Strukturwandels im AW-Kreis und vor allem wegen der Studieng├Ąnge Medizintechnik sowie Gesundheits- und Sozialwirtschaft zugleich ein entscheidender Impulsgeber f├╝r die Gesundheits- und Fitnessregion. "Mit ihrem hohen Niveau ist die FH in der gesamten Wissenschaftslandschaft bereits fest etabliert, obwohl die ersten Studierenden erst jetzt vor dem Studienabschluss stehen", betont Dr. Pf├Âhler. Hochkar├Ątige Veranstaltungen wie die Fachtagung Medicom 2000 oder "Campus ┬┤n Region" im vergangenen Jahr untermauerten den hohen Wert der FH f├╝r den Wissenstransfer in die Wirtschaft zur Schaffung und Sicherung von Arbeitspl├Ątzen.

 

Innovations- und Gr├╝nderzentrum Sinzig (IGZ): Seit seinem Amtsantritt im Februar 2000 seien beim IGZ entscheidende Fortschritte erzielt worden, fuhr Pf├Âhler fort. Dies betreffe die GmbH-Gr├╝ndung durch den Kreis Ahrweiler und die Stadt Sinzig, die Erteilung der Baugenehmigung durch die Kreisverwaltung sowie den Abschluss des EU-Architektenwettbewerbs. Jetzt gehe es um den Bau und die Vermarktung.

 

Technologiepark Grafschaft (TP): Bis Herbst 2000 habe es Verz├Âgerungen beim Baubeginn gegeben, weil das Baurecht f├╝r den Autobahnzubringer fehlte. Das gr├╝ne Licht f├╝r den Anschluss an die A 61 sei im Juni 2001 gekommen. Die n├Ąchsten Zielmarken laut Pf├Âhler: "Fertigstellung, Erschlie├čung und nat├╝rlich die Vermarktung". Im Interesse des Erfolgs k├Ânne es durchaus sinnvoll sein, IGZ und TP zusammen zu vermarkten. Diese Frage will der Landrat mit den Kommunen kl├Ąren.

 

Vernetzung: Studierende der FH Remagen sollen nach dem Abschluss ihre ersten unternehmerischen Gehversuche im IGZ machen. Bei Erfolg sollen sie in den Technologiepark Grafschaft ├╝bersiedeln. Pf├Âhler: "So sieht die Wertsch├Âpfungskette im Idealfall aus, die uns Arbeitspl├Ątze in zukunftstr├Ąchtigen Branchen bringt. Momentan feilen wir die Zahnr├Ąder, damit sie sp├Ąter optimal ineinander greifen." Und weiter: "Wenn das in den kommenden Jahren gelingt, werden die zentralen Leitprojekte der Gesundheits- und Fitnessregion zusammen mit dem Zentralinstitut Arzneimittelforschung in Sinzig sowie der in Bad Neuenahr-Ahrweiler ans├Ąssigen Europ├Ąische Akademie f├╝r Technik-Folgenabsch├Ątzung den Kreis Ahrweiler mit einem gro├čen Schub nach vorne bringen."

 

WohlSein365: Nachdem das Pilotprojekt "Gesundheits- und Fitnessregion" Ende 2000 ausgelaufen sei, gebe es ein Nachfolgeprojekt unter der gleichen Bezeichnung, das der Bund ebenfalls f├Ârdere. Der neue Schwerpunkt - federf├╝hrend angesiedelt bei der Tourismus und Service GmbH Ahr Rhein Eifel, Bad Neuenahr-Ahrweiler (TSG) - liege jetzt im Marketing. Der gesamte Marketingetat der TSG stehe unter der Zielsetzung ┬┤WohlSein365┬┤. Er werde daf├╝r eingesetzt, "mit hoch attraktiven Angeboten" wie der ┬┤Sinfonie der Sinne┬┤ neue G├Ąste und Touristen f├╝r den AW-Kreis zu gewinnen.

"F├╝r unsere Gesundheits- und Fitnessregion ist es nat├╝rlich auch wichtig, die touristische Infrastruktur im Sinne einer Attraktivit├Ątssteigerung kontinuierlich fortzuentwicklen", so Pf├Âhler weiter. Dies gelte beispielsweise f├╝r die Burg Olbr├╝ck als neues Highlight oder den Bau von Radwegen, der in den vergangenen Jahren deutlich in Schwung gekommen sei. Als Beispiele nannte Pf├Âhler den fertiggestellten Abschnitt Mayscho├č-Laach, die komplette Beschilderung des Ahrtal-Radwegs und das Vorhaben, das Vinxtbachtal ins Radwegenetz aufzunehmen.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 14.01.2002

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