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Altenheim: Untersuchungen des Gesundheitsamtes noch nicht abgeschlossen

Keine Neuerkrankungen – Einrichtung „aus hygienischer Sicht vorbildlich“

Die Serie von Magen-Darm-Erkrankungen in einem Altenheim in Bad Neuenahr-Ahrweiler wird vom Kreis-Gesundheitsamt in enger Kooperation mit der Heim- und Pflegedienstleitung weiter untersucht. Einzelheiten fasste die Kreisverwaltung Ahrweiler am Samstag in einer Pressemeldung zusammen.

Das Gesundheitsamt wurde am 17. Februar von der Einrichtung über das Auftreten der Erkrankung informiert. Noch am gleichen Tag hatte das Gesundheitsamt mit ersten Untersuchungen begonnen. Ein Krankheitserreger wurde dabei nicht festgestellt.

In Absprache mit dem Gesundheitsamt habe die Heimleitung „unverzüglich und vorbildlich umfangreiche Vorsorge- und Schutzmaßnahmen für Besucher, Bewohner und Personal vorgenommen, um eine Weiterverbreitung der Krankheit zu verhindern“, erklärte die Kreisverwaltung in einer Pressemeldung weiter. Unter anderem seien alle Gemeinschaftseinrichtungen geschlossen und alle Veranstaltungen abgesagt worden. Dies habe mit zu einem Rückgang der Neuerkrankungen geführt.

Aktuell hieß es am Samstag aus dem Kreishaus: In den vergangenen Tagen habe es keine neuen Erkrankungsfälle gegeben. Alle eingeleiteten Schutzmaßnahmen würden weiterhin aufrechterhalten. Abschließende Untersuchungsergebnisse beteiligter Labors lägen noch nicht vor.

Das betroffene Altenheim gelte aus hygienischer Sicht aufgrund jahrelanger Erfahrungen des Gesundheitsamtes als vorbildlich, heißt es weiter aus der Kreisverwaltung. Dort habe es nie Mängel oder Auffälligkeiten gegeben.

Der Ausbruch von Gastroenteritis (Magen-Darm-Erkrankungen) in Gemeinschaftseinrichtungen sei derzeit offenbar nichts Ungewöhnliches. Eine aktuelle bundesweite Veröffentlichung im Epidemiologischen Bulletin vom 7. Februar 2003 berichte sogar von einer dramatischen Zunahme von Ausbrüchen in Deutschland in den letzten Monaten des Jahres 2002. Demnach sei die Anzahl der Häufungen mit mehr als fünf Fällen in Deutschland von 314 Häufungen in 2001 auf 1.414 in 2002 gestiegen.

Der Tod mehrerer Bewohner des Altenheims steht laut Staatsanwaltschaft Koblenz, die von der Kreisverwaltung vorsorglich über den Sachverhalt informiert worden war, offenbar nicht im Zusammenhang mit der Serie von Magen-Darm-Erkrankungen, die in dem betreffenden Altenheim aufgetreten sind.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 03.03.2003

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