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"Ohne Pferde-Pass geht gar nichts"

Auch für Esel und Maultiere gilt: Bitte anmelden

Deutliche Vorteile bringt der Pferdepass allen Pferdebesitzern sowie Vereinen und Betrieben, die mit Pferden zu tun haben. "Ohne diesen Pass geht gar nichts", betont die Kreisverwaltung Ahrweiler in einer Pressemeldung und weist auf Einzelheiten hin.

Der so genannte "Equidenpass" ist gesetzliche Pflicht. Der Pass gilt für alle Einhufer, also Pferde, Esel und Maultiere. Er enthält wichtige Informationen zum Besitzer, zur Herkunft, zur Identität des Tieres sowie über Arzneimittelbehandlungen und Impfungen am Tier. Alle Behandlungen und Medikamentengaben müssen vermerkt werden.

Im Equidenpass müssen die Tierhalter schriftlich festlegen, ob das Pferd der Lebensmittelgewinnung dienen oder nicht geschlachtet werden soll. Diese Information ist für den behandelnden Tierarzt wichtig, damit er bei Schlachtpferden die richtigen Arzneimittel anwendet, also solche Medikamente, die für Tiere bestimmt sind, die der Lebensmittelgewinnung dienen. Zwar haben Pferde nur eine geringe Bedeutung auf dem hiesigen Schlachttiermarkt. Dennoch leistet diese Regelung des Arzneimittelrechts ein Beitrag zum Gesundheitsschutz der Verbraucher.

Die Amtstierärzte der Kreisverwaltung unterstreichen die warnenden Hinweise des Pferdezuchtverbands Rheinland-Pfalz-Saar e.V., der beispielsweise betont: "Sollte die Bedrohung durch die Maul- und Klauenseuche wiederkehren, haben Pferde, die immer noch nicht über einen Pass verfügen, die schlechtesten Karten. Für sie dürften dann die gravierendsten Transportbeschränkungen gelten." Dies habe auch die EU in Brüssel bestätigt.

Wer sein Pferd ohne Pass von einem Bestand in einen anderen transportiere, riskiere ein Bußgeld. Der Verkauf eines Tieres ohne Pass sei ebenfalls verboten. Selbst der letzte Gang zum Schlachter sei ohne Euqidenpass nicht mehr möglich.

In diesem Zusammenhang erinnern die Amtstierärzte daran, dass die geforderten Informationen über die Pferdehaltung wegen der Tierseuchenbekämpfung und -prophylaxe notwendig wurden. Durch den Wegfall der Binnenmarktgrenzen könnten sich Tierseuchen schneller über große Entfernungen verbreiten. Breche eine Seuche aus, ließen sich mit der Tierhalterdatei gezielte Gegenmaßnahmen ergreifen.

Weitere Infos bietet die Kreisverwaltung Ahrweiler in ihren Internetseiten: www.kreis.aw-online.de, dann "Bürger-Info" sowie "Veterinärwesen und Landwirtschaft" anklicken.



Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 07.06.2002

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