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Technische Fotografie in Perfektion

Ausstellung zeigt Fotos aus dem Regierungsbunker - Werke von Werner Mertens bis Ende Mai in der Kreisverwaltung zu sehen

Gro├čk├╝che zur Versorgung von 600 Personen. Hydraulikt├╝ren. Zahn├Ąrztlicher Behandlungsraum. Zuluftrohre. Verbindungsstollen. ABC-Filteranlage f├╝r Raumluft. Eine knappe, klare Sprache beschreibt Fotos, die derzeit in einer Ausstellung im Foyer der Kreisverwaltung Ahrweiler zu sehen sind: die Aufnahmen des Fotografen Werner Mertens vom ehemaligen "Regierungsbunker" im Ahrtal.

"Technische Fotografie in Perfektion" nennt Landrat Dr. J├╝rgen Pf├Âhler die Werke des fr├╝heren Mitarbeiters im Kreis-Medienzentrum. Werner Mertens habe es verstanden, "die unvergleichbare Atmosph├Ąre der Anlage mit Schwarz-Wei├č-Aufnahmen einzufangen". Die Fotoserie aus dem Bunker, der w├Ąhrend des Kalten Krieges als Ausweichsitz und Kommandost├╝tzpunkt der Bundesregierung gedacht war, sei "eine Dokumentation ersten Ranges" und halte "dieses einmalige Bauwerk in unserem Kreis f├╝r die Nachwelt fest", betonte Dr. Pf├Âhler.

Die Mertens-Fotos bieten Einblicke in ein unterirdisches Bauwerk, das sich tief unter den Weinbergen von Ahrweiler bis Marienthal erstreckt. Zu sehen sind die gro├čformatigen Aufnahmen, die bereits im Museum der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler ausgestellt waren, bis 31. Mai im Kreishaus-Foyer. Es handelt sich um eine Gemeinschaftsarbeit der Kreisverwaltung mit Kreis-Archivar Leonhard Janta und der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Werner Mertens, Jahrgang 1934 und in der Fachwelt als hochkar├Ątiger Fotograf und Filmemacher anerkannt, hat die Bunker-Fotos von 1999 bis 2001 gefertigt. Seine Fotoarbeiten, Filme, Diaserien, Unterrichtsmedien, Bilddokumentationen und Videofilme haben Mertens┬┤ Ruf ├╝ber die Kreisgrenzen hinaus begr├╝ndet. Mit gro├čem Engagement ist er seit mehr als 40 Jahren Mitglied im Filmclub Bad Neuenahr-Ahrweiler aktiv. Bei Wettbewerben wurden seine Filme vielfach ausgezeichnet bis hin zu den Bundeswettbewerben und den Deutschen Filmfestspielen. J├╝ngst wurde seine Video-Dokumentation ├╝ber die r├Âmische Eisenschmelzanlage im Ahrweiler Stadtwald bei der Filmpr├Ąmierung in Westerburg ausgezeichnet. In den Ausstellungen der ARE-K├╝nstlergilde ist Mertens seit 1996 mit eigenen k├╝nstlerischen Arbeiten vertreten.

Die Fotografien stellen die bis zur Schlie├čung als "streng geheim" eingestufte Anlage mit ihren wesentlichen Teilen und Funktionsbereichen vor. Insgesamt war der Bunker f├╝r 3.000 Personen konzipiert. Er umfasste unter anderem 936 spartanisch eingerichtete Schlafr├Ąume, 897 B├╝ros, f├╝nf Gro├čk├╝chen, f├╝nf Kommandozentralen, f├╝nf Sanit├Ątsbereiche, Ersatzteil-, Nahrungsmittel- und Treibstofflager, die Ver- und Entsorgung (Strom, Wasser, Luft) sowie insgesamt rund 25 000 T├╝ren und 38 Verbindungswege zur Au├čenwelt. Die Fl├Ąche betr├Ągt 83.000 Quadratmeter bei einer Ausdehnung von 19 Kilometern.

 

Hinweis an die Zeitungen: Zu diesem Artikel erhalten Sie ein Foto. Bildunterzeile:

Einmaliges Bauwerk f├╝r Nachwelt festgehalten: Landrat Dr. J├╝rgen Pf├Âhler (v.l.), Werner Mertens, Leonhard Janta.





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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 08.05.2002

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