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Wunschzettel der Gemeinden als Motor für den Mittelstand

Zehn Kommunen investieren 6,8 Millionen Euro – Volumen dreimal so groß wie 2002 – Landrat sieht Impulse für den Arbeitsmarkt – Großprojekte in Kreisstadt, Ringen, Bandorf, Galenberg und Oberbreisig

Bau- und andere Investitionsvorhaben in einer finanziell außergewöhnlichen Größenordnung stehen im kommenden Jahr bei den Städten und Gemeinden im Kreis Ahrweiler an. Zehn Kommunen haben der Kreisverwaltung jetzt Anträge für insgesamt elf geplante Projekte eingereicht, die aus dem Investitionsstock des Landes Rheinland-Pfalz für das Jahr 2003 bezuschusst werden sollen. Das gesamte Investitionsvolumen liegt bei insgesamt 6,8 Millionen Euro.

„Dieser Betrag für 2003 ist mehr als dreimal so groß wie der für das laufende Jahr“, erklärte Landrat Dr. Jürgen Pföhler. 2002 habe das Investitionsvolumen bei insgesamt zwölf Projekten in elf Kommunen noch 2,1 Millionen Euro betragen. „Das beweist, dass sich die Kommunen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ihrer Verantwortung für die strukturelle Entwicklung bewusst sind und neue öffentliche Investitionen vornehmen." Es liege im Interesse vor allem des heimischen Mittelstandes und den damit verbundenen Arbeitsplätzen, „dass Mainz möglichst für alle förderfähigen Maßnahmen Gelder bewilligt", wünscht sich Pföhler.

Den Spitzenplatz der Förder-Wunschliste für 2003 nimmt die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler ein. Die Sanierung und der Teil-Neubau des Rathauses schlagen mit geplanten Gesamtkosten von 2,6 Millionen Euro und einer beantragten Zuweisung von etwas über einer Million Euro zu Buche.

Weitere Großposten entfallen auf den Neubau des Dorfgemeinschaftshauses mit Jugendräumen in Grafschaft-Ringen (geplante Gesamtkosten 1,2 Mio Euro, beantragte Zuweisung 470.000 Euro), den Neubau des Dorfgemeinschaftshauses im Remagener Stadtteil Bandorf (500.000 Euro, 200.000 Euro), den Neubau des Bürgerhauses in Galenberg (400.000 Euro, 180.000 Euro) und den Straßenausbau in Oberbreisig (380.000 Euro, 160.000 Euro; Hauptstraße, Rittergasse, Manusgasse).

Die weiteren Projekte in Stichworten: Felssicherung am Jesuitengarten in Walporzheim, Umgestaltung und Erweiterung des Friedhofs im Heckenbacher Ortsteil Blasweiler sowie Straßenbauarbeiten in Wershofen, Hönningen, Kalenborn und Kesseling. Insgesamt werden für die elf Projekte Gelder in Höhe von rund 2,35 Millionen Euro beantragt.

Das Mainzer Innenministerium entscheidet über die Vergabe der Finanzmittel. Bei den Zuwendungen aus dem Investitionsstock handelt es sich um so genannte zweckgebundene Finanzzuweisungen des Landes Rheinland-Pfalz aus Mitteln des kommunalen Finanzausgleichs. Dieser Fördertopf hilft den Kommunen bei Vorhaben, die für das Gemeinwohl erforderlich sind. Die Kreisverwaltung prüft die Anträge vor und versieht sie mit einer Dringlichkeitsliste. Über die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier gehen die Anträge an das Mainzer Innenministerium, das schließlich über die Mittelvergabe entscheidet.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 14.11.2002

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