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International renommiert - regional etabliert

Die Europäische Akademie engagiert sich im und für den Kreis Ahrweiler - Landrat Dr. Pföhler im Gespräch mit Prof. Gethmann

Die Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH hat sich nach sechs Jahren ihres Bestehens fest im Kreis Ahrweiler verankert. Neben ihrer Arbeit auf internationaler Ebene wird sich die Akademie auch in Zukunft verstärkt in der Region engagieren. Zu diesem Fazit gelangten Akademie-Direktor Professor Dr. Carl Friedrich Gethmann und Landrat Dr. Jürgen Pföhler nach einem längeren Gespräch.

"Eine Region, die im Aufbruch ist, braucht auch Eliten und hochkarätige Wissenschaftler", hob Dr. Pföhler den "besonderen Stellenwert der Europäischen Akademie" hervor. Zugleich lobte der Landrat das bisherige Engagement der Akademie und ihres Direktors Professor Gethmann "im und für den Kreis Ahrweiler". Gethmann seinerseits bekräftigte, "dass wir uns hier sehr wohl fühlen."

Bei der mehrstündigen Unterredung über gemeinsame Perspektiven kamen die konkreten Projekte einer Kooperation der Akademie innerhalb des AW-Kreises zur Sprache. Mit am Tisch: der Unternehmer Hans-Joachim Brogsitter als Vorstandsmitglied des "Vereins der Freunde und Förderer der Europäischen Akademie" und Minou Bernadette Friele (M.A.), die Leiterin der Projektgruppe "Embryonenforschung in Europa. Biologisch-medizinische, rechtliche und philosophische Aspekte".

Neben den wissenschaftlichen Kernaufgaben der Akademie ging der Philosoph Gethmann auf mehrere Aktivitäten innerhalb der Region ein. Dazu zähle der Arbeitskreis "Medizinethik", der bei Ärzten im AW-Kreis und über dessen Grenzen hinaus immer größeren Zuspruch findet. Dieser Arbeitskreis greife Themen auf, die sich aus der ärztlichen Praxis für die in den medizinischen Berufen Tätigen ergeben. Die Akademie stelle dabei ihr wissenschaftliches Netzwerk für die Gewinnung geeigneter Referenten zur Verfügung, erklärte Gethmann.

Eine weitere Aktivität der Akademie liege in den gemeinsam mit der Kreissparkasse Ahrweiler organisierten "Sparkassenvorträgen", die große Beachtung fänden. Außerdem nannte Direktor Gethmann die Kooperation mit der Aktiengesellschaft Bad Neuenahr, in deren Rahmen Akademie-Mitarbeiter Vorträge für Kurgäste halten. Auch fänden die Kunstausstellungen in den Räumen der Akademie (Mittelzentrum, ehemaliges Haus III des früheren Peter-Joerres-Gymnasiums an der Ahrweiler Wilhelmstraße) "großen Anklang bei der Bevölkerung".

Ein Vorausblick: Die Akademie wird sich bei der Ahrtalschau, der größten Messe im Kreis Ahrweiler, die vom 31. Oktober bis 3. November 2002 am Apollinarisstadion in Bad Neuenahr stattfindet, an einem Gemeinschaftsstand mit der Kreisverwaltung und anderen Institutionen aus dem AW-Kreis präsentieren. Darüber hinaus will die Akademie ihre bisherigen regionalen Aktivitäten erweitern. Im Mittelpunkt der neuen Aktionen steht nach den Worten Gethmanns vor allem der Austausch mit Firmen und Einrichtungen im AW-Land.

Die Europäische Akademie habe den Kreis Ahrweiler "auf dem Weg des Strukturwandels bereits ein entscheidendes Stück nach vorne gebracht", betonte Landrat Pföhler vor allem mit Blick auf die zahlreichen Tagungen im AW-Land und "den unbezahlbaren Imagegewinn, der uns zugute kommt". Die Akademie sei ein wichtiger Baustein, der die Bedeutung der vom Regierungsumzug betroffenen Region Bonn als Wissenschaftsstandort untermauert. Dr. Pföhler: "Zusammen mit der Fachhochschule Remagen, dem Technologiezentrum Sinzig und dem Technologiepark Grafschaft bildet die Europäische Akademie das ´Technologische Kleeblatt´ des Kreises Ahrweiler".

Die seit 1996 im AW-Kreis ansässige Akademie - bis Herbst 1999 war das Forscherteam im Backstein-Gebäude des Apollinaris-Verwaltungstraktes in Bad Neuenahr untergebracht - befasst sich mit den Auswirkungen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen wie etwa der Robotik, der Klimavorhersage- und -vorsorge, der Nachhaltigen Entwicklung und Innovation oder der Humangenom-Forschung.

Die unabhängigen Wissenschaftler diskutieren und erarbeiten vor allem Studien und Memoranden für die Entscheidungsträger in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Eine Aufgabe besteht auch darin, die Technikangst der Bürger in eine rationale Beurteilung zu führen.

Zudem haben fünf Wissenschaftler der Akademie Lehraufträge an Universitäten erhalten: drei an der FH Remagen sowie jeweils einen an der FH Koblenz und der Uni Duisburg. Ein starker Akzent liegt im europäischen Kontext. Der im November vorigen Jahres von Politikern, Geschäftsleuten und Bürgern gegründete "Verein der Freunde und Förderer" verfolgt den Zweck, die Akademie bei ihren wissenschaftlichen Vorhaben zu unterstützen und gemeinnützig für die Akademie tätig zu sein.

 

Hinweis an die Zeitungen: Zu diesem Artikel erhalten Sie ein Foto. Bildunterzeile:

Gesprächsrunde in der Europäischen Akademie: Prof. Carl Friedrich Gethmann (v.l.), Minou Bernadette Friele, Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Hans-Joachim Brogsitter.





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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 04.06.2002

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