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Rinder schnellstens auf „BHV1“ untersuchen

Ist der Weideaustrieb gefährdet? – Neuer Amtstierarzt berät

Haben die rund 350 Rinder haltenden Betriebe im Kreis Ahrweiler die Untersuchungspflicht auf den so genannten „Bovinen Herpesvirus Typ 1“ ihrer 15.000 Tiere erfüllt? Mit Blick auf den jetzt anstehenden Weideaustrieb geben die Amtstierärzte der Kreisverwaltung einige dringende Hinweise.

Die Krankheit ist nicht neu. Es handelt sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche, die für den Menschen ungefährlich ist. Das Virus führt bei Rindern zu Erkrankungen vor allem des Atmungs- und Genitalbereichs. Als Folgen drohen den Betrieben teilweise erhebliche wirtschaftliche Verluste.

Konsequente Bestandssanierungen sollen die Seuche ausrotten. Um einen Überblick zur Verbreitung der Krankheit in den Rinderbeständen zu erhalten, wurde die Untersuchungspflicht aller über neun Monate alten Rinder per Verordnung eingeführt. „Weit über die Hälfte der 350 Betriebe im AW-Kreis haben ihre Rinder untersuchen lassen“, heißt es aus dem Kreishaus. Aber: Säumige Betriebe mit Virusträgern im Bestand gefährdeten die Bemühungen auch der renommierten Zuchtbetriebe. Denn die Krankheit sei auch über Weidekontakt übertragbar.

Infizierte Bestände werden vom Tierhandel ausgeschlossen. Ausnahmen von der Untersuchungspflicht können für reine Mastbetriebe, die ausschließlich Rinder zur Schlachtung abgeben, beim Kreis-Veterinäramt beantragt werden (Ruf 02641/975-225). Gleiches gilt für reine Mastabteilungen, die räumlich von den übrigen Stallabteilungen getrennt sind. Diese Tiere müssen jedoch regelmäßig vom Haustierarzt gegen BHV1 schutzgeimpft werden.

Wenn die erforderlichen Untersuchungen und Impfungen nicht schnellstens vorgenommen werden, ist der Weideaustrieb von Rindern säumiger Betriebe in diesem Frühjahr gefährdet. Außerdem drohen Bußgelder. Einzelheiten über Verfahrenswege und Kosten können die Landwirte beim Haustierarzt erfahren, der auch die Blutuntersuchungen vornimmt.

Die Amtstierärzte appellieren an die Solidarität der Rinderhalter, die bisherigen Sanierungserfolge ihrer Berufskollegen nicht durch Gleichgültigkeit und Desinteresse zu gefährden. Zu weiteren Auskünften steht der neue Amtstierarzt des Kreises Ahrweiler, Dr. Karl Hehlein, unter der genannten Rufnummer gerne zur Verfügung.

Die Untersuchungspflicht der Rinder wurde in landwirtschaftlichen Fachzeitungen eingehend beschrieben. Sie ergibt sich aus der Verordnung zum Schutz der Rinder vor einer Infektion mit dem Bovinen Herpesvirus Typ 1 (BHV1-Verordnung) vom November 2001.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 21.03.2003

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