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Fußball-Talentschmiede im Kreis Ahrweiler

DFB hat Bad Neuenahr-Ahrweiler als Stützpunkt zur Talentförderung ausgewählt

„Fußball ist unser Leben, denn König Fußball regiert die Welt“ – und demnächst auch den Kreis Ahrweiler: Der DFB errichtet im Rahmen seines Talentförderprogrammes in der Kreisstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler einen von 390 Stützpunkten, die flächendeckend über die ganze Bundesrepublik verteilt sind. Ziel des Stützpunktes ist es, im Apollinaris-Stadion ein wöchentliches Training zur Ausbildung der Hoffnungsträger im Fußballsport durchzuführen.

„Dass der DFB als Stützpunkt Bad Neuenahr-Ahrweiler ausgewählt hat, ist eine Anerkennung der erfolgreichen sportpolitischen Arbeit im Kreis Ahrweiler und der erstklassigen Sportanlagen der Kreisstadt,“ freut sich Landrat Dr. Jürgen Pföhler über die Entscheidung des Fußballbundes. Das Apollinaris-Stadion sei eine Mittelpunktanlage für den Kreis, so dass es sich geradezu angeboten habe, sich für diesen Standort stark zu machen. „Die zentrale Lage, der vorhandene Rasenplatz, das große Betriebsgebäude und die Ausweichmöglichkeit in die Sporthalle der Berufsbildenden Schule Bad Neuenahr-Ahrweiler bieten in der Tat ideale Voraussetzungen für einen solchen Stützpunkt“, so der AW-Landrat.

Auch Kreisstadt-Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Tappe begrüßt die Initiative des DFB in Bad Neuenahr-Ahrweiler. „So wird das ohnehin hervorragende Image der Stadt als Sporthochburg noch weiter positiv verstärkt“, hebt Dr. Tappe die Bedeutung des Projektes hervor. Der SC 07 habe bereits Pionierarbeit geleistet, was die Entwicklung des Frauenfußballs angehe. „Jetzt werden von der Kreisstadt aus auch durch den DFB besondere Talente durch ein qualitativ hochwertiges Training und fachlich geschulte Trainer ausgebildet“, freut sich der Bürgermeister.

Das Projekt beginnt nach den Sommerferien in ganz Deutschland. Das Konzept: Einmal wöchentlich lädt der DFB zusätzlich zum Vereinstraining die größten Fußballtalente im Alter von elf bis 17 Jahren zur Teilnahme an einer Sonderschicht ein. So kann die hohe Lernfähigkeit von Kindern und Jugendlichen genutzt werden, um Hoffnungsträger für die kommenden Weltmeisterschaften auszubilden.

Im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft 2006 sehen Landrat Dr. Pföhler und Bürgermeister Dr. Tappe durch den DFB –Stützpunkt eine große Chance für Kreis und Kreisstadt. Dr. Pföhler denkt bereits an eine weitere Kooperation: „Die Zusammenarbeit mit dem DFB muss ja nicht beim Talentförderprogramm enden! Wir hoffen, dass Bad Neuenahr-Ahrweiler auch als Trainingslager für die an der Weltmeisterschaft teilnehmenden Teams in Betracht gezogen wird.“ Außerdem, ergänzt Dr. Tappe, eigne sich die Kreisstadt mit seiner guten Infrastruktur, seinem vorbildlichen Angebot in der Hotellerie und seiner optimalen
geographischen Lage mit der Nähe zum Flughafen Köln/Bonn hervorragend als Unterbringungsort für an der WM 2006 teilnehmende Teams.

Etwa 22.000 Jugendliche werden bundesweit jährlich von der Sportförderung des DFB profitieren. Im Bundesland Rheinland-Pfalz siedelt der DFB 29 der insgesamt 390 Stützpunkte an. Angesprochen sind sowohl männliche als auch weibliche Fußballaktive. Um sie werden sich insgesamt 1.200 lizenzierte Trainer kümmern. Für den Stützpunkt Bad Neuenahr-Ahrweiler, dessen Einzugsgebiet über die Kreisgrenzen hinaus reicht, sind mit Karl-Heinz Alt aus Sinzig, Ralph Seul aus Nickenich und Marina Weidenbach aus Dedenbach drei Trainer eingeplant.

Neben Kompetenz auf dem Spielfeld erfordert das Talentförderprogramm aber auch Fachwissen hinter dem Schreibtisch. Für die Organisation des Projektes hat der DFB insgesamt 29 hauptamtliche Stützpunktkoordinatoren eingestellt, die in enger Zusammenarbeit mit den Landesverbänden für einen reibungslosen Ablauf und die Vermittlung einer einheitlichen Trainings- und Spielphilosophie bis an die Basis sorgen. Pro Jahr investiert der DFB rund zehn Millionen Euro in das Programm.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 19.08.2002

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