BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

Schulen senkten Verbrauch von Heizung, Strom und Wasser um 70.000 Euro

Landrat händigte Energieberichte aus – Schüler haben Energie-Teams gebildet

Energiesparen lohnt sich. Für die Umwelt und für den eigenen Geldbeutel. Diese Gewissheit haben vier Schulen des Kreises Ahrweiler jetzt schriftlich erhalten. Und auf ihrem Konto können sie diesen Erfolg mit einem Plus von 21.000 Euro verbuchen. Um 70.000 Euro insgesamt haben diese Schulen ihren Energieverbrauch gedrosselt.

Landrat Dr. Jürgen Pföhler traf sich mit Schulleitern, Lehrern und Schülern des Rhein-Gymnasiums Sinzig, des Erich-Klausener-Gymnasiums Adenau, der Realschule Ahrweiler und der Berufsbildenden Schule Bad Neuenahr-Ahrweiler. Dabei händigte der Landrat den ersten jeweiligen Energiebericht an diese Schulen aus. Die Berichte listen minutiös auf, an welchen Schulgebäuden in welchem Zeitraum wie viel Heizenergie, Strom und Wasser verbraucht wurde.

Das Ergebnis und vor allem der Trend der vergangenen Jahre stimmte alle Beteiligten zufrieden. „Die Einsparungen liegen bei fast allen Energiearten und Schulen im zweistelligen Prozentbereich“, berichtete Pföhler seinen Gästen. Auf der Basis der Jahre 1996 beziehungsweise dem Schuljahr 2001/2002 sank beispielsweise der Heizenergie-Verbrauch am Rhein Gymnasium um 16 Prozent; in Adenau wurde der Stromverbrauch um 16 Prozent gedrosselt; und die Berufsschule kam mit 15 Prozent weniger Wasser aus.

Den Versuch, „Ökologie und Ökonomie in einen vernünftigen Einklang zu bringen“, bezeichnete Dr. Pföhler als „ein zentrales Zukunftsthema“. Die natürlichen Umweltressourcen gelte es zu schützen und sparsam zu nutzen. Der Einsatz eines festen Energiebeauftragten in der Kreisverwaltung sei eine wichtige strategische Weichenstellungen auf diesem Weg.

Konkret: Der Landrat hat mit Jörg Hamacher den ersten „Energie-Kommissar“ berufen. Das Ziel: ein Energie-Management und Energie-Controlling aufbauen. Als Energiebeauftragter achtet Hamacher darauf, dass Einsparpotenziale in den Gebäuden aufgedeckt werden und regenerative Energieformen bei kreiseigenen Baumaßnahmen verstärkt zum Zuge kommen. Seine Aufgaben: den Verbrauch von Heizöl, Gas, Wasser und Strom an den kreiseigenen Gebäuden – vor allem den Schulen – kontrollieren, Energiesparmaßnahmen umsetzen, auf Lehrer und Hausmeister zugehen und fundiertes Datenmaterial wie die jetzigen Energieberichte erstellen.

Die entscheidende Hilfe vor Ort komme von den Schülern selbst, berichtet Hamacher: In allen Klassen der vier Schulen in Kreisträgerschaft hätten sich Energie-Teams gebildet. Diese Teams bestehen aus einigen Schülern, die offensiv nach Einsparmöglichkeiten und Lücken suchen: Ist das Licht nach den Schulstunden ausgeschaltet? Werden die Fenster in den Pausen kurz „stoßgelüftet“, statt über einen längeren Zeittraum offen zu stehen?

Hamacher nennt ein simples Beispiel: „Neulich haben die Schüler eines Energie-Teams bemerkt, dass zwei Heißwasser-Boiler für das Reinigungspersonal an ihrer Schule den ganzen Tag eingeschaltet waren. Dieses Heißwasser wird aber nur für kurze Zeit benötigt. Übers ganze Jahr gerechnet wurde dort ein nicht zu unterschätzender Geldbetrag verschwendet.“

Wenn die Schulen aber Maß halten statt verschwenden, zahlt sich das Energiesparen für sie in barer Münze aus. Das läuft nach dem „30-40-30-Modell“ ab. Dieses Modell beteiligt die Schulen an den eingesparten Kosten für Heizung, Wasser, Abwasser und Strom: 30 Prozent erhält die Schule zur freien Verfügung (aktuell 21.000 Euro von den insgesamt 70.000 Euro), 40 Prozent werden auf Vorschlag der Schule für weitere energiesparende Maßnahmen eingesetzt, 30 Prozent entlasten den Kreishaushalt.

Bildunterzeile zum FOTO:
Energiesparen macht Schule: Landrat Dr. Jürgen Pföhler unter anderem mit (von links) Klaus Karpstein (Rhein-Gymnasium), Bernhard Müller und Michael Vogel (Erich-Klausener Gymnasium), Reinhard van Ooyen und Karin Jung (Realschule Ahrweiler), Hans-Werner Rick (Berufsbildende Schule), Uwe Haas (Hausmeister der Realschule) sowie Jörg Hamacher (2.v.r.).


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 29.11.2002

<< zurück