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Vier Landräte planen die „Drei-Flüsse-Tour“

Radwege sollen nicht an Grenzen Halt machen – Landespflegerische Untersuchungen für Lückenschluss Laach-Altenahr laufen

Vier Landkreise in zwei Bundesländern, drei Flüsse, eine Idee: Der Radtourismus bietet Chancen, vor allem dann, wenn man sie gemeinsam beim Schopfe packt. In dieser Ein-schätzung zeigten sich vier Landräte einig – und proklamierten jetzt die Idee der „Rheini-schen Drei-Flüsse-Tour“ entlang von Rhein, Ahr und Erft.

Der Ahrweiler Landrat Dr. Jürgen Pföhler hob das Projekt als „Musterbeispiel für das Europa der Regionen“ hervor. Wer sein eigenes Süppchen koche, habe den Zug der Zeit eh schon verpasst, plädierte Pföhler in Blankenheim für ein Kreise und Länder übergreifendes Rad-sport-Marketing. In Blankenheim, wo die Ahr entspringt, stellten die Kreis-Chefs – neben dem AW-Landrat dessen Amtskollegen aus Nordrhein-Westfalen Günter Rosenke (Kreis Euskirchen), Werner Stump (Erftkreis) und Dieter Patt (Kreis Neuss) – die Drei-Flüsse-Tour vor.

Weil die Erftquelle und die Ahrquelle nicht allzu weit auseinanderliegen, bot sich das Eifel-Städtchen als Gesprächsort für ein überregionales Radnetz an. Die geografische Verknüp-fung der beiden „Quelle-Mündung-Radwege“ stellt der Rhein dar, entlang dessen Ufern be-reits ein gut ausgebautes Radwegenetz verläuft. So beginnt dieses Netz in Nordrhein-Westfalen mit dem Erlebnisweg „Rheinschiene“ von Duisburg bis Bonn und findet seine Fortsetzung in Rheinland-Pfalz.

Im Rahmen dieser Drei-Flüsse-Tour mit ihren sportlichen, touristischen und damit wirtschaft-lichen Potenzialen habe der Kreis Ahrweiler einiges zu bieten, erklärte Dr. Pföhler. Konkret: Der rund 60 Kilometer lange Ahrtalradweg als einer der sieben überregionalen Radwege in Rheinland-Pfalz sei innerhalb des AW-Kreises bereits in großen Teilen verwirklicht. Die noch verbleibende 1,2 Kilometer lange Lücke zwischen Mayschoß-Laach und Altenahr gelte es zu schließen. „Wir wollen den Lückenschluss auch deshalb, um die Radfahrer von der vielbe-fahrenen Bundesstraße B 267 auf verkehrssicheres Terrain abseits des Verkehrs zu führen“, erklärte Landrat Pföhler. Zurzeit liefen landespflegerische Untersuchungen für eine geeig-nete Trasse.

Sehr zufrieden sei der Kreis Ahrweiler darüber, dass der Ahrtalradweg von Walporzheim bis Schuld bereits über viele Kilometer auf der ehemaligen Bahntrasse verlaufe. Diese Konstel-lation sei auch Vorbild für die weiteren Planungen von Schuld bis Dorsel an der Landesgren-ze zu Nordrhein-Westfalen. Hier biete sich ebenfalls ehemaliges Bahngelände an, das zu weiten Teilen im kommunalen Eigentum stehe, fuhr Dr. Pföhler fort. Die Kommunen hätten im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten Unterstützung zugesagt.

Erfreulich: Der Ahrtalradweg sei von der Mündung bei Sinzig bis nach Schuld einheitlich ausgeschildert. Die Symbolkraft eines Logos verleihe dem Ahrtalradweg ein unverwechsel-bares Kennzeichen. Und auch im Vinxtbachtal sei ein neues Radwegeband in der Plannug, so Pföhler.

Was gibt es noch zu tun? „Wir werden unser Radwegenetz im Kreis Ahrweiler, das zurzeit rund 1.000 Kilometer einschließlich der Fahrrad-Freizeitroute und der Mountainbike-Strecke am Nürburgring umfasst, weiter ausbauen. Gleichzeitig suchen wir die Kooperation mit be-nachbarten Landkreisen.“ Der Ahrweiler Landrat sah in der Blankenheimer Veranstaltung ei-nen Erfolg versprechenden Auftakt, um die Gesamtregion für Radfahrer attraktiver und inter-essanter zu gestalten.

Hinweis an die Zeitungen: Zu diesem Artikel erhalten Sie ein Foto. Bildunterzeile:
Radfahren – nicht nur im Kreis Euskirchen: die Landräte Günter Rosenke, Werner Stump, Dr. Jürgen Pföhler und Dieter Patt (v.l.).


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 13.06.2002

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