BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

Die Dörfer sollen „schön“ sein, sie brauchen aber vor allem „Zukunft“

Wettbewerb steht auf drei Säulen – Landrat: „Arbeitsplätze und intaktes Gemeinwesen lebenswichtig für den ländlichen Raum“ – 21 Orte und 22 Vereine dabei

Wo sind die schönsten Dörfer, die Orte mit den durchdachtesten Perspektiven, den aktivsten Vereinen und eifrigsten Jugendgruppen? Um diese Fragen dreht sich die neue Auflage des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“ im Kreis Ahrweiler. Vom 14. bis 22. Mai ist die Bewertungskommission unterwegs, am 3. Juni verkündet Landrat Dr. Jürgen Pföhler das Ergebnis.

21 Ortsgemeinden und Ortsteile sowie 22 Vereine und Jugendgruppen haben sich für den Wettstreit 2003 gemeldet. „Unser Dörfer-Wettbewerb steht auch in diesem Jahr auf drei Säulen“, erklärte der Landrat im Vorfeld der Experten-Rundreise. Erstens: der traditionelle ´Unser Dorf´-Part. „Hier bauen wir auf die bewährte Doppelstrategie. Einerseits wird die äußerlich erkennbare optische Gestaltung in den Orten bewertet. Zusätzlich blicken die Juroren jedoch hinter die Fassaden. Denn wir wollen wirtschaftliche, soziale und kulturelle Impulse für das Gemeinschaftsleben fördern.“ Für Pföhler steht nämlich fest: „Arbeitsplätze vor Ort sowie ein intaktes Gemeinwesen mit Eigeninitiativen der Bürger und der Räte sind lebenswichtig für den ländlichen Raum.“

Zweitens: der Wettbewerb für Vereine, Gruppen und Initiativen. Hier geht es beispielsweise um Leistungen zur Integration aller Dorfbewohner einschließlich der Neubürger. Weitere Pluspunkte können die Vereine sammeln, wenn sie finanzielle, soziale oder kulturelle Leistungen für den Ort erbracht haben – etwa als Spenden, Eigenleistungen oder Initiativen für Kinder, Jugendliche und Senioren – oder wenn sie sich für Umweltschutzmaßnahmen oder das Leitbild "Gesundheits- und Fitnessregion" engagieren.

Drittens: Der Teil-Wettstreit "Jugend und Familien stärken", den Pföhler 2001 neu ins Leben gerufen hatte, belohnt Aktivitäten, an denen Jugendliche und Jugendgruppen beteiligt sind. Denkbare Beispiele sind ehrenamtliche Nachhilfe, der Neubau oder die Renovierung von Spielplätzen, Sportanlagen und Jugendräumen, dann Bachpatenschaften, Pflanzaktionen oder weitere ökologische Leistungen sowie schließlich soziale und kulturelle Initiativen wie die Organisation einer Maikirmes oder die Erstellung einer Ortschronik.

Fünf Frauen und Männer bilden die Jury, denen die Abordnungen aus den einzelnen Dörfern das dort Geleistete vorstellen. Alfred Bach von der Kreisverwaltung leitet die Bewertungskommission; er beurteilt die Konzeption von Zukunftsperspektiven, wirtschaftliche Entwicklungen und die Einbindung des Dorfes in die Landschaft. Anneliese Holzemer aus Adenau bewertet die Gestaltung und Entwicklung des Grüns.

Kreistagsmitglied Katharina Klaesgen aus Schuld fragt nach dem sozialen und kulturellen Leben. Horst Daleki aus Weibern, ebenfalls Mitglied des Kreistags, untersucht die Baugestaltung und -entwicklung. Und der Jugendpfleger Jürgen Schwarzmann ist zuständig für den kreiseigenen Vereinswettbewerb und den Wettbewerb "Jugend und Familien stärken".

Die Dörfer, die auf Ebene des Kreises Ahrweiler am besten abschneiden, qualifizieren sich für den Bezirksentscheid. Und wer dort gewinnt, misst sich mit den Top-Orten auf Landesebene von Rheinland-Pfalz.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 08.05.2003

<< zurück