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Arbeitsgruppe Pockenimpfungen in der Kreisverwaltung aktiv

Zur Vorbereitung auf m├Âgliche Pockenimpfungen besteht in der Kreisverwaltung Ahrweiler seit einigen Wochen eine Arbeitsgruppe, zu der unter anderem Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und der Abteilung f├╝r Bev├Âlkerungsschutz geh├Âren.

Die Vorbereitungen im AW-Kreis orientieren sich am Bund-L├Ąnder-Rahmenkonzept. Die darin vorgesehene Impfstrategie beruht auf einem Phasenmodell. Dieses Modell ber├╝cksichtigt die jeweilige Gef├Ąhrdungslage einerseits und die m├Âglichen Vor- und Nachteile der Pockenimpfung f├╝r bestimmte Bev├Âlkerungsteile andererseits. Wie das Mainzer Gesundheitsministerium klarstellte, liegen keine Hinweise auf eine konkrete Bedrohung vor. Es handele sich um reine Vorsorgema├čnahmen, um im Bedarfsfall schnell reagieren zu k├Ânnen.

Der von der Bundesregierung zu beschaffende Impfstoff lagert bis auf weiteres zentral. Eine Verteilung des Impfstoffes auf die L├Ąnder ist erst zu einem Zeitpunkt vorgesehen, an dem sich die tats├Ąchliche Notwendigkeit von Impfungen abzeichnet. Die Kreisverwaltung m├╝sste dann daf├╝r sorgen, dass die gro├čen Mengen Impfstoff k├╝hl gelagert w├╝rden und dass gen├╝gend medizinisches Personal zur Verf├╝gung st├╝nde. Au├čerdem m├╝ssten m├Âgliche Quarant├Ąnestationen eingerichtet werden.

Das Modell sieht nach Angaben des Mainzer Gesundheitsministeriums drei Phasen vor.
 In Phase eins, in der weltweit kein Pockenfall besteht, w├╝rden die logistischen und organisatorischen Vorbereitungen eingeleitet. Dies ist derzeit im Kreis Ahrweiler der Fall.
 Phase zwei w├╝rde mit dem ersten weltweiten Pockenfall beginnen. Dann m├╝ssten ausgew├Ąhlte medizinische Helfer geimpft werden, die f├╝r Phase drei ben├Âtigt w├╝rden.
 Phase drei tr├Ąte beim ersten Pockenfall in Deutschland ein. Eine Impfung der gesamten Bev├Âlkerung w├Ąre ausdr├╝cklich nur f├╝r den Fall einer ansonsten au├čer Kontrolle geratenden epidemischen Ausbreitung der Pocken vorgesehen und m├╝sste dann innerhalb von f├╝nf Tagen vollzogen sein, so das Ministerium weiter.

Wenn Einwohner des Kreises Ahrweiler durch Impfungen gesch├╝tzt werden m├╝ssten, w├╝rde dies eine logistische und organisatorische Aufgabe bedeuten, die mit einem hohen Aufwand verbunden w├Ąre. Den Impfstoff w├╝rde das Kreis- Gesundheitsamt zu einem Zeitpunkt erhalten, den der Bund und das Land Rheinland-Pfalz festlegen. Innerhalb des Kreises w├╝rden zentrale Impfstellen eingerichtet.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 10.03.2003

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