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Die berufliche Zukunft für Mädchen heißt auch: Technik

Girls-Day schickt Schülerinnen in Betriebe - Landrat: "Gut für Ausbildung, Arbeitsmarkt und Wirtschaftsstandort" - Dirks: "Resonanz macht Mut"

Mädchen sollen mehr Lust auf Technik bekommen. Warum? Damit sie ihre beruflichen Möglichkeiten besser ausschöpfen können. Wie? Durch den Girls-Day, den Mädchen-Zukunftstag 2002. Am Donnerstag, 25. April, findet dieser zweite bundesweite Aktionstag statt - im Kreis Ahrweiler in sieben Betrieben plus der Fachhochschule Remagen.

Als "strategisch wichtigen Ansatz" bezeichnet Landrat Dr. Jürgen Pföhler die frühe Einbindung junger Menschen in das berufliche Umfeld. Mit Vorteilen für beide Seiten. Der Landrat: "Die Schülerinnen haben die Möglichkeit, persönliche Neigungen zu entdecken, die ihnen eine Orientierung auch in technische Berufe hinein bietet. Und die Unternehmen können frühzeitig Ausschau nach geeignetem Nachwuchs halten. Das hilft der Ausbildung, dem Arbeitsmarkt und dem Wirtschaftsstandort."

In diesem Jahr gehen Mädchen der sechsten Klasse der Realschule Ahrweiler in die Firmen. Der Arbeitskreis "Frau und Beruf" im Kreis Ahrweiler plant, den Girls-Day jedes Jahr aufzugreifen und mit jeweils anderen Schulen zu kooperieren. "Damit sollen Mädchen immer neue Möglichkeiten erhalten, technische Berufe kennen zu lernen", erklärt die Gleichstellungsbeauftragte des AW-Kreises, Evelyn Dirks, stellvertretend für den Arbeitskreis "Frau und Beruf". Dass sich sieben Firmen im Kreisgebiet und der RheinAhrCampus Remagen zum Mitmachen entschlossen haben, wertet Dirks als Erfolg: "Diese Resonanz macht Mut für die Zukunft."

Zum Konzept des Girls-Day: In einer bundesweiten Kampagne sind vor allem technische Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aufgerufen, Mädchen im Alter zwischen zehn und 15 Jahren vor Ort Einblicke in jene Sparten der Berufswelt zu verschaffen, die bislang primär von Jungen genutzt werden.

Deutschland verfüge derzeit über eine der best ausgebildeten Frauengenerationen aller Zeiten. Dennoch: Mädchen entschieden sich bei ihrer Ausbildungs- und Studienwahl überproportional häufig für ein eher "weibliches" Berufsfeld. Damit schöpften Mädchen ihre Berufsmöglichkeiten nicht voll aus, monieren die Macher des Mädchen-Zukunftstags. Außerdem: Den Betrieben fehle qualifizierter Technik-Nachwuchs.

Dieser Trend lasse sich auch in Rheinland-Pfalz beobachten. Im Bereich des Arbeitsamtes Mayen beispielsweise konzentrierten sich 52 Prozent der Ausbildungsbewerberinnen auf sechs Berufsfelder: Bürokauffrau, Arzthelferin, Einzelhandelskauffrau, Friseurin, Industriekauffrau und Verkäuferin. Aber nur 6,4 Prozent der Mädchen bewarben sich im Jahr 2001 für Berufe der Informations- und Kommunikationstechnologie.

Diese Zahlen nimmt der AK "Frau und Beruf" im AW-Land zum Anlass, sich aktiv einzusetzen und das Spektrum der Berufswahl von Mädchen zu erweitern. Die Schnuppertage in den Technikbetrieben sollen das Wissen der Mädchen erweitern, ihr Interesse wecken und ihre spätere Berufswahl beeinflussen.

Weitere Infos zum Girls-Day unter www.girls-day.de oder beim Arbeitskreis "Frau und Beruf" über Evelyn Dirks, Kreisverwaltung Ahrweiler, Wilhelmstraße 24-30, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Ruf 02641/975-349, info@kreis-ahrweiler.de .



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 11.04.2002

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