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Internet-Systemkoordinator für AW-Schulen ist „einzigartig“ im Land

Bundesweite Studie vorgelegt – Landrat: „Bei eminent wichtigem Zukunfts- und Bildungsthema frühzeitig die richtigen Weichen gestellt“ – 650 PCs in elf Schulen zu betreuen

Beim Thema Internet und Bildung machen die Kreisverwaltung und der Kreis Ahrweiler erneut überregional von sich reden. „Bisher einzigartig im Land Rheinland-Pfalz ist die Einstellung eines Systemkoordinators für die elf kreiseigenen Schulen im Kreis Ahrweiler“, berichtet die bundesweit agierende Projektgruppe „IT-works“ in einer Studie. „IT works“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und steht für „IT-basierte, wartungsarme Organisationskonzepte für Schulumgebungen“.

„Die Aussage zeigt nicht nur, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, äußerte sich Landrat Dr. Jürgen Pföhler „sehr erfreut über das Lob von kompetenter Stelle“. Mehr noch: Dies sei ein erneuter Beweis dafür, „dass wir bei dem eminent wichtigen Zukunfts- und Bildungsthema ´Internet an Schulen´ frühzeitig die richtigen Weichen gestellt haben.“

Nach den Worten Pföhlers soll Systemkoordinator Michael Lambert, der vor rund einem Jahr in der Abteilung „Informations- und Kommunikationstechnik“ der Kreisverwaltung eingestellt wurde, das Internet und andere Neue Medien an den elf Schulen in Kreisträgerschaft „systematisch nach vorne bringen". Lambert sei das Bindeglied zwischen der Kreisverwaltung und den einzelnen Schulen. Zudem habe er die Aufgabe, die technische Ausstattung an den einzelnen Schulstandorten zu systematisieren und den Austausch von Fachinformationen zwischen den Schulen zu intensivieren, erklärte Dr. Pföhler.

Was hat der Systemkoordinator bisher umgesetzt? Der EDV-Bestand der Schulen wurde erweitert und modernisiert. Insgesamt verfügen die elf Kreisschulen – Sonderschulen, Realschule Ahrweiler, Berufsbildende Schule und vier Gymnasien – mittlerweile über rund 650 moderne PCs für den Unterricht.

„Auf dieser Basis sind wir für die kommenden Anforderungen gewappnet“, betont Lambert. Als Mitglied der Arbeitsgruppe des Mainzer Bildungsministeriums für die Konzeption der Schul-EDV kennt Lambert das landesweite Problem, „die riesige Anzahl der PCs auch vernünftig zu betreuen“. Zum Vergleich: In der Kreisverwaltung Ahrweiler warten vier Mitarbeiter die rund 350 PCs. In den Schulen verrichten bisher die Lehrer diese Arbeiten – „mit hohem Einsatz und mit viel Engagement“, wie Lambert unterstreicht. Aber mit der wachsenden Zahl von Rechnern und Aufgaben müssten diese Arbeiten „in Zukunft professionalisiert werden“. Hier will Lambert ansetzen, „um dies in die richtigen Bahnen zu lenken“.

Weitere Fakten: Auf der Grundlage des Kreistagsbeschlusses, der Internetanschlüsse in allen Klassenzimmern vorsieht, wurden in den vergangenen Monaten umfangreiche Verkabelungsarbeiten in den Schulen vorgenommen. Das Ergebnis: In nahezu allen kreiseigenen Schulen kann das Internet im Klassenzimmer genutzt werden. Die beiden Sonderschulen Don-Bosco und Levana in Bad Neuenahr-Ahrweiler sind als nächste an der Reihe. Bei der Realschule Ahrweiler wird das Vorhaben im Rahmen des Erweiterungsbaus umgesetzt.

Don-Bosco und Levana nutzen das Internet bislang in einem EDV-Labor. Parallel dazu wurden auch an der Burgwegschule Burgbrohl und am Are-Gymnasium Bad Neuenahr weitere EDV-Labore installiert, die eine EDV-Nutzung für einen kompletten Klassenverband ermöglichen.

Im Erich-Klausener-Gymnasium Adenau wurde im Rahmen einer Schulprojektwoche ein Internetcafé aufgebaut. Die Schüler betreiben dieses Angebot in Eigenregie weiter; das Internetcafé versteht sich ebenso wie zwei Informatikräume als ein offenes Angebot für alle Schüler und Lehrer.

Auch der Internet-Auftritt der Kreisverwaltung Ahrweiler selbst (www.kreis.aw-online.de) hatte bundesweites Aufsehen erregt. Nach einer Studie von Professor Edgar Einemann von der Hochschule Bremerhaven gehören diese Webseiten zu den besten aller deutschen Landkreise.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 30.10.2002

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