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Die Interessen älterer Menschen vertreten

Der BRH kümmert sich nicht nur um Pensionäre und Rentner des öffentlichen Dienstes – Landrat Pföhler: Kontakt zu Personalräten der Kommunen suchen

Gut ein Viertel der Bevölkerung im Kreis Ahrweiler ist 60 Jahre und älter – ein Grund für Landrat Dr. Jürgen Pföhler, das Gespräch mit einer Interessenvertretung der älteren Menschen zu suchen. Jetzt traf sich Pföhler mit einer Delegation des Bundes der Ruhestandsbeamten, Rentner und Hinterbliebenen (BRH).

Außerdem am Gesprächstisch: der Vorsitzende des BRH-Landesverbandes Rheinland-Pfalz, Eckehard Dietrich, dessen Stellvertreter Fritz Rick aus Niederdürenbach, der BRH-Kreisvorsitzende Professor Gerhard Schulz aus Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie Klaus-Peter Kniel, der Fachbereichsleiter für Jugend, Soziales und Gesundheit in der Kreisverwaltung Ahrweiler.

„Unser Bevölkerungsanteil liegt mit 25,5 Prozent über dem rheinland-pfälzischen Landesdurchschnitt“, sagte Pföhler. Deshalb sei eine Organisation wie der BRH, der sich für die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger einsetze, „bei uns besonders wichtig“. Dr. Pföhler empfahl den BRH-Vertretern, sich mit den Personalräten der Städte und Gemeinden in Verbindung zu setzen, um sich bei den Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes noch besser bekannt zu machen.

Der BRH ist die Pensionärs- und Rentner-Organisation des öffentlichen Dienstes und betreut auch frühere Mitarbeiter von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Sparkassen. Eckehard Dietrich erläuterte, dass der BRH gegenüber der Bundes- und den Landesregie-rungen nicht nur als Vertreter seiner Mitglieder, sondern der älteren Mitbürger insgesamt auftrete. „Ältere Menschen sind heute immer mehr gezwungen, sich zur Wehr zu setzen, wenn sie nicht ins gesellschaftspolitische Abseits geraten wollen“, warnte Dietrich. Vor allem den Angehörigen des öffentlichen Dienstes wehe ein starker politischer Wind ins Gesicht.

Dies bestätigte auch der BRH-Kreisvorsitzende Gerhard Schulz. Schließlich werde der Druck auf die Alterssicherungsysteme „immer gravierender“. Landesweit zählt der BRH rund 80.000 Mitglieder, davon 5.000 in Rheinland-Pfalz. Der Kreisverband Ahrweiler umfasst das gesamte Kreisgebiet. Seine Schwerpunkte mit rund 130 Mitgliedern liegen in den beiden Ortsverbänden Bad Neuenahr-Ahrweiler und Bad Breisig. Der Kreisverband Ahrweiler besteht seit 1949 und ist einer der ältesten im Landesverband.

In Bad Breisig konstituierte sich 1995 dank kräftiger Unterstützung des BRH der erste Seniorenbeirat im AW-Kreis. Zwei BRH-Mitglieder sind in diesem Gremium vertreten. Auch in Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde jüngst mit Hilfe des BRH ein Seniorenbeirat ins Leben gerufen. Die Seniorenbeiräte vertreten die Interessen der Senioren gegenüber dem Stadtrat und dem Bürgermeister.


Hinweis an die Zeitungen: Zu diesem Text erhalten Sie ein Foto. Bildunterzeile:
Kennenlerngespräch in der Kreisverwaltung: Fritz Rick (v.l.), Klaus-Peter Kniel, Eckehard Dietrich, Landrat Dr. Pföhler und Prof. Gerhard Schulz.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 19.07.2002

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