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Wo bleiben die Nachrüstungen im Ditschhard-Tunnel?

Kreis zahlt Zuschuss für Atemgeräte - AW-Landrat mahnt beim Land Verbesserung der Verkehrssicherheit an

Sicherheit in unseren Tunneln und auf unseren Straßen – ein Thema, das für Landrat Dr. Pföhler von größter Bedeutung ist. Deshalb beteiligt sich der Landkreis Ahrweiler mit einem Zuschuss von 7.750 Euro an zwölf Pressluft-Langzeitatmern, die die Verbandsgemeinde Altenahr zur Verbesserung des Brandschutzes im Ditschhard-Tunnel angeschafft hat.

„Wir haben unseren Teil geleistet. Die Atemschutzgeräte sind aber nur ein kleiner Baustein im umfangreichen Sicherheitskonzept für den Ditschhard-Tunnel, das insbesondere eine ausreichende Löschwasserversorgung umfasst. Bund und Land müssen hier nun endlich handeln!“ fordert Landrat Dr. Pföhler. „Es geht schließlich um den Brandschutz in unseren Tunneln und damit um die Sicherheit auf unseren Straßen.“

Bereits vor einem Jahr hatte das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau angekündigt, ein Nachrüstkonzept für die Straßentunnel in Rheinland-Pfalz umzusetzen – doch nach wie vor sind keine entsprechenden Maßnahmen für den Ditschhard-Tunnel in Sicht. Grund genug für Landrat Dr. Jürgen Pföhler, das Verkehrsministerium jetzt erneut mit Nachdruck um entsprechendes Handeln zu bitten.
„Es ist immens wichtig und dringend erforderlich, eine ausreichende Löschwasserversorgung im Ditschhard-Tunnel herzustellen. Auch eine genügende Fluchtwegkennzeichnung ist unbedingt notwendig, um die Verkehrssicherheit in diesem stark befahrenen Tunnel zu verbessern“, mahnt der AW-Landrat in seinem aktuellen Schreiben an das zuständige Ministerium. Durch bauliche, technische und betriebliche Maßnahmen könnten die Gefahren für Einsatzkräfte und Verkehrsteilnehmer deutlich gesenkt werden.

Beim Bau des Ditschhard-Tunnels stellte der Kreis bereits die Forderung an das Land, die Fluchtwege auffällig zu kennzeichnen, eine Löschwassereinrichtung mit Druckwasserleitung und Wasserentnahmestellen zu verlegen und die technische Ausstattung der Feuerwehren zu verbessern. „Auf die Löschwassereinrichtung und die Kennzeichnung warten wir heute noch“, so Pföhler.

Vor einem Jahr hatte das Verkehrsministerium zugesagt, diese Anforderungen zu erfüllen. Entwürfe für neue Richtlinien des Bundes für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln (RABT) sollten alsbald erarbeitet und den obersten Straßenbaubehörden der Länder zugehen. Dieser Entwurf sollte als Planungsgrundlage genutzt werden, notwendige Vorleistungen sollten unverzüglich folgen. Weiter kündigte das Land in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen an, ein Nachrüstkonzept für die Bundesfernstraßentunnel in Rheinland-Pfalz zu erstellen und sukzessive umzusetzen. Dies beinhalte auch eine ausreichende Löschwassereinrichtung für den Ditschhard-Tunnel, hieß es Anfang 2002 aus dem rheinland-pfälzischen Verkehrsministerium. Staatsminister Bauckhage stellte gegenüber dem Bundestagsabgeordneten Sebastian den Beginn der Nachrüstungen noch in 2002 in Aussicht.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 28.02.2003

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