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Auch die Janusz-Korczak-Schule hat ein Platzproblem

Landrat: „Unsere Schulen stehen im Mittelpunkt der Finanzplanung bis 2005“ – Neues Ganztagsangebot derzeitiges Top-Thema fĂŒr Sonderschule in Sinzig

An der Janusz-Korczak-Schule in Sinzig, einer von fĂŒnf Sonderschulen in TrĂ€gerschaft des Kreises Ahrweiler, tut sich derzeit einiges. Davon hat sich Landrat Dr. JĂŒrgen Pföhler bei einem Besuch vor Ort ĂŒberzeugt. Neben bereits laufenden und noch anstehenden Bauarbeiten war die neue Ganztagsbetreuung zentrales Thema der Unterredung Pföhlers mit der Schulleitung unter FĂŒhrung von Sonderschulrektor Jakob Armbrust.

„Unsere Schulen stehen im Mittelpunkt der Finanzplanung bis zum Jahr 2005“, betonte der Landrat in der Sinziger Beethovenstraße. Vorgesehen seien Erweiterungs-, Umbau- und Sanierungsarbeiten im Wert von insgesamt 29 Millionen Euro fĂŒr die elf Kreis-Schulen. Alle Baumaßnahmen und deren PrioritĂ€ten basierten auf einem "soliden und professionellen Schulentwicklungsplan", sagte Dr. Pföhler. Dabei gehe der Kreis Ahrweiler in einem Überkreuz-Verfahren vor. Zeitlich umgekehrt zu Baumaßnahmen im Außenbereich laufe die Sanierungen in verschiedenen InnengebĂ€uden.

Dieser Fahrplan sei mit den Schulleitern abgestimmt, von dort sei "eine breite Zustimmung gekommen", unterstrich der Landrat. ZunĂ€chst gehe es um die Erweiterungen an der Realschule Ahrweiler, des Are-Gymnasiums Bad Neuenahr, des Erich-Klausener-Gymnasiums Adenau, des Peter-Joerres-Gymnasiums, der Realschule Remagen, des Rhein-Gymnasiums Sinzig und der Berufsbildenden Schule Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie der Janusz-Korczak-Schule. Mittel- bis langfristig sieht Landrat Pföhler "alle Schulen als Gewinner". Die Schulen in TrĂ€gerschaft des AW-Kreises fĂ€nden „klare Perspektiven und Planungssicherheit“ vor.

FĂŒr die Janusz-Korczak-Schule, einer, so die offizielle Bezeichnung, „Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen“, an der 175 lernbehinderte SchĂŒlerinnen und SchĂŒler unterrichtet und betreut werden, haben die Kreisgremien jĂŒngst grĂŒnes Licht fĂŒr zwei aktuelle Baumaßnahmen gegeben: eine neue Heizungssteuerung fĂŒr 25.000 Euro und neue Stufen und GelĂ€nder in beiden TreppenhĂ€usern fĂŒr 80.000 Euro. Insgesamt sieht der Kreishaushalt in diesem Jahr rund 300.000 Euro fĂŒr die Sinziger Sonderschule vor.

An dieser wie an mehreren anderen Schulen im AW-Land gilt: Es herrscht Platzmangel, weil die SchĂŒlerzahlen steigen. Rektor Armbrust berichtete dem Landrat von einem Fehlbedarf an RĂ€umen. Dazu schilderte Dr. Pföhler den aktuellen Sachstand: Die Kreisverwaltung erarbeite derzeit mögliche Lösungen. Die entsprechenden Finanzmittel wĂŒrden bei den anstehenden Haushaltsberatungen fĂŒr 2003 erörtert. „Ich werde mich dafĂŒr einsetzen, dass das Raumproblem möglichst zĂŒgig gelöst wird“, versprach Pföhler und fĂŒgte hinzu: “Wir haben einen Anbau ins Auge gefasst. Entscheidend ist allerdings, was in den politischen Gremien besprochen und beschlossen wird.“


Das Top-Thema aus organisatorischer und pĂ€dagogischer Sicht stellt derzeit die Ganztagsbetreuung dar. Zur Erinnerung: Zwei Schulen im Kreisgebiet, die Janusz-Korczak-Schule und die Hauptschule Remagen, wurden vom Mainzer Kultusministerium ab dem neuen Schuljahr 2002/2003 als Ganztagsschulen anerkannt. „Die Janusz-Korczak-Schule ist die einzige Sonderschule im nördlichen Rheinland-Pfalz, die sich als Ganztagsschule bezeichnen darf“, unterstrich Landrat Pföhler. Dieser Erfolg sei vor allem ein Verdienst der „exzellenten pĂ€dagogischen Arbeit von Sonderschulrektor Jakob Armbrust und seinem Lehrer-Kollegium“. Der Schulleiter gab dieses Lob weiter: „Die Lehrer-Kollegen stehen voll und ganz hinter dem Programm.“

Wie sieht die Ganztagsbetreuung an der zahlenmĂ€ĂŸig grĂ¶ĂŸten Sonderschule im Kreis Ahrweiler aus? Dazu nannte Rektor Armbrust vier Eckpunkte. Erstens: „Wir bieten vor allem Kindern, deren Eltern berufstĂ€tig oder allein erziehend sind, bis 16 Uhr einen Unterricht und eine verlĂ€ssliche Betreuung an.“ Zweitens: Eine besondere Förderung von stĂ€rker beeintrĂ€chtigten SchĂŒlern stelle das Schul-Sonderturnen am Nachmittag dar.

Drittens: FĂŒr Kinder, die zum Hauptschulabschluss gefördert werden können, werden Arbeitsgruppen fĂŒr Englisch, Deutsch und Computer eingerichtet. Außerdem lĂ€uft eine Zirkus-AG durchgĂ€ngig fĂŒr alle Altersstufen. Das Ziel: das motorische Geschick der Kinder erweitern, die Frustrationstoleranz erhöhen sowie TeamfĂ€higkeit und Sozialverhalten verbessern. „Die öffentlichen Auftritte der Zirkus-AG fördern zugleich die Integration unserer SchĂŒler und unserer Schule in der Bevölkerung“, weiß der Schulleiter.


Und viertens: „Wir bieten Kindern eine sinnvolle FreizeitbeschĂ€ftigung an, auch um ihr Handlungsspektrum zu erweitern und ihre Persönlichkeit zu stĂ€rken,“ so Armbrust.

Der Kreis Ahrweiler hat PausenhofgerĂ€te modernisiert und neue angeschafft. Aktiv und an der frischen Luft ausleben können sich die MĂ€dchen und Jungen beispielsweise an Tischtennisplatten oder einem KlettergerĂŒst. Zum Ausruhen dient ein „Sitzzaun“, der ebenfalls draußen steht und als Balken wahlweise zum Sitzen oder Turnen benutzt werden kann. Jakob Armbrust Ă€ußerte sich abschließend sehr zufrieden ĂŒber die Arbeit von Landrat und Kreisverwaltung: „Der Kreis tut wirklich was fĂŒr uns.“

Hinweis an die Zeitungen: Zu diesem Artikel erhalten Sie ein Foto. Bildunterzeile.
Hoch hinaus wollen die Janusz-Korczak-SchĂŒler. Behilflich sind ihnen dabei unter anderem Schulleiter Jakob Armbrust (v.l.), Landrat Dr. JĂŒrgen Pföhler und die Abteilungsleiterin fĂŒr Schulen, Kultur und Sport in der Kreisverwaltung, Barbara Schröder.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 20.09.2002

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