BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

Landrat bestellt drei neue Leitende Notärzte

Dr. Elke Valerius, Dr. Michael Rollwagen und Thomas Hocke-Falcke verstärken das Team – Speziell für Notfallmedizin ausgebildet

Landrat Dr. Jürgen Pföhler hat drei weitere Mediziner als „Leitende Notärzte“ für den Kreis Ahrweiler bestellt. Damit stehen jetzt insgesamt sechs Ärzte zur Verfügung, die im Rahmen des Rettungsdienstgesetzes sowie des Brand- und Katastrophenschutzgesetzes bei schweren Unfällen und Massenveranstaltungen die Führungsaufgaben für die Vor-Ort-Versorgung von Verletzten übernehmen. Zugleich unterzeichneten Pföhler und das Notarzt-Team eine neue Vereinbarung.

„In der Leitenden Notarztgruppe standen uns seit 1990 drei Fachleute zur Verfügung. Kürzlich hat das Land Rheinland-Pfalz empfohlen, fünf zu benennen. Wir haben uns sogar für sechs entschieden und stehen damit auf der absolut sicheren Seite“, erklärte der Landrat bei der Vertragsunterzeichnung.

Vor 13 Jahren wurde Dr. Peter Porz aus Brohl-Lützing zum Leitenden Notarzt für den AW-Kreis bestellt. 1995 folgten Dr. Frank-Peter Kaesler und Karl-Heinz Hauser aus Bad Neuenahr-Ahrweiler. Jetzt arbeiten drei neue Kollegen beim Katastrophenschutz des Kreises Ahrweiler mit: Dr. Elke Valerius aus Adenau, die dort eine Arztpraxis betreibt, Dr. Michael Rollwagen aus Bad Neuenahr-Ahrweiler, der als Anästhesist im Krankenhaus Maria-Hilf arbeitet, und Thomas Hocke-Falcke aus Remagen-Kripp, der dort ebenfalls eine Arztpraxis unterhält.

„Besonders hervorzuheben“ sei das ehrenamtliche Engagement der Mediziner, betonte Dr. Pföhler. Dieser Dienst für die Allgemeinheit könne „gar nicht hoch genug eingeschätzt werden“. Alle sechs Leitenden Notärzte verfügten über eine spezielle Ausbildung in der Notfallmedizin und seien mit den Strukturen der Gefahrenabwehr vertraut. Der Landrat: „Unsere Notärzte besitzen Fachwissen und Organisationstalent, Erfahrung und den sicheren Blick für schnelle Hilfsmaßnahmen.“

Wie sehen solche Hilfsmaßnahmen aus? Gemeinsam mit ebenfalls speziell geschulten Rettungskräften, den Organisatorischen Leitern (OL), halten die Leitenden Notärzte die Fäden bei der Versorgung von Unfallopfern in Händen. Beide Führungsteams bilden die Einsatzleitung, der alle Sanitätseinsatzkräfte unterstehen. Die Notärzte bereiten umgehend die nötige präklinische und notfallmedizinische Erstversorgung vor. Zudem koordinieren und überwachen sie diese Maßnahmen, um möglichst vielen Patienten ein Überleben zu sichern und die Folgeschäden auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Die OL beurteilen die Sanitätslage aus organisatorischer Sicht, geben Lagemeldungen ab, legen Verletzten-Sammelstellen fest, organisieren Krankenwagen-Halteplätze und Lotsendienste für Rettungsmittel, Polizei oder Feuerwehr. Weitere Aufgaben der OL unter anderem: Ausleuchtung und Kommunikationswege, Maßnahmen der Panikbekämpfung sowie die Anforderung weiterer Ärzte und Helfer sowie von Material oder Arzneimitteln.

Wesentliche Einsatzgebiete der Koordinationstruppe sind Bereitschaftsdienste bei Großveranstaltungen auf dem Nürburgring, Großübungen sowie schwere Unfälle, wie sie sich im Frühjahr 2002 auf der A 61 ereigneten. Der schwerste Unfall in der jüngeren Geschichte des Kreises Ahrweiler geschah 1992. Damals raste ein Autofahrer in eine Prozession an der "Schwarzen Madonna" in Remagen; vier Tote und 23 Verletzte waren zu beklagen.

Die bisherige Vereinbarung zwischen dem Kreis und der Leitenden Notarztgruppe aus dem Jahr 1996 wurde erneuert. Die jetzige Fassung, die Landrat Dr. Pföhler und Notarzt-Sprecher Dr. Porz unterzeichneten, enthält beispielsweise aktuelle Angaben zu Versicherungsregelungen, Alarmierungswegen und zur Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen.

Bildunterzeile zum FOTO:
Den neuen Vertrag für die Notfallmedizin im AW-Kreis haben Landrat Dr. Jürgen Pföhler (sitzend v.l.) und Dr. Peter Porz unterzeichnet. Mit dabei: Dr. Michael Rollwagen (stehend v.l.), Thomas Hocke-Falcke, Manfred Wolff (Kreisverwaltung), Dr. Elke Valerius, Rolf Daniel (Fachbereichsleiter der Kreisverwaltung) und Dr. Frank-Peter Kaesler.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 02.05.2003

<< zurück