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Der Baubeginn des IGZ Sinzig ist für den Sommer vorgesehen

Architektenpläne stehen - Landrat: "Neue, hochwertige Arbeitsplätze schaffen" - Pharmazie, Medizintechnik, Lebensmittelchemie und Kosmetik

Die einzelnen Arbeitsschritte zur Errichtung und Inbetriebnahme des neuen Innovations- und Gründerzentrums Sinzig (IGZ) liegen im vorgesehenen Fahrplan. Einstimmig hat die Gesellschafterversammlung jetzt grünes Licht für die vorgelegten Architektenpläne gegeben. Nun stehen die Ausschreibungen der Bauarbeiten an. Der Baubeginn ist für Sommer 2002 vorgesehen.

"Wenn weiterhin alles planmäßig läuft, ist das IGZ in der zweiten Jahreshälfte 2003 betriebsbereit", erklärte Landrat Dr. Jürgen Pföhler nach der jüngsten Sitzung der Gesellschafterversammlung der IGZ Sinzig GmbH und ergänzte: "Dann können junge, technologieorientierte Unternehmen und Existenzgründer loslegen."

Das IGZ, ein zentrales Projekt aus dem Berlin-Bonn-Ausgleich für den Kreis Ahrweiler, das im Sinziger Osten angesiedelt ist, soll Jungunternehmer der Branchen Pharmazie, Medizintechnik, Lebensmittelchemie und Kosmetik beherbergen. Es bietet Dienstleistungen für Unternehmensgründer sowie für kleine und mittlere Betriebe einschließlich ihrer Zulieferer an. Dabei handelt es sich in erster Linie um ein hochwertiges Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebot, die Organisation von Fachkonferenzen und Messen sowie die Bereitstellung von Laborräumen und technischem Gerät wie Mess- und Produktionseinrichtungen.

Die jetzt beschlossenen Pläne sehen die Einrichtung von acht vermietbaren Laboreinheiten unterschiedlicher Größe vor. Zentrale Büroeinrichtungen stehen allen Labors beziehungsweise Jungunternehmern zur Verfügung. Landrat Pföhler: "Das Gebäude wird schlüsselfertig übergeben. Die Unternehmer können dann sofort anfangen und ihre Ideen in die Tat umsetzen." Im Gegensatz zu einem Technologiepark wird das neue Zentrum in einem einzigen Gebäudekomplex errichtet.

Im Interesse des Erfolgs könne es sinnvoll sein, das IGZ gemeinsam mit dem Technologiepark Grafschaft, der derzeit bei Ringen neben der A 61 gebaut wird, zu vermarkten, erklärte der Landrat weiter. In jedem Fall sei das IGZ "ein wichtiges wirtschaftspolitisches Projekt, das unsere technologische Kompetenz überregional und zukunftsweisend stärken wird", bekräftigte Dr. Pföhler.

Hoch erfreut über die anstehende Umsetzung des IGZ zeigte sich auch Sinzigs Bürgermeister Wolfgang Kroeger: "Ich freue mich, dass jetzt Zukunft in Sinzig beginnt und dass mit dem absehbaren Baubeginn auch äußerlich ein Zeichen gesetzt wird."

Die Sinziger Einrichtung soll neben der Einbindung in das Zentren-Konzept des Landes Rheinland-Pfalz eng mit den technologieorientierten Einrichtungen der Region zusammenarbeiten. Die Gesamtkosten liegen bei rund vier Millionen Euro. Der Bund finanziert die Investitionskosten des Projekts mit 55 Prozent. Den Rest übernehmen das Land Rheinland-Pfalz mit 25 Prozent sowie der Kreis Ahrweiler und die Stadt Sinzig mit je zehn Prozent.

Entstehen soll das Zentrum im Sinziger Osten in unmittelbarer räumlicher Nachbarschaft zur Forschungsvereinigung der Arzneimittelhersteller (FAH), die ihre konkrete Unterstützung zugesagt und Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet hat.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 21.03.2002

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