BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

Gute Noten für den Wirtschaftsstandort Kreis Ahrweiler

Bonitätsatlas Deutschland: Insolvenzquote liegt bei unter zwei Prozent – Landrat: „Solide Arbeit und vernünftige Strategie des Mittelstandes“

Der Kreis Ahrweiler ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Das belegt der „Bonitätsatlas Deutschland“, der die Risikostruktur der Wirtschaft in Kreisen und kreisfreien Städten untersucht und das Insolvenzgeschehen analysiert. Die aktuelle Ausgabe dieser Publikation setzt den AW-Kreis in die zweitbeste von sechs Risikoklassen.

Damit stehen für Landrat Dr. Jürgen Pföhler drei Dinge fest: „Erstens haben wir den Strukturwandel nach dem Regierungsumzug von Bonn nach Berlin, wenn auch mit Schrammen, einigermaßen verkraftet. Zweitens sind wir als Wirtschaftsstandort nach wie vor sehr attraktiv für bereits existierende und für neue Firmen. Drittens liegen die Firmenpleiten im Kreis Ahrweiler erheblich unter dem Bundesdurchschnitt, was für eine solide Arbeit und eine vernünftige Strategie insbesondere unseres Mittelstandes spricht.“

Der Bonitätsatlas, der die bundesweite Untersuchung des Insolvenzgeschehens widerspiegelt, wird von der Creditreform Rating AG (Neuss) und der ExperConsult Wirtschaftsförderung & Investitionen GmbH & Co KG (Dortmund) herausgegeben. Mit standardisierten Verfahren und 3,5 Millionen Datensätzen wird die wirtschaftliche Lage der Unternehmen bewertet. Der Atlas, der auch als Frühwarn-Instrument für Firmen dienen soll, kategorisiert das Gefährdungspotential für Unternehmen und Branchen in sechs Klassen.

Für Deutschland entsteht ein differenziertes Bild mit deutlichen regionalen Unterschieden: Neben erheblichen Abweichungen zwischen den alten und neuen Bundesländern ist auch ein Nord-Süd-Gefälle zu erkennen. Die meisten der 34 Kreise und kreisfreien Städte mit der besten Risikoklasse 1 – das sind lediglich acht Prozent – liegen in Baden-Württemberg und Bayern. Diese Risikoklasse weist eine Ausfallquote von weniger als 1,5 Prozent der angesiedelten Unternehmen auf.

Neben dem Kreis Ahrweiler liegt auch die Stadt Bonn in der Risikoklasse 2, in der 21 Prozent aller 441 Kreise und kreisfreien Städte rangieren (Ausfallquote 1,5 bis 2,0 Prozent). Dagegen gehören 25 Prozent aller Kreise zu den schlechtesten Risikoklassen 5 und 6 (zwischen 3 und mehr als 4 Prozent).

Neben dem Bonitätsatlas belegen weitere Daten, dass sich die wirtschaftliche Situation im AW-Kreis als weitgehend stabil und positiv darstellt. In der gesamten Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler sind die Zahl der Einwohner und der Erwerbstätigen – dieses Verhältnis ist ein wesentlicher Indikator für die Entwicklung der Arbeitsplätze – kontinuierlich gestiegen. Seit 1991 wuchs die Einwohnerzahl im AW-Land um rund elf Prozent auf derzeit rund 130.000.

Der Zuwachs der Erwerbstätigen zwischen 1991 und 2000 lag AW-weit bei 11,6 Prozent. Ähnliche Zahlen weisen die Stadt Bonn (plus 11,7 Prozent) und der Rhein-Sieg-Kreis (plus 12,8 Prozent) auf. Im gleichen Zeitraum betrug der Zuwachs in Rheinland-Pfalz 4,6 Prozent und Deutschland-weit 0,7 Prozent. Die engen Verflechtungen mit dem Wirtschaftsraum Bonn/Rhein-Sieg gelten als wichtiger Grund für den überdurchschnittlichen Zuwachs der Erwerbstätigen im AW-Kreis.

Auch die Kaufkraft liegt im Kreis Ahrweiler und der Gesamtregion Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Die Kaufkraftkennziffer je Einwohner für 2002 beträgt in Rheinland-Pfalz 16.484 Euro, was exakt dem Bundesdurchschnitt entspricht. Für den AW-Kreis wurden 16.646 Euro ermittelt (1,0 Prozent über dem Bundesschnitt), für den Rhein-Sieg-Kreis 17.799 Euro (8,0 Prozent) und für die Stadt Bonn 19.635 Euro (19,1 Prozent über dem Bundesschnitt).


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 29.11.2002

<< zurück