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„Immense Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Kreis Ahrweiler“

Firmenbesuche: Landrat Dr. Pföhler beim Weingut Nelles in Heimersheim

Traditionsbewusstsein und innovatives Denken, Heimatverbundenheit, Wirtschaftskraft und höchstes Qualitätsbewusstsein. Diese Prädikate treffen nach den Worten von Landrat Dr. Jürgen Pföhler auf einen Winzerbetrieb zu, den er jetzt im Rahmen seiner Firmenbesuche näher kennen lernte: das Weingut Nelles in Heimersheim.

„Vorzeigeunternehmer“ nennt Pföhler einen Wein-Experten wie Thomas Nelles. Solche Indi-vidualisten und ihre herausragenden Produkte seien es, die dem Ahrtal und dem gesamten Kreis Ahrweiler ein Renommee verschafften, „um das uns andere Regionen nur beneiden können“. Neben dem Image, sich als eines der besten Weinanbaugebiete Europas bezeich-nen zu dürfen, gelte dies zugleich für den direkten wirtschaftlichen Ertrag: Landrat Pföhler: „Der Weinwirtschaft kommt auch mit Blick auf Fremdenverkehr und Tourismus eine immense Bedeutung für den gesamten Wirtschaftsstandort Kreis Ahrweiler zu.“

Firmen-Chef Thomas Nelles und Kellermeister Alfred Emmerich führten den Landrat in die Philosophie des Heimersheimer Weingutes ein. Ohne chemische Hilfen, ohne Hitze und oh-ne Rühren erzeugt das Winzer-Duo seine Weine. „Ständiges Beobachten ist viel wichtiger als die Chemie“, unterstreicht Nelles. Und: Die selektive Handlese im Wingert führe zwar zu einem geringeren Ertrag, aber zu ausnehmend guten Weinen.

Ein Aushängeschild des Heimersheimer Traditionsunternehmens, das im Jahr 1479 erst-mals urkundlich in Erscheinung trat: der 1997er Spätburgunder „B 52“, den der Gault Millau Deutschland mit dem Prädikat „Bester trockener Rotwein des Jahres“ kürte. Hinter diesem Spitzenwein verbirgt sich keinesfalls eine Chiffre auf einen amerikanischen Bomber. Denn als Nelles vor Jahren feststellte, dass seine drei Spitzenweine allesamt Spätburgunder wa-ren, nannte er sie einfach nach den Barrique-Fässern, in denen er sie gelagert hatte. „Doch der B 52 ist schon unser Überflieger“, verrät Nelles stolz.

Ohnehin sucht man Lagebezeichnungen auf den Etiketten des Nelles-Sortiments vergeblich. Obwohl beispielsweise die Heimersheimer Landskrone regelmäßig Spitzenweine hervorbrin-ge, so Emmerich. Dem mit 6,5 Hektar relativ kleinen Weingut, das meist auf Schieferverwit-terungs- und Lößlehmböden Spätburgunder, Portugieser, Domina und Frühburgunder be-wirtschaftet, reichen prägnante Bezeichnungen wie B 47 oder eben B 52.

Verkostet haben Nelles, Emmerich und Dr. Pföhler nach ihrem Gespräch übrigens lebendige Sommerweine sowie Burgunder des Jahrgangs 2001, die nach zwölf Monaten Barrique-Lager Ende September auf die Flaschen gefüllt werden.

Hinweis an die Zeitungen: Zu diesem Artikel erhalten Sie Fotos. Bildunterzeile:
Vorkoster für den kommenden Wein (v.l.): Firmen-Chef Thomas Nelles, Landrat Dr. Jürgen Pföhler und Kellermeister Alfred Emmerich.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 01.08.2002

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