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Neue Konzession, neues Konzept – aber ohne „Kur“

Landrat überreichte Urkunden für Kliniken Bad Neuenahr – 180 Arbeitsplätze sichern – Gesundheitsmarkt im Umbruch

Mit einem neuen Namen treten die traditionellen Kurkliniken Bad Neuenahr den Weg in die medizinische und wirtschaftliche Zukunft an. Das Wort „Kur“ wurde aus dem Firmennamen gestrichen. Dafür war eine Änderung der Konzession nötig. Die neue Konzession händigte Landrat Dr. Jürgen Pföhler jetzt der Unternehmensleitung aus.

Bei dieser Gelegenheit hob Dr. Pföhler „den enormen Stellenwert des Gesundheitssektors vor allem für den Wirtschaftsstandort Kreis Ahrweiler“ hervor. Allein die Kliniken Bad Neuenahr sicherten rund 180 Arbeitsplätze. „Der gesamte Gesundheitsmarkt befindet sich im Umbruch“, sagte der Landrat. Da sei es „überlebenswichtig, sich mit neuen Konzepten und Ideen zu positionieren“.

Genau dies setzen die – so der neue Firmenname – „Kliniken Bad Neuenahr GmbH & Co. KG“ um. Die teils drastischen Änderungen im deutschen Gesundheitswesen und damit auch bei der Rehabilitation haben zu der Neuorientierung geführt. Die Kliniken Bad Neuenahr als Träger der „Orthopädische Fachklinik Kurköln“ und der „Orthopädisch-rheumatologische Fachklinik Jülich“ haben das Wort „Kur“ gestrichen, „weil es die klassische Kur früherer Zeiten nicht mehr gibt“, wie der Geschäftsführer der Gesellschaft, Diplomkaufmann Günter Kill, erklärte. Die Vorsilbe bleibt lediglich im Wort „Kurköln“ als historischem Namen erhalten.

Günter Kill dankte dem Landrat, weil die Kreisverwaltung Ahrweiler als Konzessionsbehörde das Antragsverfahren „zügig und kompetent“ durchgeführt habe. Zugleich gingen Kill und der Ärztliche Direktor der Kliniken, Dr. med. Thomas Kausch, auf die Hintergründe und die veränderte Patientenstruktur der Kliniken ein. Bis 1996 haben die beiden Kliniken in der Neuenahrer Landgrafenstraße ausschließlich Heilverfahren, also Kuren, der Sozialversicherungsträger und Krankenkassen vorgenommen. Mittlerweile sank der Anteil der Kuren auf 20 Prozent aller Maßnahmen.

Diese Entwicklung werde sich fortsetzen, kündigten die Klinik-Experten an. Schwerpunkt der neuen Leistungserbringungen seien Anschlussheilbehandlungen (AHB). Diese folgten unmittelbar oder im engen zeitlichen Zusammenhang nach einer Krankenhausbehandlung etwa an Hüften, Schultern oder Knien.

Den neuen Herausforderungen begegnen die Kliniken Bad Neuenahr mit umfangreichen Investitionen in die Gebäudestruktur, die Ausstattung der Zimmer und der medizinischen Geräte. Das Ziel der Investitionen: die medizinische Kompetenz beider Kliniken gegenüber den Kostenträgern und den einweisenden Krankenhäusern nachhaltig dokumentieren, um über eine stabile Belegung die rund 180 Arbeitsplätze langfristig zu sichern.

Hinweis an die Zeitungen: Zu diesem Artikel erhalten Sie ein Foto. Bildunterzeile:
Neue Konzessionsurkunden, ohne „Kur“ (v.l.): Klaus Kniel (Kreisverwaltung Ahrweiler) sowie Günter Kill, Dr. Thomas Kausch und Rainer Ziegler von den Kliniken Bad Neuenahr und Landrat Dr. Jürgen Pföhler.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 04.10.2002

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