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Mindesterträge für Raps, Öllein und Sonnenblumen festgelegt

Silomais und Sommergetreide für Biogasanlagen – Kreisverwaltung informiert

Landwirte, die auf konjunkturell stillgelegten Flächen nachwachsende Rohstofffe angebaut haben, müssen die gesamte Ernte von diesen Flächen an die Erstverarbeiter beziehungs-weise Aufkäufer abliefern. Dabei dürfen die für Rheinland-Pfalz festgesetzten Mindesterträge nicht unterschritten werden. Auf diese EU-Bestimmung weist die Kreisverwaltung Ahrweiler hin.

Für die Ernte 2002 wurden für Rheinland-Pfalz folgende Mindesterträge festgelegt: Winter-raps 28 Doppelzentner pro Hektar, Sommerraps 19 dz/ha, Öllein 15 dz/ha und Sonnenblu-men 27 dz/ha. Den vorgesehenen Erträgen wurde ein Feuchtegehalt von neun Prozent und ein Fremdbesatzanteil von zwei Prozent (bei Öllein 2,5 Prozent) zugrunde gelegt.

Für die Ernte von Ganzpflanzensilage zur Verwendung in der hofeigenen oder nicht hofeige-nen Biogasanlage wurden folgende Mindesterträge bestimmt: Silomais 42 Kubikmeter je Hektar, Sommergetreide (Hafer) 31 cbm/ha. Diese Erträge beziehen sich auf silierte, stark verdichtete, festgefahrene Frischmasse.

Da Vertragsänderungen grundsätzlich nicht mehr zulässig sind, können die Bewilligungstel-len nur in besonderen Fällen und nach Vorlage eines Sachverständigengutachtens Ausnah-men zulassen. Unterschreitungen der Mindestablieferungsmengen, die möglicherweise in ei-nigen Wochen witterungsbedingt nicht mehr erreichbar sind, können nur in begründeten Ein-zelfällen und nur bei Abweichungen von den festgestellten, repräsentativen Mindesterträgen bis zu 10 Prozent durch die Kreisverwaltung anerkannt werden.

Die Gründe für diese Fehlmenge sind schriftlich darzulegen. Im Übrigen sind Fehlmengen von dem Ertrag anderer Anbauflächen oder durch Zukauf zu ersetzen. Voraussetzung für die Anerkennung von Unterschreitungen ist, dass keine Fahrlässigkeit beim Anbau vorliegt und der Verdacht des Missbrauchs ausgeschlossen werden kann.

Außer beim Anbau für die hofeigene Biogasanlage müssen die Landwirte nach Ablieferung des Ernteguts unverzüglich Liefer- beziehungsweise Wiegescheine vorlegen, damit die Kreisverwaltung prüfen kann, ob die Ernte vollständig abgeliefert wurde. Die Nachweise müssen Angaben enthalten über die abgelieferte Erntemenge nach Art und Sorte, Gewicht, Feuchtegehalt und Besatzwerten nach Vorreinigung. Die Ablieferungsdokumente müssen vom Abnehmer beziehungsweise Erstverarbeiter unterzeichnet sein.

Landwirte, die bereits vor der Ernte wissen, dass sie den festgelegten Mindestertrag nur ge-ringfügig (bis 10 Prozent) unterschreiten, sollten der Kreisverwaltung diese Fälle schriftlich mitteilen und die Unterschreitung begründen. Dies gilt insbesondere für jede Unterschreitung des Mindestertrages beim Anbau für Biogasanlagen.

Die Landwirte sind gehalten, immer Vorsorge für den Ersatz von Fehlmengen zu treffen, weil nur dadurch Sanktionen vermieden werden können. Falls die Fehlmenge nicht ausgeglichen werden kann, müssen die Stilllegungsflächen anteilig abgelehnt werden; der Antragsteller verliert nicht nur die Stilllegungsprämie, sondern eventuell auch die Prämien für sonstige Kulturpflanzenflächen.

In gravierenden Fällen wird der gesamte Betrieb von den Ausgleichszahlungen ausge-schlossen. Die Landwirte werden daher gebeten, kein unnötiges Risiko einzugehen, die Ernte vollständig abzuliefern und insbesondere die festgelegten repräsentativen Mindester-träge zu erfüllen. Noch Fragen? Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung Ahrweiler helfen gerne weiter: Ruf 02641/975-288.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 12.07.2002

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